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Der Israelit · 1865-06-14 · Heft 24 (14.6.1865) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 24 (14.6.1865)
Date
1865-06-14
Page
– (sequence 12)
Language
German
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348 ward sammt den Fürsten von Midian, denen er sich nngeschlossen, durch das Schwerd erschlagen.^) — Bileam, „der Mann, der die Erscheinung des Allmacht gen schaute, hmgestreckt und gerösfueten Auge», rrohl war er in seiner Weise so groß, als Moses in der seinen. — Von Most» heißt es: „Und cs stand in Israel kein Prophet mehr auf wie Moses," aber unter den andern Völkern durste Bileam für eben io groß und mächtig gelten. — Seine Lehrmeister in der Zauberkunst waren die Engel Asa und Asael, welche, nachdem sie mit Gott gerechtet, daß c die sündigen Menschen geschaffen, von ihm in Menschengestalt aus die Erde versetzt wurden, und da sie hier von Gott adfielen und seldst e.n höchst süudhastes Leben führten, zur Strafe in die finstern Berge des Ostgedirges gestürzt wurden, wo sie, mit eisernen Ketten, die bis m den Abgrund reichen, angeschlosstn, noch heute ihr Wesen treiben und diejenigen, von welchen sie ausgesucht werden, in der Zauberer unterrichten, b) Bileam also, als er in dem heißen Kampfe Israels nut Midian unterlegen, sich selbst aber von dem Eiferer für Gott, von P.nehas, dem Sohne Elasers, dem Enkel AharonS, mit dein Schwerde in der Hand bedrängt und bedroht sah, da ries er seine ganze Zauberkunst zu Hilfe und flog himmelan. Pinehas sieht einen Menschen in den Lüsten schweben und dann dem Auge entschwinden, „ist Kerner da," ruft er, „der diesem Verruchten nachzufliegen vermag? ES ist Bileam, der tort schwelt!" — Ta trat Zeliach— der erste der vier Kämpfer aus dem Stamme Dan, für welche Jakob schon inseinem Segen um Hilfe zu Gott grfleht und gesprochen:^) „Aus Deine Hilfe hoffe ich, Herr!" — Zeliach aus dem Stamme Dan trat also vor, ergriff seinen Schild, um allem Zauber obzusicgen, erhob sich in die Lüste und flog dem Bileam nach. Als Bileam 4. B. M. 31, 6- ') 4. V. M. 24. 4. Sohar Balak Fol. 65, 4. col. 393. Pinchas F. 94. ». col. 327. Jaltüt Nubcni Fol. 27, col. 6. v) Nach Targum Jorrath. 4. B. M. 31, 6, war cs Pinchas selbst, welcher Vilcain nachflog und ihn hcrabholte, und ihn auch lödtcte — >v) 1. B. M. 49, 16. — Die drei andern sind: Simson, dann Jra, der Jairite (ll. Sam. 20, 20), einer der Helden Da» rids; und endlich Scheria, der Mitkämpfer des Meschiach lnn Joseph. — (Vcrgl. Sohar Balak Fol. 73, c. col. 353.) das sah, nahm er eine andere Richtung, durchflog fünf verschiedene Luftschichten und entzog sich so den Blicken Zeliachs. Jetzt geri'th Zeliach in Verlegenheit uno Gefahr, er wußte nicht, was er beginnen sollte. Da rief Pinehas mit lauter Stimme ihm zu: „Zeliach! gedenk Deines Stammes! Mit Gottes Schatten und Schutz verscheuch die Zauberschatten der Drachen, nut welchen der Verruchte sich umhüllt hat!" — Und Z> liach that also, sprach den heiligen Namen aus, und alsbald wichen die Zauberschalten, und er erblickt' Bileam, ergriff ihn und zog ihn herab vor Pinehas. Jetzt flehte Bileam. „Laß mich am Leben! ich schwöre Dir, daß ich. so lange ich lebe, nie Deinem VoD fluchen werde." — „Aber Du hast es gewollt.' sagte Pinehas, „nur nicht vermocht, und da suchtest Du, auf andere Weise ihm zu schaden, so daß Tau sende den Tod fanden, Du mußt sterben!" — .,Auf!' wandte sich Pinehas zu Zeliach," „Auf Zeliach! tödte ihn! doch nicht durch die Kraft des heiligen Namens, er ist es nicht werth, daß dt Name des Heiligen um seinetwillen erwähnt werbt seine Seele soll nicht hingehen bei dem heiligen Worte, sein Wunsch:") „ „Möge meine Seele sterben den Tod der Frommen!" soll nicht erfüllt werden!" Z liach versuchte manche Art, ihn zu tödten; doch es gelang ihm nicht eher, als bis er Bileam's eignes Schwerd ergriff, ans dessen beiden Seiten Schlangen — auch andere Zanbergebilde sich befanden. — „So recht!" sagte Pinehas, „durch das Seine ward er himveggenommen und mußte er sterben. — Das ist die echte Weise dieses finstern Treibens, wer ihm folgt, findet auch seinen Tod und sein Ende darin." So endete Bileam und erging das Gericht über ihn diesseits. — Moses starb den Tod des Gerechten, sein Grab weiß Niemand anzugeben; aber sein Gottesgeist lebt und wütt heute noch fort. — Brleam starb, doch nicht wie er gewünscht, den Tod des Frommen. Ee wurde nicht begraben, und sein Leib ging, unbedeckt, in Deru -'eng über, ru.c aus dem verwesten Körper erzeug u nN) heute noch vielköpfige giftige Schlangen. tl) 4. B. M. 23, 10.

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