Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 25 (21.6.1865)
- Date
- 1865-06-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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e. Jahrgang. SS. Der Israelit. E i n Central-Organ für das orthodoxe Iudenthum. Herausgt :eben von I-r. Lehmann in Main;, nin den 2 t. Juni 5 625 it8 6ö). Die Zeitung erscheint wöchenrucy e Mittwochs, in mindestens IsI Vogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. pr. C. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirl ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate I Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. pr. C. oder 6 fl. Österreich, an die Expedition franko einzusenden. Da mit dem 1. Juli ein neues Quartal beginnt, sa erlauben wir unS, die geehrten Abonnenten daraus aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt: Leitende Artikel: Das- Bock Kasan. — Uebk, die nöthige Vorsicht bei der Wabl d,r Iugcndsckr:ft,n. — Literarisches. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: ssrantsmt M. Tarmstadt Asci'astenlurg. - Oesterr. Kajst'rst.: Königgräiz — Italien: Ancona. — Frankreich: Paris. Paris. — Gr oßtritan nien: London. NamS gat. Dublin. — Dstindiev: Bombay. — Afrika: Tetuan. Feuilleton: Jakrzeit'lämpchen. Inhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Frankfurt a. M. — Preußen: Berlin. — Oesterr. Kaiserst.: Innsbruck. Kolomea. - Italien: Ncm. —Pyrrn. Halbinsel: Gibraltar. — Leitende Artikel. Das Such Rusari. Eine der herrlichsten Gestalten der jüdischen Vergangenheit ist Rabbi Juda Hallevi aus Castilien, der berühmte Dichter des (in unserer Liturgie für den L. Ab zweiten) Zionliedes, der nicht minder be-! rühmte Verfasser des Buches Kusari. Gleich groß als edler Mensch-, wahrhafter Jude, gediegener Philosoph und unvergleichlich als gemüthvoller Dichter religiöser Poesien, ist sein Name gleichsam der Inbegriff alles Schönen und Guten geworden. Sein philosophisches Werk, das Buch Kusari. hat nicht wenig zur Kräftigung vieler im Glauben Wankender beigetragen. In unserer stürmereichen Zeit ist dasselbe von doppeltem Werthe. Wir ballen es daher für angemessen, dcir Inhalt dieses hochwichtigen Werkes großentheils unfern Lesern, und zwar in allgemein verständlicher Weise, vorzuführen. Die Form, welche der Verfasser zur Daelegung der Relgion Israels und zur Verteidigung derselben gegen alle Angriffe gewählt hat, ist die des Gespräches. „Man hat mich gefragt," leitet er sein Werk ein, „welche Einwendungen nno Erwiderungen ich wohl . gegen Diejenigen zu machen habe, welche sich der Re-! ligion Israels entgegenstellen, seien diese nun Philo-! sophen, Bekenner anderer Religionen oder Abtrünnige, j Da erinnerte ich mich der Beweisgründe jenes Gelehrten, welcher bei dem Könige der Chazaren war,! als dieser vor ungefähr 400 Jahren zum Judenthume i überging." — Diese Gespräche des jüdischen Gelehrten mit dem! zum Judenthume übertretenden Chazarcnkönige bilden j den Inhalt des Werkes. — Es sei uns gestaltet, ehe wir zu nnserm eigentlichen Thema übergehen, etwas über die Geschichte der Chazaren und deren Annahme des Judenthumes beizubringen. Wir lassen hier die Darstellung von Grätz im fünften Bande feiner Geschichte der Juden folgen: „Der heidnische König eines im Norden hausenden barbarischen Volkes nahm mit seinem Hofe das Judenthum an. Die Chazaren oder Kozaren, ein finnischer Volksstamm , verwandt mit den Bulga-