Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 51 (20.12.1865)
- Date
- 1865-12-20
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2447193-2447243--03930-2459357- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
769 zu lassen. Ja, Friede und Eintracht soll in dem Gebete und den Halten, die dem allmächtigen Gotte gewidmet sind, herrschen. Ohne Vorurtheil und ohne zu fürchten, Jemanden zu nahe zu treten, darf ich behaupten, daß unsere Synagvgenvrdnung sich einer jeden in Europa und Amerika zur Seite stellen kann. Dieses sind nicht allein unsere eigenen Urtheile darüber, sondern es haben sich Glaubensgenossen von allen Welttheilen in gleichem Sinne darüber ausgesprochen. Ordnung, Feierlichkeit und Anhand herrschen während des Gottesdienstes, und werden auch stets so aufrecht erhalten bleiben. Ein Jeder unserer Brüder, der in unser Gotteshaus eingetreten ist oder noch eintreten wird, muß mit mir darin übereinstimmen. Wenn nun der besagte Cvrrespvndent geneigt ist, da Ordnung und Anstand herzustellen, wo solche schon vorhanden sind, so weiß ich nicht, was solches zu bedeuten haben soll. Wir wollen diese höchst erfreulichen Zustände auch ferner so fortbrstehen lasten; wir wollen nicht das aufgeben, was unS so sehr anspricht; wir ziehen das Wesentliche dem Schattenbilde vor; was wir jedoch nicht wollen, ist, den Halbjuden zu erlauben, unseren Gottesdienst nach Belieben, d. h. nach dem Muster, das sie Reform nennen, zuzuschnitzeln und das Oberste nach Unten zu kehren, wodurch die Gemeinde nur zersplittert und in der Unternehmung irgend eines guten Werkes geschwächt wird; denn das würde der Zwietracht und dem Unfrieden Vorschub zu leisten geeignet sein. Dieses sind die Gefühle, die mich und den größten Tbeil der Gemeinde bewogen haben, die Petition um Reform nicht zu unterzeichnen. Während unser Gottesdienst immer fort so bleiben wird , wie er jetzt ist, werde ich nicht aufhören zu sein ein Orthodox. L!>' « H I « « I«. Agenten - Gesuch. Vsn einer renommirten Lebensversicherungsgesellschaft wird unter seHr vortheilhaften Bedingungen ein thätiqer Agent für Mainz qesucht ^«r*. H 44S an das Aunoneeu- Bureau von G. L. Daube Sf Comp. Frankfurt. Msyk tür gemülhsir«Z geisteskranke Israekite«. In meiner seit ihrem mehrjährigen Bestehen mit günstigen Erfolgen gesegneten Anstalt finden sowohl solche Kranke Aufnahme, bei denen der Heilzweck besonderim Auge zu behalten ist, als auch derartige Patienten, für welche ein freundliches Asyl für tangere Zeit angemessen erscheint. Billige Pensionen, Kost und sonstige Einrichtung principieü nach jüdischem Ritus. Auf gefällige Anfragen bin ich bereit, nähere Auskunft zu ertheilen. Bayreuth (Bayern), den 8. December 1665. Do. Dirigent der Anstalt. düng von fl. 230 baar, je nach Befähigung, bezahlt, nebst freier Bewohnung eines schönen Gemeindehauses und Benutzung eines Gartens und etwas Feld, auch etwa an fl. 100 und darüber an Nebengefällen. Streng-religiöse, befähigte Bewerber wollen sich an den Unterzeichneten Vorsteher wenden. Alsbach bei BenSheim an der Bergstraße. Für den Vorstand: der erste Vorsteher L. Mr die vaterlosen Walsen der Hrn. Laussrnann in Frankfurt a. M. sind ferner emgegangen: Von 2 Ungenannten durch Herrn I. Sichel in Treuchtlingen 1 Thaler. <^ie Stelle eines Vorsängers, Religionölehrers, Schächters und Friedhofsaufsehers ,2"i"o ,sni bei hiesiger israelitischer Gemeinde wird bis zum 1. Mai nächsten Jahres erledigt. Für diese Stelle wird eine jährliche fixe Besol-