Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 43 (25.10.1865)
- Date
- 1865-10-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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6. Jahrgang. LS Der Israelit. Central Or Ein das orthodoxe Jndenthnm. Herausgegebm von ^^ÄehwNNN in Mainz. Mainz, den 25. October 5626 (1865). Die Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens lü» Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. pr. C. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Die Juden zu Mainz im Mittelalter. — Die jüdische Volksschule in Ungarn. — KeiiungSnachrichter» und Korrespondenzen: Deutschland: München. — Preußen: Berlin. — Oesterr. Kaiserst.: Prag. Klausenburg. — Frankreich. — Inhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland. Nastätten. — Preußen: Treis. — Oesterr. Kaiserst.: Miekclcz. — Afrika: Tunis. — Feuilleton: Die rumänischen Israeliten. — Inhalt der Extra-Beilage: Spenden znr Linderung der Hungrrsnotb in Palästina. — Bau jüdischer Armen-und Pilgerwohnungen in Jerusalem. —Spenden für die Armen des hl. Landes. — Für den verarmten T. t>b. in Goltsch-Jennikau. — Für die vaterlosen Waisen bei Hrn. Kaufmann in Frankfurt a. M. — Leitende Artikel. Die Juden zu Main? im Mittelalter. (Fortsetzung.*) VIII. Die Lehranstalten zu Mainz in: 10. und 11. Jahrhundert. Die Lehranstalten waren in Mainz im 10. und Li. Jahrhnndert sehr bedeutend. Man zählte dort mehrere Elementarschulen, wo die Jugend in der Bibel fleißig unterrichtet wurde. Die Armen erhielten Siche Nr. L9, S. 563: statt „aus Maus" lies „aus Maus", einer Stadt in Frankreich. den Unterricht nicht nur unentgeltlich, sondern die Gemeinde-Bibliothek versah sie auch mit den nöthigen Lehrbüchern, als die sünf Bücher Mosis, -wbb die Psalmen und r^vL,-> die Haftaroth für den Knaben - Unterricht. Höhere Schulen gab es verschiedene, als: die Schulen der wpvip oder solche, die sich mit der mündlichen Lehre der Mischna und des Talmud beschäftigen. An ihrer Sp tze stand die Jeschiba, Hochschule, geleitet vom Rabbiner, dessen Jünger, 2^.-1 von der Gemeindekasse unterhalten wurden. An ihrer Seite standen die Lehranstalten der ^,2 oder solche, die sich mit der Thora bemühten; für diese wurde viel gespendet. Der Name dieser Lehrer, Amele Thorah, ist sehr alt; die Midraschim ermahnen ibnschon, z. B. Midrasch Psalmen, 22. Ps., p. 21, e.: (1, j „Preiset den Ewigen, ihr, seine Verehrer', das sind , die, welche sich mit der Thora, Gotteslehre, bemühen". Und im Midrasch der Sprüche 0. 9, x. 68 d: j .12m , „Wohl euch, die ihr euch um die Thora, Lehre Gottes, bemühet!" Ob die und die 'rr?. besonderen Lehranstalten vor standen, ist nicht bekannt. Eben so wissen wir nicht, in welcher dieser Schulen die WV222, Midraschim, oder Auslegungen der Schrift studirt wurden, die mehr als die Mischna und der Talmud in Mainz zu jener Zeit verbreitet waren. Denn die Gemeinde-Bibliothek, die weder ein Exemplar der Mischna noch des Talmuds besaß, zählte in ihrer Sammlung mehrere Midraschim - Codices. Die Rabbiner Kal 0npmos, Sohn des obengenannten N. Jehuda, Stammvater des R. Elasar ans Worms, und R.