Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 30 (26.7.1865)
- Date
- 1865-07-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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6. Jahrgang. 3« DU Israelit für das orthodoxe Judenthum Herausgegeocn von Vr. Lehmann in Mainz. Centrt Mainz, den 26. Juli 5625 (1 865) _ _ _ *7—^ Die Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 1>/2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. vr. fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko cinzusenden. Inh alt: teilende Artikel: Die drei Wollen. — Statuten des in der isr. Gemeinde zu Kassel bestehenden Kranken - Pflege-Vereine. Frankfurter Briese. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Leipzig. Leipzig. — Preußen: Berlin. Köln. Königsberc..— Oesterr. Kaiserst.: Wien. Wie». Aus Olsnih. — Italien: Florenz. — Donausürstentb.: Bukarest. — Eng land: London. Lrndon. — Nußl. u. Polen: Petersburg. Warschau. — Amerika: St. Leuis. Washington. Baltunorc. Anhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Hamburg. Stuttgart. — Frankreich: Paris. — Feuilleton: Die Königin von Saba. — Leitende Artikel. Ate drei Wochen. Von Lehrer 011en8«8er in Büdingen. (Schluß.) III. Dort in Judäa, aus drei Hügeln — deren höchster Zion mit der oberen Stadt; vor diesem nördlich und östlich im Halbkreis ein zweiter Hügel, Atra mit der unteren Stadt; Zion gegenüber im Osten der Hügel Moria — stand Jerusalem, Hierosolyma, (türkisch) Soliman, (gewöhnlich) Kudschi Scherif, (arabisch) El Kods genannt. Hier auf Moria stand der Tempel N'2, im 4kv. Jahre nach dem Auszüge aus Aegypten von Salomo erbaut, von ihm eingeweiht. Hintretend vor den Altar betete er: „Wenn sündigt? Dein Volk, und Du gibst es in die Hand des Feini des, es wendet sich aber zu Dir vom Lande der Ge- I fangenschaft, bekennend: „„Wir haben gesündigt, ver- > brachen und gefrevelt,"" und es kehrt zurück mitganzem Herzen, mit ganzer Seele, io willfahre gnädig seinem Gebete und seinem Flehen!"?c. — Dreimal des Jahres sollst du. gläubiger Israelit, wallfahren, nach Jerusalem zum heiligen Tempel, dich dort! freuen vor Gott. Warum unterlassest du das weittragende Gebot? Du hast kein Jerusalem, keinen Tempel mehr. —! Und gehst du hinaus in dein Feld,in deinen Weinberg, und j siehst erstreike Frucht, „thue sie in einen Korb und i trage sie hinauf an den Ort, welchen der Allherr er-! wählen wird". Du hast jedes Jahr erstreife Frucht, warum weigerst du sie dem Opfer? Die Frucht ist > nicht auf deinem ureignen Boden gereift, der Ort, den der Allherr erwählt hatte, ist von Seinem Zorne wieder hinweggefegt worden. — Ist dir Gnade wiederfahren, und du willst ein Dankopfer, Haft du dich vergangen, und du willst ein Schuldopfer bringen, wo ist das Haus, wo der Altar, wo die Priester darin, daß man dir willfahre? — Der neunte Tag im Ab ist es, welcher dich um alle diese Herrlichkeit gebracht. Nebukadnezar und Titus waren die fluchwürdigen Strafboten zur Ausführung des großen Gottesurthcils. Hat uns der 47. im Tamus um.-Reich und Land gebracht, so hat der 9. Tag im Ab uns die Quellen verstopft, wo die Seele ihren Durst löschen konnte, den letzten Rettungsanker uns entrissen. Ja, frühzeitig sollte dieser Tag der Rinnsal des Unglücks unseres Volkes werden. Schon in der Wüste sollte unfern Vorfahren kmr5. werden, daß es einen 'v gebe. Noch in der WM? des Volksthums geschaukelt, sollte ihnen dieser Tag Dk