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Der Israelit · 1865-02-01 · Heft 5 (1.2.1865) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 5 (1.2.1865)
Date
1865-02-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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S Israelit. E i n Central Organ für das orthodoxe Jndenthnm. Herausgegeben von I»». Lehmann in Mainz. Mainz, den 1. Februar 5625 (1 865). 6. Jahrgangs HS? Die Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens Nh Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. pr. C. oder fl. 3. 30 kr. rh Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. pr. E. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko cinzusenden. Anhalt: ende Artikel: Direkte Nachrichten über die eingeborenen wei- 'ßen und schwarzen Israeliten in Cochin (Ostindien-. — Einige Glossen zu der Frage über die Beschneidung der in Mischehen erzeugten Kinder. — Orth.-isr. Bibelanstalt. — Für das Unternehmen zu Gunsten der Falascha's. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Württemberg. Kassel. — Rußt. u. Polen. Kowno. Inhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Frankfurt. Thundorf. Bamberg. Büdingen. Stuttgart. — JtalienrMom. — Dänemark: Kopenhagen. — Afrika: Tunis. — Feuilleton: MahrLm Merothenburg. (Forts.) Leitende Artikel. Direkte Nachrichten über die eingeborenen weißen und schwarzen Israeliten in Cochin (Ostindien). Wir .haben in Nr. 3 d. Bl. nach dem „Ausland" eine Zusammenstellung aller der Nachrichten gegeben, die -mir Mer die muthmaßlichen Ueberreste der 10 Stämme besitzen; wir haben zugleich der Israeliten in Cochin an der äußersten Grenze von Ostindien erwähnt, wo schwarze und weiße Juden nebeneinander wohnen. Der Redakteur des „Hamagid", Herr Rabbiner L. Silbermann zu Lyck, hat nun von einem eingeborenen Israeliten in Cochin, Namens David Schemtob Chaligoa, Vorsänger und Schächter daselbst, einen directen Brief erhalten, dessen Inhalt mit manchem von uns in Nr. 3 dieser Blätter Mitgetheiltem übereinsiimmt, und den wir in Folgendem wieder geben: „In Bezug auf Ihre geehrte Zuschrift, in der Sie zu erfahren wünschen, ob die hiesigen Israeliten Nachkommen der zehn Stämme seien, habe ich mich bemüht, die Wahrheit aus unseren ältesten Schriftwerken zu erforschen. Freilich haben diese Schriftwerke dadurch, daß sie von einer Sprache in die andere übersetzt worden sind. manche Veränderungen erfahren; aus der ursprünglichen Sprache sind sie in's Portugiesische und aus dem Portugiesischen in's Holländische und aus dem Holländischen in unsere malabarische Sprache übertragen worden, die ich Ihnen wiederum in's Hebräische übersetze. Das mir vorliegende Buch ist von meinem Großvater, Nabbi'Joseph Chaligoa, übersetzt worden. Seine Worte sind folgende : „Ich fand in einer Chronik, welche die Geschichte von Indien und Malabar nach den Erzählungen des Amalton behandelt, auch einige Nachrichten über die erste Einwanderung der Jilden nach Indien Im Jahre 3088 nach Erschaffung der Welt (das ist 672 vor der gewöhnlichen Zeitrechnung)*) kamen ungefähr 10,000 Israeliten, die von Sanherib aus ihrem Vaterlande vertrieben waren, nach Indien und siedelten sich in den vier Städten Karagnor, Phallo, Madai und Poloto an; die meisten wohnten in Karagnor, welches auch Magodra Petunam oder Senegalia genannt wird. Dort standen sispäter unter der Herrschaft des Königs S chiran Piromal, welcher von der Stadt Gawa bis zur Stadt Golomba auf der Insel Ceylon regierte. Dieser Kö- *) Hamagid hat : O'lLlW NflO ML? «'.NN, was offenbar ein Fehler ist.

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