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Der Israelit · 1865-01-04 · Heft 1 (4.1.1865) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
6 (1865)
Issue
Heft 1 (4.1.1865)
Date
1865-01-04
Page
– (sequence 19)
Language
German
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11 Feuilleton, NN L-Ii? 21' (Nach Inhalt, Reim und Rhythmus und gemäß der gewöhnlichen Sangesweise.) Von Sabbattag, ein heil'ger Tag! Heil dem, der ihn halten mag! Fern von aller Sorg' und Plag Sein bei'm Weine froh gedenkt, Und ihn nicht mit Sorgen kränkt! Fehlt es auch an baar, Mußt Du leihen gar, Gott ist's, der Dirs wieder schenkt. Z Stehen Fleisch und Wein bereit, Fische auch und Süßigkeit, Lohnt der Sabbat mit der Zeit Seinem ihm getreuen Sohn Die erwies'ne Ehre schon. Fand doch Joseph auch In des Fisches Bauch Mehr als reichlich seinen Lohn. -') Ist der Tisch fein hergericht't, Wie's gebietet Sabbat-Pflicht, Segnend Gottes Engel spricht: „Lange, lange sei es so.' Daß kein Leid Dich je bedroh!'' Und der Bösen Schaar Ruft: „Es werde wahr!" Wenn auch nur zum Scheine froh. ') Uebst als Weib Du Deine Pflicht, Dreifach, wie's Gesetz Dir spricht. „Reinheit, Hebe, Sabbatlicht," Sei getrost in schwerer Stund'! — Engel stehen in der Rund', Gottes Auge wacht, Bis Du es vollbracht, „Mutter!" ruft des Vaters Mund, 1) Bezah f. 15 t>. —! 2) Sabbat 119 s. — S. Tendlau's „Buch de. Sagen und! Legenden jüdischer Vorzeit" XIX. S. 84. „Joseph, der Sabbat- > Ehrer," so wie die Anmerkung dazu über ven Brauch, am Sab- I bat-Abend Fisch zu essen. —! 3) Sabbat 119 k. — i t) Vergl. Sabbat 31 b. — I Lob und Lied sei Dem gebracht, Der dm Sabbat-Tag gemacht, Ihn mit Seinem Wort bedacht, -') Und zu Moses sprach: „Die Gab', Die in meinem Schatz Ich Hab' Lange wohlverwahrt Für Euch aufgespart, Nimm sie hin als Stütz' und Stabil) — Drückt die Seele herbes Leid, Kommt der Sabbat, weicht es weit, Er ja ist die Wonnezeit, Weil Gott selbst ihn heilig sprach, Als das Manna ihm gebrach,?) Daß der Wochentag Für ihn sorgen mag, Seelenlust ist seine Sach'. — Sein Gesetz, so streng und schwer, Stammend schon von Marah her, §) Scheint so Manchem allzusebr Ruhend nur auf losem Grund;-') — Doch wer hütet seinen Bund, Dem wird einst zu Theil Ew'ges Seelenheil, Sabbat-Tag zu jeder Stund. KZ — Bundeszcichen soll er sein Gott und Seinem Volk allein, Und kein Dritter misch' sich ein. ") — Sambalion, im wilden Lauf, Steht und blickt zu Gott hinauf, Seine Sabbatruh Ruft dem Zweifler zu: „Schau mich an und merke auf!" '-) — Schweigen soll mir, wer da singt, Wenn mein Sabbatlied erklingt, Das wie Thau Erquickung bringt. Nichts, was meinen Sang erreicht! Meines Liedes Weise gleicht! Prüfet Euch nur ganz! Meines Liedes Glanz Nimmermehr vor Euch erbleicht. d) Am Sabbat wurde die Thoca aegeben, Sabb. 86 b. — o) Sabb. 10 d. — ') Ber. rab. par. 11. — 3) 2. B. M. 15. 25. — Sabb. 87 d. Sanhedr. 56 t>. — 9) Chagiga 10 «. — «>) Bergt. zu Ps. 92. 1. Nasch, u. A. — ") Debar. rabb. par. 1. S. 214 ä. — '-2> Sanbedr. 66 5. Ber. rabb. par 11. — Näheres darüber in Tendlau's ..Sprichwörter und Redensarten jüdisch-deutsche» Vorzeit" Nr. 182t. —

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