Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 40-41 (4.10.1865)
- Date
- 1865-10-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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6. Jahrgang. L« LI D-r Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von Vr Lehmann in Mainz. Mainz, den 4. October 5626 (1 865). Die Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 11/2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. pr. C. oder st. 3. 3V kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlung«: und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. pr. C. oder 6 fl. Österreich, an die Expedition franko einzusenden. Wir geben heute eine Doppelnummer, da in nächster Woche wegen des h. Laubhüttenfestes kein Blatt erscheint. Die nächste Nummer wird Mittwoch, den 18. October, anSgegeben. Inhalt: Leiteude Artikel: Der Monat Tischri und seine hohen Feste. — Original-Briefe von S. — ZeituugSvachrichtrn und Korrespondenzen: Deutschland: L. Aus Baden. — Oester r. Kaiser st.: Ungarn. Pesth. Eisenstadt. Gr. - Meseritsch. Temesvar. — Italien: Ferara. — Frankreich: Paris. — England: London. — Amerika. Kenilleton: Gedenket, der Lehre Mosts! Inhalt der ersten Beilage: LeitnugSuachrichteu uud Korrespondenzen: Oesterr. Kaiserst.: Aus Ungarn. Aus dem Hegyalja. S. a. Ujhrly. S. a. Ujhely. — Italien: Livorno. — England:Eouthampton. — Frankreich: Paris. — Arutlletou: Das Laubhüttknfest als das wiedergcfundene Paradies. — Vertrau' auf Gott und thu' das Gute. Inhalt der zweiten Beilage . Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Rußland — Kleinasien: Smyrna. Inhalt der dritten Beilage: Spenden zur Linderung der Hungersnoth in Palästina. — Bau südtscter Armen- und Pilgrrwohnungen in Jerusalem. — Spenden für die Armen des h^. Landes. — Leitende Artikel. Der Monat Tischri und seine hohen Feste. Von Lehrer OttenLosvr zu Büdingen. (Schluß.) , d. NZVwd V21 NP2V7 P2I1 sN. Im Midrasch heißt es: ES lag im Willen Gottes, jedem Monat einen Feiertag zu verleihen. So haben p'v ihre Feiertage. Davon ausgenommen wurden ,28 wegen der Sünde des goldnen Kalbes. Einen Ersatz dafür liefert ihnen der Tischri, durch die drei Feiertage rn2O ,2",-,' Wie? der Tischri sollte seinen vorlaufenden Brüdern Entgelt bieten, für sich selbst aber leer ausgehen? Da wurde ihm selbst der zuerkannt. Wir haben zurückgelegt das Vorfest, haben uns verabschiedet von der bedeutungsvollen N21O mit dem Wunsche würdig befunden zu werden, einstens Einsttz in der :i2l!2 des Leviatan zu erhalten. Der gibt uns dem Hause zurück, hält uns aber, um auch seinen Antheil geltend zu machen, in der Feier befangen, gleichsam wie ein gefeierter Fürst seine versammelten Freunde noch um einen Tag zurückhält, auf daß der Trennungsschmerz sich lindere, der Abschied erleichtert werde. Wer erkennt darin nicht die göttlich-väterliche Zuneigung zu dem kindlichliebenden Israel! Am Tischri-Anfang betreten wir, Israels Kinder, geängstigt vom Bewußtsein unsers Fehls, die heiligen Hallen, bittend für unser und der Unsrigen Leben. Nach zehntägiger Buße und Sittenreinigung erflehen wir die göttliche Verzeihung, glauben uns im Besitze derselben durch das aufrichtigste Versprechen der Umkehr. DeS Monats Mitte sendet uns in die Räume der .-!2iO, darin erhabene Rückerinnerung an vor Jahrtausenden empfangene Wohlthaten zu pflegen. — Von hier aus plötzlich in das Alltagsleben einzumünden, so haarscharf abzuschneiden und der forttönenden Tischrifeier den Rücken zu kehren, das wäre unwürdig dem Tischrileben. — Noch ein kleiner Rückhalt als Ueber-