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Der Israelit · 1865-02-01 · Heft 5 (1.2.1865) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 5 (1.2.1865)
Date
1865-02-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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67 Sie nehmen auf die Lade Und fahren an das Land, Doch wer beschreibt die Wehmuth, Als man die Thora fand! (Schluß folgt.) Und nebenbei die Worte Auf einem eignen Blatt, Daß M6ir, Sohn des Baruch, Sie selbst geschrieben hat. — iv L «r i « L 00N0IR8. Die hiesige israel. Cultus-Gemeinde wünscht einen routinirten;rri, der zugleich «-np-^2 und vniw-liiLip sein muß, zum nächsten Sommerkurse anzustellen. Jährliches Fixum 600 fl. ö. W. nebst den üblichen Emolumenten. Reflectanten, die sich über ihre vorzüglichen Fähigkeiten sowie über ihren sittlich-moralischen, strengreligiösen Lebenswandel genügend ausweisen können, haben ihre Qualifications-Zeugnisse oder deren Abschriften bis zum 15. März franko an den Unterzeichneten Vorstand zu senden. Dieselben haben sich auch einem Probe Vortrage zu unterziehen, und werden nur dem Acceptirten die Reisekosten vergütet. Maros-Vasarhely in Siebenbürgen. Der israel CultuS - Vorstand. Julius Barnch Moses Schreiber. Dringender Auf- und Nochruf zur Rettung zweier jüdischen Seelen. (S. Art. Büdingen, 22. Januar.) In Michelau, einem Vogelsberger armen Bauerndorfe hiesigen Kreises, starb vor 3 Wochen die einzige dort wohnende Israelitin, so elend und verkümmert, daß der äußerste Begriff von nacktester Armuth kaum ausreicht, um ein getreues Bild dieser, Gottlob! seltenen traurigen Lage einer jüdischen Familie in Worten abzuspiegeln. — Da lag die Verstorbene in einer fast bodenlosen Hütte, auf einigen morschen Bettbrettern; kein Ober- und kein Unterbett, kein Kiffen, ja nicht einmal ein Hälmchen Stroh unter sich, halbnackt, ohne Hemd, mit einem alten zerlumpten baumwollenen Fetzen umgeben, abgemagert, ein Skelett, dem man ansah, daß Noth, Hunger und Kälte diesen noch jugendlichen Körper danieder gedrückt hatten! — Daneben standen ihre Hinterlassenen, zwei Waisen: ein unreinliches, zerlumptes Mädchen von i4, und ein baarhauptes Knäblein von 3^2 Jahren, in Fetzen gehüllt, ohne Hemd, entstellt, dem Mitleid der Bauern überlasten. Wem hätte bei solchem schauderhaften Anblick nicht das Herz bluten, die Willenskraft bis auf's Höchste steigen sollen, um zu helfen, solange noch zu helfen ist! Diese zwei rnain' mußten um jeden Preis gerettet werden. Oder sollte ich sie der Bauern - Gemeinde d'Ir-Mv überlassen, bis vielleicht ein Missionär mit seiner Spürnase hier einen guten Fang machen konnte? O, Ihr Reichen und Edeln in Israel! I '^2 bedenket des Ausspruches: WO2 d'LOTi ^>2 wie hehr und heilig die Pflicht wegen einer, hier aber gilt es zweien Seelen. O, helfet, helfet! — rettet! rettet! ich rufe im Namen unserer heiligen Religion, im Namen zweier verlassenen jungen Kinderseelen, die nicht mehr Vater! nicht mehr Mutter! rufen können. Danket Gott dem Allbarmherzigen, daß Eure Kinder noch Eures Beistandes genießen, und diesen Dank gegen den Allvater, den Beschützer der Wittwen und Waisen, bethätigt durch Eure milde Gaben zur Erhaltung dieser armen Waisen! Gottes Lohn und Segen mit Euch! Die verehrliche Redaktion bitte ich um Empfangnahme von Gaben und Beförderung derselben an den israel. Vorstand Herrn Joseph Eulau in Büdingen. Büdingen, 22. Januar 1865 (5625). Ottenjoser, Lehrer. Wir sind bereit, die betreffenden Spenden ent-! gegenzunehmen. __Redaction. Israelitischer Gasthof M „Lame" in Sasel. Der Unterzeichnete beehrt sich, den geehrten Reisenden ergebenst anzuzeigen, daß er den obigen Gasthof von seiner Schwiegermutter, Frau Wittib Ulmann, übernommen und seit dem ersten dieses Monats angetreten hat, und fortfahren wird, durch sorgfältige freundliche Bedienung sowohl, als durch Verabreichung guter Speisen und Getränke den alten Ruf > dieses Haus zu rechtfertigen. Basel, 17. Januar 1865. _r S. Mühlhäuser zur „Kanne". in mit allen Comptoir-Arbeiten vertrauter junger Mann, welcher bis jetzt in einer Lederhandlung servirte, sucht unter bescheidenen Ansprüchen Stelle als Commis, gleichviel welcher Branche. Die besten Referenzen stehen zur Seite. Franko- Offsrten unter Lit. O. L. Nr. 47 besorgt die Expedition d. Bl._ en verehrten Herren Reflectanten auf Annonce su!> Lit. 3. IV Nr. 501 in Nr. 46, 47 und 48 d. Bl. diene zur Nachricht, daß der betreffende Steüesuchende schon anderweitig placirt ist.

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