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Der Israelit · 1865-12-20 · Heft 51 (20.12.1865) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 51 (20.12.1865)
Date
1865-12-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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6. Jahrgang. AI Centra Israelit. Ein für das orthodoxe Jndenthnrn. I»r Lehman» in Mainz. M-tn», Ken 20. D-cemker SS2S (<86S). Die Zeitung erscheint wöchmtttch einmal, Mittwochs, in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 3 Thlr. pr. T. oder fl. 5. 15 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen «m. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 4 Thlr. pr. C. oder 6 fl. Österreich, an die Expedition franko einzusenden. Da mit Le« 1. Januar ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir «nS» die geehrte« «bounrnle« daraus aufmerksam zumachrn, daß ch bei der Post das «bouuement frühzeitig ernenert werden muH, damit die Versendung t tu terbrechnng erleide. A«h alt: Leitende Artikel: Die Juden in Daghestan. — Der israel. Lehrerstand. — Die Juden zu Mainz im Mittelalter. — Zeitungsnachrichten und Torrespondenze«: Deutschland. Sruilleton: Hvw -M. Anhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Eorrcs-ondenzeu. Oesterr. Kaiser st.: EsongrLd. — Frankreich: Paris. Straßburg. — Rußland. — Amerika. — Afrika: Tunis. — Westindien: St. Thomas. — Anhalt der Extra-Beilage: Armen des hl. L^— Für Tl> CH. im hl.^L. — Le1te«der Artikel. Die Juden in Daghestan. Mainz, den 13. December. Wir haben bereits in früheren Jahrgängen dieser Zeitschrift nnsern geehrten Lesern Mittheilungen gemacht über die jüdischen Bewohner von Daghestan, einer Landschaft in Asien am Ufer des taspischen Meeres; daselbst wohnen circa 10,000 jüdische Familien, die von den, von Salmanasser vertriebenen 10 Stämmen des Reiches Israel abstammen und um das Jahr 720 vor der gewöhnlichen Zeitrechnung, also vor 2565 Jahren, dort eingewandert sein sollen. Die Nachrichten hierüber erhielten wir von Herrn Joseph Tscharni auS Minsk, welcher sich drei Jahre in Daghestan aufgehalten und die in vielen Hinsichten merkwürdigen Sitten und Gebräuche unserer dortigen Brüder erforscht hat. An der Spitze der Gemeinden stehen Rabbinen aus der Familie des Rabbi Elijah Misrachi die vor sieben Geschlechtern von jetzt an aus Babel dort einwanderte. Heute nun hatten wir das Vergnügen, Herrn Tscharni bei unS zu sehen; derselbe ist in Paris gewesen, um dort von der „^.IlinneS Isr. uuivsrs." die Mittel zu einer wissenschaftlichen Erforschung jener uns noch ziemlich unbekannten Länder und deren jüdischer Bevölkerung zu erlangen. Diesen Zweck hat Herr Tscharni erreicht, und es sind ihm Zur Beantwortung eine Reihe von Fragen, die der berühmte Professor Munk in Paris zusammengestellt hat, mitgegeben worden; wir theilen dieselben in deutscher Uebertragung hier mit : 1) Wer find die Juden in Daghestan? Wann und woher sind sie eingewandert? 2) Stehen sie vielleicht mit dem ehemaligen Chazarenreiche in Zusammenhang? Sind sie Rabbaniten oder Karäer? 3) Wie verhält es sich mit der Angabe der im Jahre 1862 von der Akademie der Wissenschaften zu LifiiS herausgegebenen Chronik (S. 197), daß um

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