Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 16 (18.4.1866)
- Date
- 1866-04-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2447245-2447255--04121-2459558- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
VII. Jahrga 1« r Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthnm. Herau-gegeben von V». Lehmann in Mainz. Mainz, den 18. April 5626 (1866) Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 3 Thlr. pr. C. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig. halbjährig oder vierteljährig. Me Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Sours. Direkte Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franco einzusenden. Anhalt: Leitende Artikel: An die geseHcslrrum Rabbiner, drs In-und Auslandes. — Literarischer Bericht. — ZeilnngSnachrichtlN «nd Korrespondenzen: Deutschland: Mainz. — Preußen: Elberfeld. — Ocstcrr. Kaiserft.: Prefburg. Prag. — Italien: Florenz. — Frankreich: Paris- Paris. Paris. — Portugal. — Palästina. — Mexico: Vera-Cruz. — Fenilleton: Eine beabsichtigte Judenverfolgung in Rogusa im Jahre 5363 (1682). »Anhalt der Beilage: Leitender Artikel: Hetzereien gegen die Juden. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Mainz. Stuttgart. Heilbrönn. Tübingen. — Preußen: Berlin. — Oest. Kaiserft.: Wim. Weißkirchen. Aus Böhmen. — Italien: Ferrara. — Frankreich. — Türkei: Constantinopel. Constäntinopel. — Palästina: Jerusalem. — Afrika: S. Jago. — Feuilleton: Kern und Schale. Anhalt der wiffevschastlicherr Beilage: Die beiden letzten Abschnitte des Pentateuch rc. Leitende Artikel. An dir grsrtzrstrrurn Nadbinrn -rs Innnd Auslandes. Seit längerer Zeit besteht Wischen mir and dem hiesigen Gemeindevorstande eine Differenz, dadurch hervorgernfen, daß derselbe bei dem Baue einer neuen Synagoge Sitter bei der Frauensynagoge anzubringen gegen meinen energischsten Protest unterließ. Gegner nun Laben im „Ben Chanauja" den Rabb inen der In- und Auslandes höchst wahrscheinlich behufs Unterbreitung der Antworten an die hohe Behörde Fragen vorgelegt, so pracisirt, wie sie es mußten, um mit der größten Leichtigkeit Verneinungen zu erhalten, wie sie aber von mir niemals behauptet worden sind. Für mich und die Gesetzestreuen der Gemeinde entsteht jedoch die Pflicht, unsererseits die richtigen Fragen zu stellen, und so ersuche ich alle gesetzestreuen Rabbinen des In- und Auslandes, mir, und zwar bei der großen Dringlichkeit und der universellen Natur der Fragen, so schleunig als irgend Möglich, Gutachten (wie sie bereits von den ehrwürdigen Herren Rabbinen in Ujhely , Eisenstadt, Bosztho, Et. Peter, Ez. Egresseg in meinen Händen) über folgende Fragen zukommen zu lassen: 1) Ob die Einrichtung einer Scheidewand zwischen der Frauen- und der Männersynagoge der Art, daß die Frauen oder auch nur eventualiter das entblößte Haar derselben in der Männersynagoge nicht sichtbar, im Ritualcodex begründet oder nicht? 2) Ist es gestattet, in einer Synagoge, in welcher diese Einrichtung nicht getroffen, daS Gebet zu verrichten oder nicht? Bei der schon erwähnten höchsten Dringlichkeit der Antwort zu oben augedeutetem Zwecke, und bei dem großen deren sich meine ehrw. Gesinnungsgenoffen stets bewußt find, glaube ich recht bald eine große Anzahl von geehrten Antworten erwarten zu dürfen. In achtungsvollster Ergebenheit K. Singer, Rabbiner z» Losonz, Ungarn, Neograder Eomilat.