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Der Israelit · 1865-07-19 · Heft 29 (19.7.1865) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 29 (19.7.1865)
Date
1865-07-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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6. Jahrgang. 2S Der Israelit. Ein Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von Vr Lehmann in Mainz. Die Zeitung erscheint wöch, fi. 3. 30 kr. rh. Man abc an. Inserate 1 Sgr. die z, den 19. Juli 5625 (1865). -Mittwochs, in mindestens H/2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. pr. C. oder . ^, - halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen , ' .en Raum. Österreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro pr. C. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko einzusendcn. Anh alt: Leitende Artikel: Ueber dte Einführung jüdischer Schulbücher.— Die drei Wochen. — Statuten des in der isr. Gemeinde zu Kassel bestehenden Kranken-Pflege-Vereins. — ZeitvagSaachrichtea and Korrespondenzen: Deutschland. Abterode. — Dänemark: Kopenhagen. — Inhalt der Beilage: ZeitnasSaachrichteu and Korrespondenzen: Deutschland. Frankfurt a. M. — Oefterr. Kai ferst.: Stuhlwcißenburg. Feuilleto«: Die Königin von Saba. — Leitende Artikel. Uebrr die Einführung jüdischer Schulbücher. (Offenes Sendschreiben an den Herrn Redacteur des „Israelit".) „Wem die Schule gehört, gehört auch die Zukunft!" Diesen gewichtigen Satz haben vor einem halben Jahrhundert unsere Reformer wohl begriffen und von da zur Devise ihrer Bestrebungen gemacht. Moderne Rabbinen und moderne Vorstände bemächtigten sich der Schule, ließen allmählich das jüdische Element und die jüdischen Lehrstoffe zur Bedeutungslosigkeit zusammenschrumpfen und streuten dagegen in die Herzen der Jugend eine Saat blendender Lehren, welche in einem anziehenden Gewände, und darum mit Bei gierde ausgenommen, eine Erndte vorbereiteten, deren auflösende und zersetzende Wirkung in unserer Zeit in betrübender Weise zur Erscheinung treten mußte. I Unsere Frommen verstanden das damals nicht, oder! konnten es doch nicht hindern; und noch jetzt, nachdem i aller Orten so viel, so unendlich viel zerstört ist, steht « man die Größe des Uebels noch immer nicht ein, sucht j man keine Abhilfe zu schaffen. Denn die Gründung i einiger orthodoxen Schulen, wie in Frankfurt a. M., j Würzburg, Mainz, Pfungstadt, Hamburg, Fürth u. A., so wichtig und bedeutungsvoll diese immerhin für die engeren und weiteren Kreise sein mögen, ist doch nur als ein schöner Anfang zu betrachten, und konnte — wenn man, im Hinblick auf die lokalen Verhältnisse, I gerecht sein will — nicht so allgemein nachgeahmt! werden, wie es wohl zu wünschen ist. Schulen, welche I unter der Aufsicht und Leitung von Neologen stehen,! sind nunmehr freilich dem Bereiche unseres Einflusses! entzogen, und wir müssen geschehen lasten, was wir einmal nicht ändern können. Aber doppelt laut ergeht i die Mahnung nun an uns, zu wahren und zu retten,! was uns noch erhalten blieb, und den unserer Zukunft gefahrbringenden Einfluß abzuwehren, welchem unsere Jugend und unsere Gemeinden ausgesetzt sind. Noch stehen viele frommen, jeder Aufsicht treuer Führer entbehrenden, ja sogar nicht wenige zu dem Rabbinatssprengel orthodoxer Rabbinen gehörigen Schulen unter dem mittelbaren Einfluß jener Männer reformistischer Richtung, indem deren Schulbücher in denselben gebraucht werden, die eine falsche Aufklärung zu verbreiten bestimmt sind. Drei Gattungen von Schulbüchern sind es vornehmlich, welche nach dieser Seite hin einen nicht zu berechnenden Schaden

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