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Der Israelit · 1864-12-14 · Heft 50 (14.12.1864) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 50 (14.12.1864)
Date
1864-12-14
Page
– (sequence 2)
Language
German
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656 denthums schaaren; mögen Alle die hohe Aufgabe, welche wir uns gestellt haben, thätigst fördern helfen. Es fehlt iuns uno unserer heiligen Sache Gs. D. nicht an thätigen, eifrigen, aufopfernden Freunden; aber jeder echte Jude, dem es Ernst ist um die Förderung des religiösen Lebens der Mitlcbenden und um die Vererbung ^des wahrhaften Judentums auf die Nachkommen, sollte sich thätig und eifrig um die Hebung und Verbreitung einer Zeitschrift bemühen, die ja nichts Anderes will, als zur Erhaltung unserer heiligsten Güter für uns und unsere Kinder beizutragen. — Daß der Leserkreis unserer Zeitschrift sich stetig vergrößert, das ist uns eine ebenso tröstliche wie ermuthigende Erscheinung. Es beweist uns, daß sich unter Streben der Anerkennung unserer Zeitgenossen in stets sich erhöhendem Maaßstabe erfreut; es beweist uns, daß unsere Zeitschrift immer größeres Interesse erregt. Wir tragen hiezu redlich das Unsrige bei; neben dem Hauptzwecke, den wir verfolgen, sorgen wir dafür, daß nichts Beachtenswerthes, was an aller Welt Enden in jüdischen Kreisen sich ereignet, den Lesern des „Israelit" vorenthalten bleibe. Wir bringen die Nachrichten früher als die anderen jüdischen Zeitungen in deutscher Sprache, von denen einige, z B. die Wiener „Neuzeit", ihre interessantesten Nachrichten aus dem „Israelit" abdruckt, natürlich, ohne die Queue anzugeben. *) Dabei ist unsere Zeitung bedeutend billiger als alle übrigen jüdischen Blätter. Der Umfang derselben hat noch in jedem Jahre zugenommen; Zugleich haben wir, feit dem Beginne des laufenden Jahrganges, um Raum zu ersparen, für engern Druck Sorge getragen, ohne daß die Deutlichkeit desselben darunter leide; trotzdem haben wir den Preis nicht erhöht. Unsere geehrten Leser mögen daraus unsere Uneigennützigkeit erkennen, die ihnen zu Gute kommen läßt, was die erweiterte Verbreitung nur irgen.- zu thun ermöglicht. Zu besonderer Genugtuung gereicht uns das Feuilleton, das in unterhaltendster Weise belehrt und auf das Gemüth seinen bildenden und bessernden Einfluß übt; es sind das kostbare Edelsteine in lieblichster Faffung. Eine andere erfreuliche Erscheinung ist die stete Zunahme der durch den „Israelit" verbreiteten Anzeigen. Auch sie wirken in ihrer Weise viel Gutes und haben schon Manchem zu einer dauernden Lebensstellung verholfen. Warum wir das Alles hervorheben? Nicht aus persönlichen Gründen, sondern einzig deßhalb, um die *) Es sind das in der Regel Nachrichten, die wir aus französischen, englischen, amerikanischen, hebräischen und italienischen Zeitungen übersetzen; all die Aenderungcn, Weglassungen, Abkürzungen, die wir gemacht haben, hat dann die ehrliche „Neuzeit" auch. — gute Sache zu fördern und die Freunde dieser Zeitschrift, namentlich die geehrten Herren Rabbinen und Lehrer, anzuregen, im Interesse der erhabenen Zwecke und Ziele, welche sich dieselbe gestellt hat, für immer größere Verbreitung, für immer zunehmende Erweiterung ihres Leserkreises Sorge zu tragen; denn der „Israelit" wird in demselben Maaße segensvoll wirken, in welchem sich seine Auflage vermehrt, sein Umfang vergrößert und seine innere Gediegenheit einen immer bedeutenderen Grad der Vollkommenheit erreicht. Redaction, Mitarbeiter und Leser stehen hier wie bei keinem andern literarischen Unternehmen in steter Wechselwirkung; denn es handelt sich hier nicht um bloße Unterhaltung, nicht um industrielle oder gewerbliche Zwecke, auch nicht um bloße Belehrung, sondern um die Erhaltung und den Schutz unserer heiligsten Güter, zu deren Bewahrung beizutragcn das höchste Glück ist, dessen der Mensch sich zu erfreuen vermag. — „Ein Genosse bin ich Allen, die Dich fürchten und Deine Gebote beobachten." l „Mögen zu mir halten, die Dich fürchten und Deine Zeugnisse erkennen!" „Deine Hand sei mir zur Hilfe, denn Deine Gebo^^-«^ habe ich erwählt!" — (Psalm t tl), V. 63, 79, l78.) Mi'riirischrr Stricht. Der Verein „Mekize Nirdamim" hat seinen Mitgliedern die in diesem ersten Jahre von ihm edir- Len Werke zugesandt. Der Gründer und Leiter dieses Vereins ist Hr. Rabbiner I. Silber mann zu Lyck, der Hauptredacteur des „Hamagid". Ihm zur Seite stehen als Comitemitglieder die Herren: Oberrabbiner Adler zu London, Albert Cohn zu Paris, Professor S. D. Luzato zu Padua, Joseph Zebner zu London und Mathias Strasson in Wilna; auch der verewigte Rabbiner vr M. Sachs zu Berlin stand mit an der Spitze des Vereins. Der Verein wurde bereits vor 3 Jahren gegründet, hatte aber so viele Schwierigkeiten zu überwinden, daß erst jetzt die erste Edition desselben hat veröffentlicht werden können. Der Zweck des Vereins ist in erster Linie, noch ««gedruckte Werke der -großen Männer der Vorznt, die sich handschriftlich in einer der großen Bibliotheken befinden, herauszugeben, dann auch selten und theuer gewordene Druckwerke neu aufzulegen. Da der Abonnementspreis nur zwei Thlr. beträgt, so versprach das Unternehmen von großem Nutzen zu werden und den Schatz unserer heiligen Literatur um ein Bedeutendes zu vermehren. Die

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