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Der Israelit · 1865-08-30 · Heft 35 (30.8.1865) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 35 (30.8.1865)
Date
1865-08-30
Page
– (sequence 10)
Language
German
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490 A f r i k a. Tunis. Ein Correspondeilt des „lloivors wraolüe," für dessen Wahrhaftigkeit die Nedactron dieser geschätzten Zeitschrift einsteht, berichtet folgende haarsträubende Katastrophe, von der wir nur ernen Auszug wiedergeben. Sechs Monate find es jetzt, daß zu Berid ein Diebstahl bedangen wurde, der den dortigen Kaid, Ibrahim el Niali, betraf. Der Verdacht frei, auf einen Neger von seiner Dienerschaft, dessen Frau aber in dem Hause eines Juden, Namens Mouchi Mamonui Brahmi, diente. Als der Neger selbst auf die Bastoanade nochJmmer sein Vergehen leugnete, ergriff der schreckliche Kaid ein eigenes Mittel, um der Gerechtigkeit ihrtn Lauf zu lassen. Er wußte die ganze Familie des Juden in sein Haus zu locken, und sie dann bei verschlossenen Thüren der Mitschuld anzuklagen. Vergebens betheuerten die Armen ihre Un»chuld. Der 65 Jahre alte Mouchi erhielt 500 Stockschlage. Sein ganzer Körper ist zerfleischt und nichts als eine große Wunde an der andern. Nach dieser Execution wollte der Tyrann mit dem Bruder des Mouchi ebenso verfahren, als die Negerin, die Frau des Schuldigen, durch die Seufzer und das Stöhnen des unglücklichen Opfers von Mitleid bewegt, bekannte, daß die ganze Familie unschuldig sei; sie verrietst alsbald das Versteck, wo man das gestohlene Gut auch vorfand. Nun sollte man glauben, daß der Kaid, beschämt über seine ungerechte Grausamkeit, alles Mögliche aufgeboten hätte, um an der Familie sein begangenes Unrecht wieder aut zu machen. Mit Nichten l Er verbot vielmehr der ganzen Familie, das Haus zu verlassen, bis Mouchi wieder geheilt sei. Durch Drohungen zwang er die ganze Familie einen Schuldschein von 2000 Piastern zu unterschreiben, den er für den Fall einer von ihnen, das Vorgefallene verrathen würde, einsordern werde. Zwei Tage später kamen die Helfershelfer, um ihren Lohn n rtürlich von dem armen Mouchi zu fordern. .Der Bruder des Gemarterten bat deshalb um die Erlaubnitz, sich wenigstens das Geld in der Stadt leihen zu dürfen, was ihnr gcst,.Li t 'wurde. Er kam zu mir und erzählte mir das Vorgesallene. Die Details waren so grausenerregend, daß ich sie kaum glauben konnte. Der Berichterstatter fährt dann fort zu erzählen, wie er mit seinem Freunde, den Weg in das Haus des Kaid fand, undflich hier überzeugte, baß Alles nur allzu wahr sei. Alsbald rief er einen Arzt der erklärte, daß der Dulder in großer Gefahr schwebe. Dis Sache wurde dem französiichen Generalconsul, Herrn v. Bellecou.L, und dem spanischen Generalconsul, Herrn v. Nooarra, nütgethsiit. Diese erliksteu später von dem Premier-Minister, Chasnadar, das Versprechen, daß Gerechtigkeit gehandhabt werden sollte. Der arme Mouchi wurde darauf vom Kaid auf's Pferd geschnallt und fortgeschafft. Wohin? weiß man nicht Seit dem 12. Juni hat man nicht gehört, daß seitens der Regierung etwas für die Sache geschehen sei. Main;, den 27. August. Wir sind bereits wiederum so glücklich, am heutigen Tage T1T-T fl. IT kr. als Ergebnis, der Ertrasammlung nach Amsterdam zur Uebermittelung nach Palästina zu übersenden; zugleich haben wir noch KOOO fl. soeben unserm Banquier übergeben, um dafür Wechsel aus Amsterdam einzutauschen, die wir sofort nach Erhalt dorthin verschicken werden. Wir haben demnach unter göttlichem Beistände das Glück gehabt, in einem Zeitraum von circa acht Tagen mehr als LEVEBTV4V Grrlderr, sage zehntausend Gulden nach dem heiligen Lande zu versenden Gewiß, ein höchst befriedigendes, ja glänzendes Resultat*). Gott segne die edlen Geber und schreibe sie ein in das Buch des Lebens und des Glücks! — *) Auch iu Würz bürg sind bereits in.'hr als 20t)Ü fl. eingegangen. Mt überall! Gott in der Höh'! Strahlende Welten, die über mir ziehen, Leuchtende Sterne, die nimmer verglühen, Alles verkündet, was droben ich seh': Gott in der Höh'l i L 1 e t o n. . .'2'212Y2 2'71^ 2'2L>. 11X 'y'^1-! 2'2L^ 2'X°1 '2212 l : 2'Y121 O'21^ 71NN i)2 j!2'Y12Y2 O'tz'ly

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