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Der Israelit · 1866-04-25 · Heft 17 (25.4.1866) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 17 (25.4.1866)
Date
1866-04-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der Israelit. Ein Central - Organ für das orthodoxe Judenthnm. Herausgegeben von V* Lehmann in Mainz. Mainz, den 25. April 5626 (1866). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Directej Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. Österreich, an die Expedition franco einzusenden. Inh alt: Leitende Artikel: Die Missionäre in Jerusalem. — Noch einmal über die Jeschiba - Angelegenheit. — ZeilvvgSnachrichlen und Korrespondenzen: Deutschland: Mainz. Hamburg. — Preußen: Aus Posen. — Oesterr. Kaiserst.: Wien. — Rußland: Wien- — Donaufürstenth.: Bukarest. — Palästina. Aegypten: Karo- — Feuilleton: Eine beabsichtigte Judenverfolgung in Ragusa im Jahre 5363 (1622). Inhalt der Beilage: Zeitvngsnachricklen und Korrespondenzen: Deutschland: Pfungstadt. München. München. München. Nürnberg.— Oe st. Kaisers.: Brünn. — Frankreich: Paris. Paris. — England: Cambridge. — Spanien: Madrid. — Schweden u. Norwegen: Stockholm. Stockholm. — Australien: Melbourne. — Amerika: New-Aork. New-Aork. — Feuilleton: Die beiden Laden. — Kern und Schale. Inhalt der Extra-Beilage: Spenden zur Linderung der Hungersnoth in Palästina. Bau jüd. Armenu. Pilgerwohnungen in Jerusalem. Spenden für die Armen des heil. Landes. Für die Wittwen und Waisen im hl. Lande. Für die zwei Warfen aus Michelau bei Büdingen. Für die unglückliche Familie in Freudenthal. — Leitende Artikel. Die Missionäre in Jerusalem. Mainz, den 19. April. Wir erhalten von unbekannter Hand die Nr. 4 des zu Barmen (preußische Rheinprovinz) erscheinenden „Missions-Blattes". Dasselbe spricht sich über das Treiben der Missionäre in Jerusalem folgendermaßen aus: „Wir wollen uns auch durch die fortgesetzten Verdächtigungen jüdischer Rabbiner in einem vielgelesenen jüdischen Blatt orthodoxer Richtung (der „Israelit", herausgegeben in Mainz) nicht irre machen j lassen, welche die Aufforderung des Herrn Bischofs! vr. Go bat in seinem Sendschreiben dahin auslegen, daß er die jüdischen Wittwen und Waisen in Jerusalem unterstütze, „um sie dadurch dem Religionswechsel geneigt zu machen," vor seiner Liebe als einer „heuchlerischen" warnen, die Missionäre in Jerusalem „Seelenhändler" schimpfen u. s. w. Wir haben es von unserm Herrn und Meister gelernt, Israel zu lieben (!), auch wenn wir Undank ernten. — Israel zu lieben um Seinetwillen und allein in Ihm unseren Lohn zu finden! Die Worte, die jene Zeitschrift in ihrer Nr. 8 aus dem Brief des Herrn Bischofs citirt: „Ich muß Ihnen noch bemerken, daß dis Theuerungund dieCholera nebst derHilfe, die den Inden geworden ist, Vielen unter ihnen das Herz erweicht und dem Evangelium zugänglich gemacht hat," — finden sich wörtlich gar nicht so in dem Brief, — sondern diese Stelle lautet nach wörtlicher Uebersetzung aus dem Englischen: „Während der letzten Monate sind wir in den Stand gesetzt worden, den Juden in ihrem tiefen Elend in reichlicherem Maaße zu helfen, wofür sie sich selbst viel dankbarer als sonst gezeigt haben und daher, so hoffe ich, auch zugänglicher für die Wahrheiten des Evangeliums." Diese einfachen Worte wird ein Unbefangener gewiß nicht mißverstehen. Der Bischof hat die Gaben an Wittwen und Waisen aus Israel nur zu dem Zweck auSgetheilt, um ihnen in der Noth zu helfen, — nicht für einen fernliegenden Zweck, — nicht um aus der Noth Capital zu schlagen, nicht um durch eine feine Schlinge die Gewissen der Juden gegen ihre Ueberzeugung zu fangen und zu äußerem

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