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Der Israelit · 1866-05-09 · Heft 19 (9.5.1866) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 19 (9.5.1866)
Date
1866-05-09
Page
– (sequence 15)
Language
German
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337 Hofe zu Petersburg zu erscheinen, um über jene Neuerungen vollständige Erläuterung zu geben, die dagegen gemachten Einwürfe zu beantworten und die Gründe der Herabsetzung des moralischen und bürgerliche« Charakters der Juden anzugeben. Da die Antworten trocken und mager ausfielen, und zu den aufgeworfenen Fragen nicht paßten, so that die gnädige Kaiserin dem General-Gouverneur ihre Willensmeinung in folgenden Worten kund: „Passikoff! Ich stellte Sie in diesen Ländern an, meine Unterthanen zu schützen, für das gemeine Beste und die Wohlfahrt meiner Bürger zu wirken, aber keineswegs, sie zu drücken oder in Noth zu bringen. Ich will Sie nicht behandeln, wie Sie es verdienten, denn ich ehre Ihr Alter und die vielen Dienste, die Sie in früherer Zeit geleistet; aber kehren Sie um und legen Sie die Sache bei, daß nicht die Klagen oder Thronen meiner Unterthanen vor meinem Thron erscheinen." Es wurde hierauf die Erlaubniß zu schleunigen Abreise des General-Gouverneurs und zweier von den Deputaten gegeben und es fanden Vermittelungen statt. Die zwei anderen Deputirten blieben noch am Hofe, um ihren Plan zu völliger Ausführung zu bringen, und ein neuer Gnadenbrief wurde den Juden in allen eroberten Ländern bewilligt, vermöge dessen sie einverkerbte Bürger sein sollten, gleich den Russen und Polen, und sowohl die öffentlichen Lasten und Steuern mittragen, als auch alle Vortheile des Staates ohne Ausnahme mitgenießen sollten; auch sollten sie eine verhältnißmäßige Zahl Beisitzer ihres Glaubens bei allen öffentlichen Behörden haben; auch die Handwerker mit ihren Gilden sollten einverleibt, kurz es sollte in allen öffentlichen Geschäften in Bezug auf öffentliche Behörden und Bürger, auf Regulirung der städtischen Einnahmen und Ausgaben nichts vorgenommen werden ohne Zuziehung der jüdischen Beisitzer; ein glücklicher Zustand, dessen sich die Juden in diesem Kaiserreich bis auf den heutigen Tag (1809) erfreuen. (Fortsetzung folgt.) E. Carmoly. -U M L L I « « X. ^ür die Gemeinde Kaiserswerth bei Düsselldorf wird O M sofortigem Antritt ein zuverlässiger Religionslehrer- und Schächter gesucht der auch als Vorbeter fungiren kann. — Gehalt sechzig Thaler neben freier Station (Beköstigung in einem Hause) und Schlachtgebühren. — Meldungen nebst Zeugnissen sind an unseren Rabbiner Herrn Vr. W. Feilchenfeld in Düsseldorf franco zu adressiren._ Besetzung einer israel. Vorbeter¬ und Schulverweserstelle zu Rülzheim in der bayr. Pfalz. Bei der israel. Cultusgemeinde Rülzheim (in der bayr. Pfalz) ist eine Vorbeter- und Schulverweserstelle vacant, die alsbald besetzt werden soll und mit welcher folgende Bezüge verbunden sind : ». Baargehalt aus der Cultuscasse als Schulverweser. 250 fl. — d. Wohnungs - Entschädigung ... 50 „ — o. Ertrag der Casualien vom Vorbeterdrenste.160 „ — ä. Ertragnisse des Schächterdienstes veranschlagt z« . . . . . . 200 „ — Summa 600 fl. — Bewerber um diese Stelle werden hiermit eingeladen, ihre Gesuche, mit Zeugnissen belegt, innerhalb 4 Wochen bei dem Unterzeichneten Vorstand persönlich einzureichen. Candidaten, welche sich als Vorbeter besonders qualificiren, erhalten den Vorzug. Rülzheim, den 1. Mai 1666. Der iSr. Synagogen - Vorstand Israel Cahn. /Lin Literat, mit einer Hatorath Horaah von einem berühmten streng orthodoxen Rabbinen, die er in Folge vielfacher Correspondenz und talmudischer Dissertationen erhalten, mit einem Atteste von Dajanim aus einer vormals berühmten Jeschiba - Stadt, darüber, daß er von Jugend auf im Talmudischen mit Erfolg unterrichtet, wie auch geprüfter Lehrer, wünscht eine diesen Leistungen angemessene Anstellung. Näheres, besonders über die Glaubwürdigkeit der AprobationS-Schreiben, zu erfahren bei der Wohllöbl. Redaction des „Israelit".

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