Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 6 (1865)
- Issue
- Heft 18 (3.5.1865)
- Date
- 1865-05-03
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Lehrgang. 18. Der Israelit. E i n entral Organ für das orthodoxe Judenthum. Hera>lsgcsiev7n von Lehmann in Mainz. Mainz, den 3. Dtai 5625 (1665). r Die Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens H/2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. pr. C. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Österreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. pr. C. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko einzusenden. Anhalt: Leitende Artikel: Eine höhere, jüdische Unterrichts-Anstalt nach sicbcnzigjährigem Bestehen. — Höchberg und seine religiösen Institute. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Mainz. Leipzig. Leipzig. Aus Württemberg. — Oesterr. Kaks erst.: S. a. Ujhely. Anhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Frankfurt a. M. Dünsbach. Aus Württemberg. — Oesterr. K ais erst.: Grosz-Wardein. — Feuilleton: Der erste Kaddisch. — Bileam und seine beiden Söhne, die Zauberer Jannes und Jambres. — Leitende Artikel. Eine höhere, jüdische Nnterrichtsanhalt nach stebrnrigjährigem Bestehen. Das Augenmerk aller wahrhaft jüdischen Man ner, denen es um die Erhaltung und Förderung des religiösen Lebens Ernst ist, richtet sich namentlich auf die Bildungsstätten der Heranwachsenden Generation; es sind daher in dem jüngstverflossencn Jahrzehnt an vielen Orten derartige Anstalten mit nicht geringen Opfern in"s Leben gerufen worden, und der Segen, den dieselben ausströmen, ist bereits fühlbar- Die>e Anstalten zu fördern, zu erhallen, zur Errichtung ähnlicher anzuspornen, das halten wir für eine der nicht unbedeutendsten Aufgaben unserer Zeitschrift, und daher wollen wir heute an der Spitze derselben eine Anstalt besprechen, die schon ein Menschenalter überdauert hat. Vor uns liegt der Jahresbericht der isr. Schule zu Halberstadt. Dieselbe wurde im Jahre 1735 von N. Hirsch Borchard gegründet, und zu ihren ehemaligen Schülern gehören bedeutende Männer, von denen wir Herrn Rabbiner Ör. Hildesheim e r in Eisenstadt und Herrn Director I)r. Plato in Karlsruhe namhaft machen. — Ueber das Resultat der Prüfung und die Organisation der Anstalt erhalten wir das untenstehende Referat: ,.Das Ergebniß der Prüfung mar nach dem Urtheile der Sachverständigen, worunter Pädagogen von bedeutendem Ruse, wie z. Bdie Herren Directoren des hiesigen Königl. Seminars und anderer höherer Schulen, ein sehr befriedigendes. Die Tüchtigkeit und der ernste Berufseifer sämmtlicher Lehrer der Anstalt fand auch alle Anerkennung in der Schlußrede des Rabbiners vr. Auerbach. Insbesondere muß man dem ältesten der Lehrer, dem bereits im Schuldienste ergrauten Oberlehrer Lasch, das Zeugniß geben, daß ihm, ungeachtet zur Zeit seiner Ausbildung zum Lehrer und bei'm Antritt seines Amtes die praktische Pädagogik und namentlich der Anschauungsunterricht noch in den Windeln lag, kein wesentlicher Fortschritt in demselben fremd geblieben und daß er zu dessen Anwendung bei jedem einzelnen Unterrichtsgegcustand mit jugendlicher Rüstigkeit sich zu accomodiren versteht. Als wesentlicher Vorzug der hiesigen Schule vor den meisten andern im preußischen Staate ist und bleibt die Thatsache, daß sie ganz besonders das specifisch Jüdische berücksichtigt. Trotzdem sie bezüglich aller socialen Lehrgegenstände alles das leistet, was eine Mittelschule zu leisten erstrebt, begnügt sie sich nicht bezüglich des Religionsunterrichts mit den Leistun-