Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 18 (3.5.1865)
- Date
- 1865-05-03
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2447193-2447211--03380-2458775- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
264 Lämmchen ryog alle auf. Der Traum erschreckte Dich, Du erzähltest uns denselben, und ich sagte Dir, er deute auf ein großes Unglück für das Aegyptenland in späterer Zeit, ich sagte, daß in Israel ein Knäblein geboren werden wird, welches das ägyptische Kand verheeren und seine Bewohner zerstören, Israel aber mit gewaltiger Hand befreien werde. Ich rieth Dir darum, alle isr. Knaben, ohne Ausnahme in den Nil werfen zu lassen, denn nur durch Wasser sei diesem Volke beizukommen. Aus dem Feuer wurde ihr Stammvater Abraham gerettet; vom Schwerde sein Sohn Jsak, als er schon gebunden auf dem Altäre lag, durch einen Engel des Herrn befreit; schwere Arbeit hat ihr Stammvater Jakob ertragen müssen und ist dennoch wohl dabei bestanden; nur durch Wasser könntest Du dem Volke beikommen. — Du folgtest meinem wohlgemeinten Rathe, und dennoch ward dieser Knabe wunderbar durch die Hand Deiner eignen Tochter, durch die Hand der königlichen Prinzessin gerettet! — Nun, dieser ebräische Knabe ist jenes Lämmchen, das Alles aufwog. O, laß Dich nicht dadurch irre machen, daß dieser Knabe erst drei Jahre alt ist, und halte deßhalb das, was er gethan, nicht für kindisches Treiben, in ihm waltet schon ein höherer Geist, und was er eben gethan, ist schon ein Anzeichen jenes gewaltigen Geistes, den er später zeigen wird. Noch steht es in Deiner Hand. Sprich das Todesurtheil über den Knaben und Du und Dein Land und Dein Volk sind gerettet!" — (Forts, folgt.) ür den bedrängten Familienvater Moses Sander von Kleinumstadt sind bei uns bis jetzt folgende Gaben eingegangen. David Feist aus Mainz 1 fl. C. G. aus Mainz 4 fl. Durch Feist Rapp von Groß- Umstadt: von Herrn Schottenfels und Maier aus Frankfurt a. M. 2 fl., von dessen Sohn 1 fl. 45 kr. Von Herrn Vorsteher Straus aus Merchingen von einem Verein 4 fl. Ungenannter aus Purgpreppach 2 fl. P. L. aus Bamberg (Baiern) 10 fl. Salomon Wyler aus Bremgarden (Schweiz) 1 Thlr. 4 Sgr. Jakob Ehrenreich aus Höchberg bei Würzburg 6 fl. 3 kr. S. R. in F. 1 fl. Ungenannter aus Ballenstädt 1 fl. 45 kr. M. Schwab )uv. aus Frankfurt a. M. auf Rechnung seines Vaters 10 fl. I. Hirsch aus Osthofen durch Sammlung bei dortiger Gemeinde 6 fl. 24 kr. Durch Wolf Winer aus Heinsheim (Baden) gesammelt: 7 fl. Durch A. Oppenheimer, Neligionslehrer in Theilheim, gesammelt: 7 fl. 15 kr. Durch Seligmann Sonn, Neligionslehrer in Kitzingen, gesammelt: 2 fl. 45 kr. Frau E. L. aus Mainz 1 fl. Ungenannter aus Mainz 45 kr. Von Rödelheim: I. Mingweiler 3 fl. B. S. Grünebaum 1 fl. Baruch Grüncbaum 1 fl. 45 kr. M. n. Lamman 2 fl., zusammen 7 fl. 45 kr. Durch den Synagogen-Vorstand Neimann in Külsheim (Baden) 5 fl. Durch Julius Lippmann, Neligionslehrer in Gensingen bei Bingen, in dortiger Gemeinde gesammelt: 3 fl. 21 kr. Gesammtsumme 87 fl. 32 kr., Abzug für Porto 2 fl. 18 kr., bleibt 85 fl. 14 kr. — Ferner ist eingegangen: Durch Feist Rapp zu Großumstadt von einem Ungenannten aus Frankfurt a. M. 1 fl. 45 kr. Durch W. Strauß, Neligionslehrer in Autenhausen bei Sesbach in Oberfranken, gesammelt in dortiger Gemeinde 7 fl. 30 kr. S. Straus in Laudenbach bei Karlstadt 1 fl. 45 kr. — Ferner ist eingegangen: Durch S. Buttenwieser, Religionslehrer zu Fechenbach a. M., von Hirsch Straus 1 fl. 30 kr. Löb Selig daselbst 1 fl. Leser Selig 1 fl. Süsel Selig 1 fl. Löb Lustig 1 fl. Feil Stern Wittwe 30 kr. G. Fried, Wittwe in Klingenberg 1 fl. 30 kr. N. N. aus Fechenbach 1 fl. Josef Bergmann aus Fechenbach 24 kr. Abraham Löb Selig daselbst 36 kr. Lehrer Buttenwieser von Fechenbach 30 kr. Summa 106 fl. 14 kr., Abzug für Porto 15 kr., bleibt Gesammtsumme 105 fl. 59 kr. Wir sagen hiermit im Namen des bedrängten Familienvaters Moses Sander allen Herren Gebern unfern verbindlichsten Dank. Da aber die vorstehende Summe bei weitem nicht hinreichend ist, die Wohnungsstätte des Bedrängten zu erhalten, so bitten wir hiermit nochmals herzlich im Namen desselben, alle gutgesinnten und mildthätigen Glaubensgenossen, daß solche ein Schärflein beitragen mögen, um den Zweck zu erreichen, daß das Haus der bedrängten Familie erhalten werden könnte. Raibach, Kreis Dieburg, den 23. April 1865. Der israelitische Vorstand I. Rapp. Anschel Rothschild Herz Lichtenstein s wird ein Hilfslehrer an einer Schule gesucht, welcher im Stande ist, in den Elementargegenständen zu unterichten. Bei Gelegenheit zur Ausbildung in den talmudischen Wissenschaften erhält der Anzustellende nebst völlig freier Station einen jährlichen Gehalt von 150 fl. Reflectanten belieben ihre Offerten der Expedition d. Bl. sud 239 franco einzusenden.