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Der Israelit · 1865-08-23 · Heft 34 (23.8.1865) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 34 (23.8.1865)
Date
1865-08-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
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6. Jahrgang Der Asraelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgaben von!»>'. Lehmann in Main;. Mainz, den 23. August 5 625 (1.865). Die Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. pr. E. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen a«. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oefterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung muer Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. pr. C. oder 6 fl. Österreich, an die Expedition franko einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Dad Buch Kusari. — Original-Briefe von S. — Zeitungsnachrichten und Carrespouveuzen: Deutschland: Aus Württemberg. Stuttgart Hoienbucb. Aus Baden. Aus Nassau. — Preußen: Halberftadt. — Oesterr. Kaiserst.: Wien. S. a. Ujhelv. L. a.Ujbely. Kolomea. —Frankreich: Paris. — Griechenland: Corsu. — Kleinasren:Smyrna. Amerika: New-Dork. — Inhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondcnzcn: Deutcklanv: Mainz. — Rußland. — Feuilleton: Aus dem handschriftlichen Tagebuch einer Fr.ni. Inhalt der Extra-Beilage. Ergebniß der in Mainz veranstalteten Sammlung zur Steuer der Hungersnoth im heiligen Lande. — Von auswärtigen Gemeinden. — Leitende Artikel. Das Luch Allsari. (Fortsetzung aus Nr. 26.) Der vom Könige herbeigerufene muhamedanische Weise erklärte ihm, daß die Anhänger Muhameds an die Einheit und Unkörperlichkeit Gottes, an die Schöpfung und an die Abstammung des Menschengeschlechts von einem Paare glauben, und daß die Göttlichkeit des Korans in diesem selbst den besten Beweis besitze, da kein Mensch im Stande sei, ein solches Buch oder nur einen Abschnitt daraus zu verfassen; Muhamed sei der Letzte der Propheten; er habe die Religionen seiner *) Die Fortsetzungen wurden bisher durch Unwohlsein des Redacteuvs unterbrochen. , Vorgänger aufgehoben und die ganze Menschheit zum Muhamedismus berufen; der Gläubige erhalte seinen Lohn im P radiese, wo vollauf Speise, Trank und alle sinnlichen Genüsse seiner harreten, während der Ungläubige zu ewigec Höllenqual verdammt sei. Hierauf entgegnete der König, daß die von dem Weisen behauptete Göttlichkeit des Korans durchaus nicht erwiesen wäre; nur durch Wunder, die vor großen Menschenmengen in unzweifelhafter und unverdächtiger Weise ausgeführt worden, könne die Richtigkeit einer göttlichen Offenbarung conftatirt werden. Da sich nun der Muhamedaner auf die Wunder bezieht, welche Gott den Israeliten erwiesen, aus den Auszug aus Egypten, die Spaltung des Schilfmeeres, die Speisung durch das Manna in der Wüste, die Offenbarung auf dem Berge Sinai rc, so sieht der König ein, daß er sich an einen Israeliten wenden muffe, da die jüdische Lehre die Grundlage einer jeden positiven Religion sei. Der herbeigerufene jüdische Gelehrte (Chaber) sucht nun vor Allem die historische Grundlage des Judenthums zu begründen; er sagt: „Wir glauben an den Gott Abraham's, Jizchak's und Jakob's, der die Israeliten mit Zeichen und Wundern aus Egypten geführt, sie in der Wüste gespeist und ihnen das Land Kanaan zum Besitze gegeben, nachdem er sie in wunderbarer Weise durch das Meer und den Jarden geführt hatte, der ihnen den Moses mit Seiner Lehre und nach ihm viele Tausende von Propheten gesandt hat, die zur Beobachtung der Lehre ermunterten, Lohn verheißend denen, die sie beobachten, und Strafe den Widerspenstigen. „Wir glauben an Alles, was in der Thora geschrieben stcht, uno das ist sehr weitläufig."

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