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Der Israelit · 1865-07-05 · Heft 27 (5.7.1865) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 27 (5.7.1865)
Date
1865-07-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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^.Jahrgang. 27. Der Israelit. Ein Central Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgaben von _Hdr Lehmann in Mainz. .Den 5. Juli 5625 <1665/ Die Zeitung erscheint wöchentlich >chs, in mindestens Ipo Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. pr. C. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt — -rig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate I Dgr. die Petitzeile oder deren naunr. Oeftcrreicknschc Banknoten laur Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Tue Bibel und die Altkrthumsforscknmg. Ueber das Email. — Grundzüge für ein Statut der .Hamburger israelitischen Gemeinde. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Hamburg. München Hürden. — Preußen: Santemysl. — Oefterr. Kaiserst.: Prag. — Arabien. — Anhalt der Beilage: j Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: I Von der Rhön. — Dvnaufürstenlhümer: Bukarest, r Frankreich: Paris. Paris. - Italien: Rom. — Palästina: Jerusalem. - - Spanien: Madrid. — Afrika. - - A achschrift: Mainz. Leitende Artikel Die Sibet nnd die ÄUerth nmssorschung. Bon K. irilliiedLUlll O'221 PPU'! '"PO Denn der Stein aus der Wand wird es ausrufcu, und der Sparren aus dem Gesimse ihm zustirnmcn. Vergl. hiezu Unsere Zeit ist gewiß reich an Neuem in jedem Gebiete der Wissenschaft. Täglich und stündlich entdeckt der forschende Geist des Menschen früher Ungeahntes; immer mehr lernt er die Natur und die Kräfte, die sie in ihrem Schooße birgt, kennen, und sucht sie zu seinem Nutzen auszubeuten. Dem wißbegierigen Forscher, der mit der Zeit und ihren Erscheinungen gleichen Schritt halten will, ist also Stoff genug geboten, seinen Geist zu beschäftigen, wenn er sich mit all Dem bekannt machen will, was die jetzige Zeit ihm vorsührt. Ties genügt ihm jedoch nicht. Schutthaufen und Trümmer alter, längst von der Erdoberfläche verschwundener Städte sucht er auf, durchwühlt und durchstöbert sie mit zersetzender Genauigkeit. Jedes Stückchen Erde, das in irgend welcher Beziehung mit einem classischen Ereigniß in Verbindung steht, muß seines Spatens gewärtig sein. Unermüdlich und rastlos dringt er vor; was dem Einzelnen unmöglich, vollbringt er im Vereine mit Anderen, und kein Kostenaufwand wird gescheut, um diese längst verschollenen Stätten menschlicher Ansiedelungen seinem spähenden Auge bloszustellen. Was ist es nun, das er hier sucht? Gräbt er vielleicht, um Schätze zu heben, die hier etwa die früheren Geschlechter dem Schooße der Erde anvertraut i hätten? Nein, es sind ganz andere Interessen, die ihm ' diese Reste vergangener Zeiten wichtig erscheinen lassen. Er ist glücklich, wenn er nach langem, ruhelosen Scharren und Wühlen nur ein Trümmerstück alter Größe, etwa eine Münze, eine Urne, ein Waffenftück? und bergt, findet. Von dem wenigen Vorgefundenen l zieht er Schlüsse aus das übrige Ganze. Seinem? geistigen Auge entrollt sich ein Bild jener längst verj rauschten Zeit. Die Lebensweise, der Culturzustand,! die Hauptcharacterzüge jener Völker des grauen Alterthums weiß er sich nun klar vorzustcllen. Dann ist! sein Zweck erreicht, sein Streben belohnt.! Was ist es mm aber in der That, das ihn so sehr anzieht, einen Einblick in jene fernen Zeiten zu ' thun? Sollte vielleicht eine höhere Bestimmung in

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