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Der Israelit · 1865-05-17 · Heft 20 (17.5.1865) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 20 (17.5.1865)
Date
1865-05-17
Page
– (sequence 1)
Language
German
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«. Jahrgang, 2« Mr Israelit. Ein Central Organ für das orthodoxe Judenthnm. Herausgaben von I»v. Lehmann in Mainz. Mainz, den 17. Mai 5625 (1 665). Die Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens l^/z Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. pr. C. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko einzusenden. Anhalt: Leitende Artikel: Das Brachjahr. — Ueber die Stellung der Juden in Preußen. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland. Leipzig. Aus Büdingen. Höchberg. — Preußen: Königsberg. Pr.-Minden. — Oesterr. Kaiserst.: S. A. Ujhely. Aus Ungarn, Anhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Hamburg. Hamburg. Schlüchtern. — Dänemark: Kopenhagen. — Frankreich: Aus Paris. — Feuilleton: Bileam und seine beiden Söhne, die Zauberer Jannes und Jambres. (Forts.) — Die Londoner Juden. (Forts.) Leitende Artikel. Das Drachjahr. *) (Zur Sidrah 2.-12.) Nachdem die heilige Schrift in der vorhergehenden Sidrah den Sabbat und die Festtage — die Ruhe des Menschen — einoesetzt hat, verordnet sie nunmehr den Sabbat, das Fest, die Ruhe der Felder; der Heiligung des Menschen folgt die Heiligung des Erdbodens: „Wann ihr kommen werdet in das Land, das Ich euch gebe, so soll ruhen das Land in Gottgeweihter Ruhe. „Sechs Jahre magst du besäen dein Feld, und sechs Jahre magst du beschneiden deinen Weinberg und einsammeln den Ertrag. *) Nach den Llää!t»tiov8 tripligves von S. Bloch, Hauptrednern» des „llniv. Isr." — , „Aber im siebenten Jahre soll sein eine vollkommene Ruhe sür das Land, eine dem Ewigen geweihte Ruhe; dein Feld sollst du nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden." Diese sabbatliche Ruhe des Erdbodens ist mit dem Siegel der göttlichen Weisheit besiegelt. Die Wichtigkeit des Gesetzes wird durch die feierliche Einleitung desselben: „Und der Ewige redete zuMoscheh aus dem Berge Sinai" bezeichnet — es ist dies keine einfache zum Besten der Bodencultur verhängte Maßregel; diese Feier ist vielmehr ein Segen sür die Menschheit und > eine Verherrlichung des Allmächtigen, ebenso wie all i die andern religiösen Einrichtungen.! Durch die Sünde Adam^s war die Erde mit dem Fluche belasten worden. Den Menschen sühnt das stnaitische Gesetz, die Opfer, der Nersöhnungstag und die Beobachtung all der heiligen, göttlichen Vorschriften; doch auch die Erde muß ihre Sühne, ihr Fest haben: das ist die Ruhe des siebenten Jahres. In diesem Jahre bearbeitet der Mensch den Erdboden nicht und braucht nicht im Schweiße seines Angesichtes sein Brod zu gewinnen. Der Herr der Welt verkündet eine all- > gemeine Amnestie zu Gunsten der ganzen Schöpfung.! Welchen mächtigen und wohlthätigen Einfluß mußte diese Ruhe des siebenten Jahres auf die frommen Gefühle und die religiöse Erziehung unserer Väter üben 1! „Und wenn ihr sprechen werdet: „„Was werden wir essen im siebenten Jahre? Siehe, wir säen nicht und sammeln nicht ein unfern Ertrag!"" Ich aber werde euch entbieten Meinen Segen im sechsten Jahr, und eS wird Ertrag bringen für drei Jahre". Der Allmächtige gibt uns das feste und untrügliche Versprechen,! uns dreifach das zu geben, was wir auf Seinen Be-! fehl opfern. Ja, es ist mehr als ein Versprechen, es

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