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Der Israelit · 1866-01-24 · Heft 4 (24.1.1866) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
7 (1866)
Issue
Heft 4 (24.1.1866)
Date
1866-01-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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VH. Jahrgang. 20 CentralOn Ein das Ehodoxe Judenthu»«. HerarrtgegeSim von Lehars«» in Mainz. Mainz, den 24. Januar 5626 (1866). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 3 Thlr. pr. C. oder st. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganWhrig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oestsrreichische Banknoten laut Cours. Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. Lsterreich. an die Expedition franco einzusenden. AnhaktH Leitende Artikel: Die jüdischen Speisegesetze und die Ergebnisse : der modernen Wissenschaft. — Die Juden zu Mainz im Mittelalter.— Zeitungsnachrichten Lud Korrespondenzen: Deutschland: Aus dem Badischen. Württemberg. Ulm. Vom württembergischen DoNaukreis. Bon der Tauber. Inhalt de »Beilage: Zeitungsnachrichten nnd Lorrespondenze»: Deutschland: Mainz. München. Schlüchtern. — Oester r. Kaiser st.: Eisenstadt. — Frankreich: Paris. — England: London. — Asien.— Feuilleton: Der Tanz zum Tode. Inhalt der Extra-Beilage: Spenden zur Linderung der Hungersnoth in Palästina. — Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Spenden für die Armen des heil. Landes.— Lei te « de Artikek die jüdischen Speisegesetze und die Crgrtztzisse -er msdernen Wissenschaft. O'oip 02>r,dU '.1 »2 Seit einigen Jahren vud üamenÜich m neuester Leit fttt der furchtbüren- Katastrophe in Kdersleven beschäftigt die neuentveSte, durch den Genuß von : - . 'ur.wnp »2 Denn ich bin der Ewige, My;< Gott; und ihr sollt euch heiligen und hDia sern, denn hälig bin rch. (St M. C. 11, Ä. Schweinefleisch verursachte Krankheitsform der Trichinen fast alle Gemüther; alle Zeitungen und ZeiHchriften sind damit angesüllt, und nichts ist natürlicherals daß man dabei an die Juden und deren Speisegesetze denkt. Seit senden wird der Jude ob der Meidung des G<aas,es dieser beliebten Speise verhöhnt und verlacht; von den Schriftstellern des Alterthums bis auf den modernen Uhland*) herab, mußten die Jvtz.x ob des Schweinefleisches viel Spott erdulden. „Jetzt kömmt," wie die Berliner Gerichtszeitung sich ausdrückt, „der jüdische LultuS allgemein zu Ehren." Ja, man spricht davon, welch' ein großer Physiologe Moses gewesen sein muß, daß er den Juden den Genuß des Schweinefleisches verboten habe; noch mehr, man will sogar wissen, daß Moses und die alte» egyptischen Ae»te die Trichinen^ krankheit bereits gekannt hätten. geschieht pannt offenbar unserm erhabenen Lehrer Moses zu viel Ehre; denn nicht er hat uns den Genuß des Schweinefleisches verboten; es ist auch ganz gleichgiltig, ob er die Schädlichkeit desselben gekannt habe oder nicht: .'2i H 1'^IN) ^'.1 Nt NVO. Derjenige aber, der da de« Himmel ausgespannt wie ein Gewand, der da die Erde kennt und ihre Tiefen, der Schöpfer, depr sein eigen Werk sicherlich picht verborgen, Er kannte auch jene kleinen Parasyjxn,, die mit dem Fleische des Schweines in dje Eingewäde des Menschm übergehen und dort so furchtbare Httheerünge» anrichten. Wer möchte jedoch behaupten, oaß der allweise Gott deßhalb und nur deßhatt» den Germß des SchweinefleischeS verboten, hübe? D<NS Verbot des *) »Das ist cm jüdisch ekler Aauch» i Der solche Kost verachtet!"

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