Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 51 (21.12.1864)
- Date
- 1864-12-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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S1 Der Israelis Ein Central-Orga« für das orthodoxe Jadenthum. Herausgegeben von Lehmann in Mainz. Mainz, den 21. December 5 62K?(18 6 4). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 1j Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. p.c. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. p. e. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko cinzusenden. Da mit dem 1. Januar 1865 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uuS, die geehrten Abouneuteu daraus aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. Inhalt: Leitender Artikel: Israel, eine Leuchte. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Crailsheim. — Preußen: Königsberg. — Oesterr. Kaiserst.: Debreczin. Debreczin. Kün Szt. Miklos. —Italien: Aus Oberitalien.— Frankreich: (Jüd. Briefe von A. Cohn). — England: Bradford. Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Hamburg. — Frankreich: Paris.— Amerika: New-Aork. — Rumenien. Feuilleton: Lebensgeschichte des Rabbi Jizchak Arama. Leitende« Artikel. Israel, eine Leuchte. (Zum Chanukahfeste.) Das trauliche Chanukahfest naht heran, und mit ihm treten all die großen, historischen Erinnerungen, deren Denkmal es ist, vor unser geistiges Auge. Dieses schöne Fest feiert die Erhebung aus tiefstem Verfall und die Errettung von höchstem Unglück; denn nicht unser irdisches Leben wollte der syrische Tyrann uns rauben — unser geistiges, unser ewiges Leben, unsere heilige Religion sollten wir aufgeben. Mit dem Feinde, der von Außen her uns bekämpfte, hatten sich die schlimmern Feinde verbunden, die im eigenen Schooße unseres Volkes geboren worden waren. Aber Gotterrettete uns von Beiden; er erweckte jene gewaltigen Helden, die mit kräftigem Arme den innern wie den äußern Feind bekämpften. rnOvi-, O-,'2 rv.'2'O Während ihr Mund das Lob des Allmächtigen verkündete, führte ihre Hand ein zweischneidig Schwerdt, während Alles, was sie thaten, nur aus reiner Absicht, nur zur Erhaltung unserer heiligen Religion, zum Ruhme unseres Gottes geschah, führten sie das siegreiche Schwerdt, das zwei Schneiden hatte, das nach Innen wie nach Außen die Feinde unseres Glaubens, die Feinde unseres Gottes traf. — Als sie nun mit ihrem Blute die denkwürdigsten Siege errungen halten, welche die Weltgeschichte kennt, als sie das hohe Haus auf dem Berge Morijah, das von den Feinden beschädigt, entweihet und verunreinigt war, wieder der alten Weihe und Heiligkeit' Zurückgaben, als sie das Gotteslicht wieder leuchten lasten wollten auf dem reinen Leuchter, da fehlte es an Oel; nur ein Krüglein war da, das dem Zwecke entsprach und das Siegel des hohen Priesters trug; es reichte eben aus für einen Tag, und doch währte es acht Tage, bis man wieder reines Oel zu schaffen vermochte. Aber Gott half in wunderbarer Weise und ließ das wenige Oel so lange genügende Nahrung sein für das Gotteslicht, bis daß wieder neues hatte geschafft werden können. Möge uns das zum Tröste gereichen! Ist auch nur wenig Oel da für die Gottesflamme,