Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 29 (19.7.1865)
- Date
- 1865-07-19
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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413 Wie reut ihn sein Beginnen, Wie wünscht das Weib er fort! Und zag' und leise spricht er Das Rückbeschwörungswort. Doch weh! wie angenagelt, Bleibt fest und starr sie steh'n, Und will trotz allen Worten Nicht mehr von dannen geh'n. Wie blickt sie so verächtlich, Und weicht und wanket nicht! Wie zeigt sich immer starrer Das fahle Angesicht! Jetzt in den höchsten Nöthen, Da ruft der Nabbi laut Nach einem seiner Schüler, Vor allen ihm vertraut. Der eilt herbei zur Hilfe Dem angsterfüllten Mann, Der Geist vernimmt die Tritte Und fängt zu weichen an. Doch so wie er gekommen, So kehrt er auch zurück, Mit abgemessenem Schritte Und majestät'schem Blick. — Ist Einer uns nun lästig, Dann spricht man heut' noch so: „Er ist nicht fortzubringen, Steht wie die Malke-Schwo! *) (Fortsetzung folgt.) ) Königin von Saba. Aufruf zur Unterstützung. p'-iL Eine ehrbare und würdige Familie ist durch die langwierige Krankheit und durch den erfolgten Tod ihres Vaters und Ernährers in eine höchst traurige Lage versetzt, in der sie ihre einzige Hoffnung nächst Gott auf die Mildthätigkeit ihrer Glaubensgenossen setzt. Es gilt, ihr das verschuldete Häuschen zu erhalten, und einen kleinen Fond ) zu beschaffen, um das Geschäft, welches sie bisher ernährte, fortführen zu können. Groß ist die augenblickliche Noth; aber der menschenfreundliche Sinn, der schon so vielen Wittwen und Waisen in Israel geholfen, wird durch milde Gaben auch jenen Unglücklichen Trost gewähren, und mögen alle die milden Herzen dafür einen um so größeren Lohn empfinden, als sie, den Empfängern unbekannt, das Werk der Liebe geübt, und ihnen jeden beschämenden Dank erspart hat. Herr Buchhändler I. Kauffmann in Frankfurt wird milde Gaben gern befördern. Die Nedaction bescheinigt ans Verlangen, daß ihr die in Rede stehende Famrle als der Unterstützung ebenso würdig wie bedürftig von völlig glaubwürdiger Seite empfohlen worden ist. Gesuch. Eine tüchtige Putzmacherin (Israelitin), welche dem Geschäfte selbstständig vorstehen kann, wird gesucht in einer Kreisstadt der Provinz Oberheffen. Franko- Offerten durch die Expedition d. Bl. unter Chiffre L. 3. 431. (7^n der hiesigen Synagogen - Gemeinde ist die Stelle x) des ersten Kantors und Lehrers mit einem Gehalte von 400 Thlr. jährlich excl. Nebeneinkünfte zu besetzen. Das Königl. Gymnasium und die Provinzial-Gewerbe- Schule geben Gelegenheit, ein Pensionat für jüdische Schüler zu errichten. — Zeit des Antritts der Stelle: möglichst 1. September a. c. oder spätestens 1. April kommenden Jahres Bewerber, welche musikalisch gebildet und mit guten Stimmmitteln versehen sind, wollen ihre Zeugnisse abschriftlich einsenden. Brieg, im Juni 1865 Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. n der hier zu gründenden Neligionsschule soll ein geprüfter Lehrer angestellt werden, welcher neben gründlichem Unterricht im Hebräischen auch Gesang- Unterricht zu ertheilen im Stande ist. Fixirtes Gehalt jährlich 300 bis 350 Thlr. Qualifizirte Lehrer wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse bis spätestens zum 15. September d. I. an den Rabbiner Herrn Or. S. Baeck hierselbst wenden. Lissa, Reg.-Bez. Posin, im Juli 1865. Der Verwaltungs-Vorstand der Synagogen-Gemeinde (^,n einem Eisenwaaren-Geschäft einer großen Stadt X) Badens, welches Samstags und an den Feiertagen geschlossen ist, wird ein mit den nöthigen Vorkenntniffen versehener junger Mann als Lehrling gesucht. Adressen beliebe man der Expedition d. Bk. franko sud Nr. 408 zukommen zu lassen.