Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 31 (2.8.1865)
- Date
- 1865-08-02
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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437 Den Schlüssel zum Gewölbe Erhascht sie in der Nacht, Und wählt sich einen Schlosser, Der ihr den zweiten macht. Und als der Mann nun wieder Sich im Gewölb' befand, Da nimmt auch ihren Schlüssel Die amte Frau zur Hand. Sie geht mit raschen Schritten Bis zum Gewölbe hin, Dort steht sie eine Weile Mit ahnungsvollem Sinn. Sie horcht, es ist so stille, Es dringt kein Laut zu ihr, Da nimmt sie ihren Schlüssel Und öffnet leis' die Thür'. Sie blickt hinein, o Himmel! Sie bebt an Seel' und Leib, Ihr Mann ruht ans dem Sopha, Zur Seit' ein fremdes Weib! Sie sieht das goldne Becken, Darin das goldne Haar, Und rings die Kostbarkeiten, So reich und wunderbar! Sie wirft nach ihrem Manne Noch einen flücht'gen Blick, Und zieht sich unv erwecket Mit leisem Schritt zurück. Und leis', wie sie geöffnet, So schließt sie wieder zu, Will ringen erst nach Fassung, Nach äuß'rer Seclenruh'. Als kaum jedoch die Thüre Geschloffen wieder war, Erhebt das Geisterweib sich, Es fliegt das Lockenhaar. Und wilden Grimmes weckt sie Den Mann aus seinem Schlaf: „Auf, auf! Du Ungetreuer! Empfang' den Tod zur Straf' (Schluß folgt.) V IV L L Aufruf zur Unterstützung. zenu znii p'-nr Eine ehrbare und würdige Familie ist durch die langwierige Krankheit und durch den erfolgten Tod ihres Vaters und Ernährers in eine höchst traurige Lage versetzt, in der sie ihre einzige Hoffnung nächst Gstt auf die Mildthätigkeit ihrer Glaubensgenossen setzt. Es gilt, ihr das verschuldete Häuschen zu erhalten, und einen kleinen Fonds zu beschaffen, um das Geschäft, welches sie bisher ernährte, fortführen zu können. Groß ist die augenblickliche Noth; aber der menschenfreundliche Sinn, der schon so vielen Wi.ttwen und Waisen in Israel geholfen, wird durch milde Gaben auch jenen Unglücklichen Trost gewähren, und mögen alle die milden Herzen dafür einen um so größeren Lohn empfinden, als sie, den Empfängern unbekannt, das Werk der Liebe geübt, und ihnen jeden beschämenden Dank erspart hat. Herr Buchhändler I. Kauffmann in Frankfurt wird milde Gaben gern befördern. Die Nedaction bescheinigt auf Verlangen, daß ihr die in Rede stehende Famile als der Unterstützung ebenso würdig wie bedürftig von völlig glaubwürdiger Seite empfohlen worden ist. I v L IV. ie Stelle eines Neligionslehrers, Vorsängers und Schächters bei der hiesigen israel. Neligionsgemeinde, mit welcher außer freier Wohnung und circa 1.80 st- Aecidenzien ein fixer Gehalt von si. 250 jährlich verbunden, ist erledigt Concurrenzfähige Bewerber wollen sich unter Vorlegung ihrer Legitimationspapiere und sonstiger Zeugnisse bei Unterzeichnetem Vorstands melden. Wir reflsctiren hauptsächlich auf einen unverheiratheten Lehrer. Hwingenberq, im Juli 1865. _MoseS Nerrdheim. Frankfurt a. M., 1. Juli 1-65. Hiermit die ergebene Anzeige, daß unsere seit 1860 in Frankfurt a. M. unter der Firma Otto Mviken bestehende „Expedition für Zeitungs-Annoncen" für die Folge unter der Firma in unveränderter Weise fortgesetzt wird. Für das der bisherigen Firma in so reichem Maaße geschenkte Vertrauen verbindlichst dankend, bitten wir, uns dasselbe auch für die Folge erhalten zu wollen. .. F. Haasenfkein. A Boiler. O Molieir. In Firma: Haajensteln L Vogler. Frankfurt a. M-, Hamburg und Wien.