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Der Israelit · 1865-08-02 · Heft 31 (2.8.1865) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 31 (2.8.1865)
Date
1865-08-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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«. Jahrgang. Der Israelit. Ein Central-Orga» für das orthodoxe Judenthum Herausge?cn von »I». Lehmann in Mainz. Mainz, den 2. August 5625 (1865). Die Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens ll/2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. pr. C. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate I Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Österreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. pr. C. oder 6 fl. Österreich, an die Expedition franko einzusenden. Anhalt: Leitende Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Correspondenzeit: Deutschland: Frankfurt a. M. Aus Kmhesfcn. Aus Kurhessen. Hilvburghausen. — Oesterr. Kaiserst.: Sohrciu p. S. Stuhlweißenburg. Verona. — Ostindien. — Frankreich: Paris. Feuilleton.' Zur jüdischen Nomenklatur. — . Inhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Preußen. Berlin. Feuilleton: Die Königin von Saba. — Leitende Artikel. Literarischer Gericht. ',12 „Worte der Trauer, gesprochen am Sarge seiner geliebten, unvergeßlichen Mutter, von EManuel Basch, Bezirksrabbiner zu Apostag. Wie der Verfasser, einer der strebsamsten und begabtesten unter den jüngeren Rabbinm Ungarns, in seiner dem Merkchen vorausgeschickten kurzen Vorbemerkung sagt, war es „der Wunsch, den Manen sei- § ner unvergeßlichen Mutter einen schwachen Tribut kindlicher Dankbarkeit zu zollen, sowie den flüchtigen Moment ihres Scheidens aus diesem Leben sestzuhalten und dem Gedächtnisse einzuprägen", was ihm zur Veröffentlichung dieser Trauerrede Anlaß gegeben.! Er hielt es daher auch für angemessen, „so gut als thunlich, die Gedanken, Empfindungen und Worte in der Reihenfolge und Form mitzulheilen, wie sie sich während der traurigen Gelegenheit seiner beklommenen Brust entwanden." So gerecht auch der Schmerz eines Kindes über den Verlust seiner geliebten Mutter ist, und so wenig auch die Worte, in denen sich das Weh, welches dasselbe in einem solchen betrübenden Momente empfindet, etwa Luft zu machen pflegt, einer Kritik unterzogen werden können, so hat es mit einer solchen Ncde, sobald sie im Drucke erschienen , dennoch eine ganz andere Brwandtniß. Bei dieser jedoch können wir kühn behaupten, daß sich dieselbe den bessern Produkten gleicher Art in jeglicher Beziehung auf das Würdigste anschließt. Die Sprache ist durchwegs kräftig, nicht ohne poetische Färbung und an den meisten Stellen tief ergreifend, sowie auch die Diction eine hübsche, schwungvolle und die rhetorische Einlheilung dieser Rede eine kunstgerechte genannt zu werden verdient. Die große Belesenheit des Verfassers im Talmud und in den verschiedensten Midraschim kam ihm auch hier vortrefflich zu Statten, und derselbe bekundet zugleich nicht nur einen sehr richtigen Takt in der Auswahl des Stoffes, sondern auch Meisterschaft in der exegetischen Behandlung desselben. N—n F—r. _ ' ONiV von N. Mosche Knobel, S.^a. UAely, Selbstverlag des Verfassers. — Preis.2 "fl. ö. W. —

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