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Der Israelit · 1864-12-14 · Heft 50 (14.12.1864) · page 7

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 50 (14.12.1864)
Date
1864-12-14
Page
– (sequence 7)
Language
German
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661 hierüber einige Greise zu befragen, deren Erinnerung bis zu jener Epoche hinaufreichte, so werde ich wohl durch Zusammenfafsen der einzelnen Erzählungen ein Bild des Ursprunges dieser Gemeinde entwerfen können, die sich unter Ludwig XVI., in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, in Paris zu organisiren begonnen hat. — Nach Austreibung der Juden unter Philipp dem Schönen und seinen Nachfolgern gab es viele mehr oder minder reiche Israeliten, welche von Zeit zu Zeit die Erlaubniß erhielten, sich längere oder kürzere Zeit in Paris aufzuhalten; aber es wurde ihnen nicht erlaubt, eine Gemeinde zu bilden oder einen Ort für gottesdienstliche Versammlungen zu beschaffen. Unter der Negierung Ludwigs XIV. wohnte zu Paris ein reicher Banquier, Namens Samuel Bernard, welcher ein großes Haus auf dem Viktoriaplatze besaß. Derselbe hatte eine einzige Tochter, welche er taufen ließ und mit dem Kanzler Nartbieu Note verheirathete; das war die Urgroßmutter des Grafen Nolch welcher unter demerstenKaiferreicheJustizunnister uud unter Louis Philipp Ministerpräsident war. Einige Traditionen verstiegen sich sogar bis zu dem ersten Aufenthalt der Israeliten zu Paris, indem man einigen Kirchen jüdischen Ursprung zuschrieb. Wahrscheinlich sind die Israeliten mit den Römern nach Paris gekommen, deren Legionen häufig Juden mit sich führten. Vielleicht wird cs nur später vergönnt sein, über d'.ese erste Epoche einige Documente zu sammeln; für jetzt aber will ich mich darauf beschränken, die Geschichte der Bildung, der zweiten Gemeinde mitzutbeilen; dieselbe zählt jetzt kaum hundert Jahre. (Forts, f.) Feuilleton. Die Debrnsgesi!sichte des Nabln Elias ans Wilna, bekannt unter dem Namen pr^T! oder auch nvnri, kurz dargestellt von I)r. krölllieli, Nabb in Halle. Wenn man die Größe einer Nation darnach beurtheilt, ob sie große Männer erzeugt hat, die das große Werk der Menschen Erleuchtung und Veredlung gefördert, die für den Sieg der Wahrheit zu leben und zu sterben bereit waren, dann wahrlich ist Israel die größte der Nationen (Vergl. Dcutr. 4, 6.) Ja, alle Achtung vor solchen Männern, die entsprossen einer Nation, die Jahrhunderte lang geknechtet und herabgewürdigt wurde, dennoch leuchtende Gestirne nicht nur am Horizonte der Juden-, sondern der ganzen Menschheit geworden sind, die aber erst dann zu ihrer vollen Anerkennung gelangen werden, wenn das Wort der heil. Schr. in Erfüllung gegangen sein wird: n'v -nirr nnx Und zu diesen großen Männern zählen wir auch den Mann, dessen Lebensgeschichte wir jetzt in kurzen Umrissen niederschreiben wollen, um dem Heranwachsenden israelitischen Geschlechts zu zeigen, wie ein Jude, der auch den profanen Wissenschaften sich hinneigte und sie gründlich ftudirte, dennoch feiner großen talrnudischen Gelehrsamkeit wie seiner Frömmigkeit wegen der Stolz Israels geworden ist. Rabbi Elias ist geboren zu Wilna am 1. Tage riO2 5486 — 1726 Sein Vater, ein talmudisch gelehrter Mann, hieß R. Salomon Salman. Zu seinen Urahnen zählte er 2 berühmte Männer: nvnv dessen Namen er erhalten hat, und L'pIi .-1^2 Verfasser des rich^r, (gest. zu Wilna 1660). Seine frommen Eltern gamn ihm jene streng religiöse Erziehung, die alle Bedürfnisse und Beziehungen des Lebens unmittelbar von Gott her- und zu Ihm zurückleitet. Das für solche religiöse Eindrücke tief empfängliche Gemüth des Knaben ward von seiner früh entwickelten Geistesregsamkeit unterstützt und gehoben. Im zartesten Kindesalter schon wurde er von seinem Vater zum Studium des Talmud hingesührt und in seinem 6. Jahre hatte er bereits so viel talmudisches Wissen und einen solchen Ruf in seiner Vaterstadt, wo damals der Sitz großer talmudischer Gelehrsamkeit war, erlangt, daß ihm, dem sechsjährigen Knaben, gestattet wurde, in der großen Synagoge einen talmudischen Vortrag, eingeübt von seinem Vater, zu halten. In seinen! Jahre war er tüchtig in Bibel, Mischna und Gemara. Um aber diese drei Fächer gründlich zu verstehen, sind Kenntnisse der profanen Wissenschaften unbedingt notbig. Der Knabe Mas, dies wohl einsehend, beschäftigte sich daher frühzeitig mit denselben, *) als: Grammatik, Algebra, Geometrie, Astronomie, um die jüdische Kalcnderberechnung rmnp besser zu verstehen, und mit Musik -) zum Versiändniß der Accente und der Gesänge der Leviten. Was Wunder, daß ein Mann wie R. Elias mit solchen! immensen Fleiße und mit solchem Forschergeiste im frühesten Mannesalter schon eine solche Berühmtheit erlangt hatte, daß sogar der berühmte N. Jonathan Eibenschütz sich nicht scheute, ihn, den jungen gelehrten Mann, in rituellen Sachen um seine Meinung zu befragen;'') was Wunder, daß die größten Gemeinden ihn zu ihrem geistlichen Oberhaupt verlangten? Doch der große, berühmte Mann schlug jede 1) 2» der Vorrede seines Commentar'L zum Pentateuch 2) In der Vorrede seines Commentar's zu den Sprüchen d. V. nv-r '22 ndrv. 3) re ns? von N. Ion Mben'cv. Diese Stelle laur-a also: MN'V 'v gm 'Nim? '.->rchn gv 12V L'Mj? , NN'2.-! L" "H"! '2ir. -g22 NI' vnp ich N2v,-rri bv sich? six-in' M82, M.-M! 21^12 V22 I?.ch-Ü1 rnch-u 1022 i">?2 , XO'ch schvm

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