Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 7 (1866)
- Issue
- Heft 2 (10.1.1866)
- Date
- 1866-01-10
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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40 über zu spendende Gescheute ausgegeben wurden, und gewiß find wir zu der Annahme berechtigt, wenn wir noch in unserm heutigen Kanon solche vor finden. Und so glauben wir, daß die keine anderen find als die des Koresck und'Ariachschaschta. die wir Lsra VI, 3—12 und VH, 12—26 lesen. Das sind wahrhafte Briefe Tskgi indem in diesen nickt allein anbefohlen wird, die Tempelschötze, die Nebukadnezar aus Jerusalem nach Babylon abgefüyrt hatte, wieder herauszugkben, sondern auch geboten wird, zum Bau des Tempels in Jerusalem aus dem persischen Staatsschätze beizuficuern, und erlaubt wird, im persischen Reiche Gaben und Geschenke für den Zionstempel zu sammeln. Wenn wir also dieses sisthalten, so befinden sich in der Sammlung des Nehemia samwtliche prophetische Echristen (v'Mnm die Psalmen und ein Theil des spateren Buches Esra. Diese Bücher scheinen also zur Zeit des Nehemia bereits recensirt und zur Aust ahme in den Kanon geeignet befinden gewesen zu sein; bei der Ordnung des Kanon selbst aber, nach der Reccnsion sammtlicher Schriften, haben denn diese beiden Briefe, die ein besonderes heiliges Buch für sich allein nicht bilden konnten, an den paffenden Stellen im Buche Esra ihren Platz gefunden._ Ärcheslogifches. Für den „Israelit" übersetzt v. Hirsch Grünebaum. Die kaiserliche Bibliothek und die des Arsenal zu Paris enthalten mehrere ipaniscke, portugiesische und italieniscke Monnskripte, von jüdischen Autoren, die ich der Reihe nach hier aufzählen werde: ^) 1) „l'rs.taäo äs 1a vsräsä äs 1a 1s^ äs Ickvssb, proviäevsia äs Dios evn sre pveblo, pvr el exeellsvliLsiws ssvvr Labaw 8aul Doriers, äs pis. ^loriosa memoris." k. 47. „Abhandlung über die Wahrheit des Gesetzes Moses und die Vorsehung Gottes für sein Volk, von dem ausgezeichneten Herrn Hacham 8anl Qevv läoriera, glorreichen und frommen Andenkens." Das'Mannskript ist im länglichen Quadrate gehalten, stammt aus dem siebzehnten Jahrhundert, und ist in Cursivbuckstaben geschrieben. Es besteht aus 348 Blättern in 71 Kapitel zerfallend und ist noch sehr gut erhalten. Es ist dieses dasselbe Manuskript, von dem D. Jose Rodriguez de Castro in seiner Biblioteca rabbimca 1) Diese Notiz ist einem Buche, Ostsloxo rvLvvsäo äs los wsrwseritos esxsooles ste., por Lvxeruo Ocbou. (Paris 1844.) Geordneter Catalog der spanischen Handschriften, von Eugen Ochou, entnommen. 2) Die Officin des Herrn I. Gottsleben hat gegenwärtig keine spanischen Lettern vorrüthig, daher fehlen die spanischen Accente. Red. spricht. (B. 1. S. 573). Jedoch, entweder sind die Nummern der Kapitel unseres Manuskriptes ungenau, oder muß das Exemplar, das H. Castro vor sich hatte, unvollständig gewesin sein. Im 67. Kapitel wird die Lehre Johann Calvins widerlegt; im 68. und 69 Kapitel ist diese Abhandlung fortgesetzt. Im 70 wird dargethan, wie das Gesetz Gottes ein Gesetz der Liebe und Barmherzigkeit sei, und im 71 Kapitel wird durch Argumente dieses Gesetzes bewiesen, daß dasselbe aus den Principien der größten Gnade und Barmherzigkeit, die man sich nur denken kann, zusammengesetzt und von ihnen durchdrungen sei, sov gus retüts la äoclriva äs los Hus, por ir-lroäuoir vtrs, 1s. llaivsn rißvrosa, was die Lehre derjenigen bestreitet, welche, um Anderes einzusühren, es grausam nennen. Ein anderes Exemplar dieses Manuskriptes befindet sich in der Bibliothek des Arsenals, in 2 Quadratbänden, die ebenfalls sehr gut erhalten sind. Der erste Band enthält 276 Seiten, und der zweite (dessen Eeiteniolge sich dem ersten anschlicßt) erreicht die Zahl 495. Die Kapitel sind auck hier 71 an der Zahl. 2) Oorvsvlarios solrrs el ^slivvä, Kommentar über den Talmud, in tolio aus dem sechzehnten Jahrhundert 267 Blätter. (?. 573.) Der Titel dieses Manuskriptes ist: Talmudica. Der größte Theil ist italienisch geschrieben; dasselbe enthält auch einige Erklärungen im catalonischen Idiome; es ist jedoch unvollständig. Man findet auch in demselben einige gezeichnete Figuren zur Erläuterung des Textes. Auf derselben Seite ist noch ein anderes Manuskript, das einen ähnlichen Titel hat, verzeichnet, bestehend, ans 266 Blättern Quadrat, aus demselben Jahrgange, beinahe ganz in italienischer Sprache verfaßt 3). 3) (Unter der Rubrik ksxelss varios — Verschiedene Papiere —) (Xxis. äs ls. prsKvastiea yuv los Rs^ss ostolieos Ovv k'srvaväo Doos äkslrel.bisLisrvu sv Orsnsäs. a 30 äs Nsrsio äs 1492, svvs kvlus sebsr los äuätos äs la Oorova äs Osstilla sie. Abschrift des von den katholischen Regenten Ferdinand und Jsabella erlassenen Befehls vom 30 März 1492 über die Vertreibung der Juden der Krone Kastilien. Auch die übrigen Documente, die in den folgenden Seiten bis zu?. 593 erwähnt sind, dürften bemerkenswert!» sein. _ (Schluß folgt.) 3) Die beiden Manuscripte der S. 573 behandeln sowohl dm '^22 MMN als auch den Talmudische Stellen in rabbinischen Lettern sind eingeschoben. Meines Erachtens nach behandeln sie weniger Partim aus dem sondern suchen unklare und dunkle Stellen aus der auseinander zu setzen. Merkwürdig ist, daß die rabbinische Schrift in dem letzteren Manuscripte gerade diejenige ist, die von den polnischen und dmischm Judm und nicht von dm portugiesischen angewmdet wird. Dampf.» Schnellprefsendruck von Verantwortliche Redaction: vr. Lehmann. -- Verlag der Le Roux'schen Hofbuchhandlung. Z. SottSleöen in Mai»-.