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Der Israelit · 1865-02-08 · Heft 6 (8.2.1865) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 6 (8.2.1865)
Date
1865-02-08
Page
– (sequence 1)
Language
German
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«. JahrgVN^g. «. Der Israelit. Ein Central Organ für das orthodoxe Jndenth« Herausgegeben von Vr. Lehmann in Mainz. Main-, den 8. Februar 5625 (1865). Die Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens N/2 Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. pr. C. oder sl. 3. 30 kr. rh. Man abckinirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate I Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Strcisband pro Jahrgang 3 Thlr. pr. C. oder 6 sl. österreich. an die Expedition franko einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Noch einmal das Mainzer Journal. — Zeitungsnachrichten und Correspondeuzen: Deutschland. Kassel. Aus Kurhefsen. Ulm. Frankfurt a. M. Hamburg. — Preußen: Berlin. Sobernheim. — Oesterr. Kaiserst.: V. Palota. — Niederlande: Haag. — Frankreich: Paris. Paris. — Griechenland: Corfu. — Anhalt der Beilage: Zrttnng-nachrichte» «nd Korrespondenzen: Italien: Rom. — Frankreich: Nizza. — Asien: Jerusalem. Jsmir. — Feuilleton: Die Londoner Juden. — MahrLm Merothenburg. (Schluß.) — Leitender Artikel. Noch einmal das „Mainzer Journal". Unsere Leser werden sich erinnern, daß wir vor einigen Monaten gezwungen waren (Nr. 46 v. I.), die Interessen der Judenheit gegen einen Artikel des „Mainzer Journals", durch welches diese gefährdet werden sollten, zu vertheidigen; seitdem ist das „M. I." in seiner Beilage, dem „Mainzer Abendblatt", wiederholt unserer Auslassung nicht gerade entgegen getreten, hat sich aber doch bemüht, dieselbe von sich abzuwenden, indem es sich hinter große Namen flüchtete, deren Träger sich derart gegen Judenthum und Judenheit ausgesprochen haben sollen, daß der bekannte Artikel des „Mainzer Journals" damit verglichen, nur „ein gelinder Absud von Süßholz und Honig" gewesen sei. In Nr. 23 vom 27. Januar d. I. kömmt das „M. I." wiederum aus unfern Aussatz zurück. Es hat nämlich Herr Professor Eckardt aus Carlsruhe hier einen Cyclus von Vorlesungen gehalten, in deren einer er „Kunst und Wissenschaft bei den Juden" besprach. Nachdem das „M. I." in der erwähnten Nummer über diese Vorlesung referirt und die Tendenz des Vortrages darin gesunden hat, daß Herr Professor E. sich bestrebe, die biblische Offenbarung ihres göttlichen Charakters zu entkleiden, schließt es den Artikel mit folgenden Worten: „Man sieht, Herr Eckardt stellt die Geschichte i auf den Kopf und producirt eine Reihe von phan-! rassischen Spielereien und willkürlichen Hypothesen, I die auf wissenschaftlichem Wege schon längst ihre Erj ledigung gesunden haben. Für unsere Leser ist eine Kritik solcher Dinge nicht nothwendig, wohl aberscheinen sie uns einer solchen für die vielen israelitischen Zuhörer dieser Vorlesung zu bedürfen. Bescheiden, wie wir sind, wollen wir indessen hier dm Vortritt dem Herrn Rabbiner vr. Lehmann überlassen. Wenn, wie Herr vr. Eckardt sagt, die vorchristliche Offenbarung und der Mosaismus nichts weiter sind, als ein wandelbares Product des fortschreitenden Menschengeistes, so verliert damit das orthodoxe, von uns hochgeachtete Judenthum allen Boden und alles Recht zu seiner Existenz, und solche Thesen mit ihren Consequenzen sind wahrhaftig doch etwas ganz Anderes, als wenn ein norddeutscher Mitarbeiter des „Mainzer Journals" in einem Artikel über die Emancipation der Christen sich in aller Bescheidenheit ein paar volkswirthschaftliche Bemerkungen erlaubt." Da wir den Vorlesungen des Herrn Professor Eckardt nicht angewohnt haben, so haben wir über

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