Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 16 (18.4.1866)
- Date
- 1866-04-18
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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Wijstnschastliche Beilage M Ar. 16 des Israelit. Dir beiden letzten Äbschnitte -es Pentateuch, übersetzt und erklärt von vr. W. Feilchenfeld, Rabbiner der Eyri ag ogerrg cm einde Düsseldorf. Tüsicldorf, Ik66 bei Wilhelm de Haen. — Reinertrag für die Wittiven rmd Waisen der in Jerusalem von der Cholera Hinwcggerafften. Beurtheilr v. vr LiläesLeiwer. (Fortsetzung.) Die vom gütigen himmlischen Vater uns niemals vorenthaltenen segensreichen Conscquenzen dieser Wiedererlangung des jüdischen Denkens, jüdischen Anschauens und vorurtheilsfreien Beurtheileus sind auch ,-i"n hier nicht ausgeblieben; es sind dies — die orthodoxen Gemeinden in Frankfurt a. M., Mainz. Fürth, Tarnifiadt:c., die hoffnungsvollen Unterrichtsanstalten daselbst, scrvie inHambura,Würzbura, Karlsruhe, Pfungstadt, Cegnitz, Miltenberg, Jchenhausen rc., das so segersreich wirkende Lehrerbildunosseminar in Würzburg, wie rückt minder die Vestrebungen der mulhieen und gesinnungstüchtigen Württemberger Religionsgenossen ^). Ist nun aber schon Alles gut, für alle Zeiten sicher gestellt? Dürfen wir die Hönde ruhig in den 7) Ich brauche hier rrchl nicht erst zu erwähnen, daß auch die polemische kvd literarische Thatigkcit, insbesondere des Herrn Rabb. Hirsch, gegenwärtig in Frankfurt a. M., großen Anthcil an dieser Regeneration hat. Wir haben cs jedoch hier nur mit dem Nachweise zu thun, daß diese unwandelbare Wechselwirkung zwischen dem Cortes ge setze und dem Gottes volle, zwischen dem Idealismus und dem jüd. Leben, zwischen der Lehre und dem praktischen Ausdrucke derselben im Volke, den sie sich selbst gibt und aus sich erzeugt, noch heute wie ehedem unverändert geblieben ist. 8) Wir beschränkten uns im Texte auf Deutschland allein, jedoch auch anderswo bricht sich wieder das erste schöpferische Gotteswort „cs werde Licht" ungehindert Bahn. „Von: Saume der Erde (durch die geflügelte Fama) hören wir Lobgcsang." Vom westlichsten Westen der Erde, in San Francisco, jenem Sitze des krassesten Materialismus, der niedrigsten Goldwuth, dem Eldorado dieses Götzenthums, haben sich unsre Glaubensgenossen wieder ernstlich des p"kN erinnert. Im Osten Europa's haben sich in Stuhlweißenburg, Steinamanger und andern Orten orthodoxe Gemeinden gebildet, deren Devise: MOP2 'O.'O; -dr ^."l Ndr. Im Westen Europa's, in Frankreich nämlich, leisten unsre Gesinnungsgenossen, so würdig vertreten durch das treffliche Journal I'Ilulvers von den 30 bis vierzigjährigen Leiden, Gewifsensknechtungen und Verfolgungen ihrer Brüder in Deutschland auf dem kurzen Wege durch Beispiele belehrt, der sich dort jetzt aufrichtenden Hyder der Reformsucht energischen Widerstand. Im Süden Europa's, in Italien nämlich, wo der Jndifferentismus und die Ignoranz aus dem Gebiete von O"l? O'PO'LI «ine .MLO Nach der andern über Bord wirst, in diesem Italien, das bis jetzt nur in dem nicht zu zählenden „Lcku- «atork-" vertreten war, in diesem Italien ist ebenfalls jetzt (vom I Schooß legen? — Stillstand der organischen Thätigkeit ist nicht weniger auf dem Gebiete des Geistes,! als auf dem des leiblichen Organismus, Tod und Verwesung. Auch das jüdische Leben muß sich orga-! nisch entwickeln, d. h. die von Außen einwirkenden Eindrücke von innen heraus lebengestaltend ver- , werlhen. Die beiden oben Genannten mit feinem exegetischen und kritischen Blicke begabten Wiedereroberer des jüdischen Standpunktes der Exegese innerj halb der Tradition und der unwandelbaren! Autenthie derselben haben uns jüngeren Kräften l durchaus nicht die Sphäre der Thätigkeit labm ge- > legt, vielmehr erst recht eigentlich geschaffen. Gemäß! der ihnen gewordenen Erziehung nämlich mußte Alles, i was sie nach der Seite der Exegese leisteten, primr-! tiv und mehr oder weniger dilettantisch sein, wodurch I uns dieselben übrigens rücksichtlich ihrer Person nur noch um so großartiger und imponirender erscheinen,! weil ihnen gar kein Hilfsmittel zu Gebote stand und nur das nimmer rastende Genie autonom in ihnen i arbeitete. Wohl ist das Genie immer originell und geht immer seinen eigenen Weg; indessen lebt dasselbe doch auch im Allgemeinen nnnigstens innerhalb der Grenzen seiner Erziehung, und kann sich von dieser! seiner zweiten Natur nicht trennen. Der jüngeren! Generation nun ist die große Ausgabe zuacsallen,! ihrer Erziehung gemäß wissenschaftlich j vorzugehen, dieselben Resultate wie jene so zn sagen! durch großartige „Einfälle", objectiv linguistisch zu i verfolgen, alle Hilfsmittel orientalischer Spracbkunde,! der Geschichte .'c. in das Bereich der Betrachtungen j zu ziehen, welche schon die alten Grammatiker, wie Saadjah, Abn Esra, Knnchi rc. angestellt; ganz besonders aber sich in Stand zu setzen, das Material, das von früheren jüdischen und nickljüoischen Jnter- Rabb. Leon Racah in Livorno) ein orthodoxes Organ litki« gegründet worden, das mit Leib und Seele zn unserer Fahne, Vertheidigung der 'N1L21 NN'?«, sowie der L2.-2Q O'ILNNPPI, hält. So tagt's G. s. D. überall, daher muth'g vorwärts, ihr autonom gewordenen orthodoxen Genieinden alle! Freuet euch eures gegenseitigen Erfolges, auch moralisch wie physisch gilt das Wort: PNI NON' i'in-rb: inup' rx L'dx. Ich wäre versucht, von dem bOi ^22 des Weitern zu sprechen, wie auch hier das NN, das Vergehen, Verschmachten, Verkommen von dem 1NZO O'NZIO, von der Treulosigkeit der Abtrünnigen seinen Ursprung hat, wie ferner sich auch in deren Mittel das prophetische Wort bewährt: INO) rmiOi MIO bOi "pbp die Tücke, die geheimgelegte Falle, die Einschüchterung, die Einjagung von Furcht aller Art stets es war, was die edeln Waffen der Resormhelden ausmachten. Doch unterlassen wir diese Expektorationen; genug, p'NLb 'OL, Preis, Glanz oder (mit unfern Weisen gesprochen) Ausdehnung in's Unendliche ('OL p'd:) dem Gerechten N^'O svtt V?M,N Np.