Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 41-42 (12.10.1864)
- Date
- 1864-10-12
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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s. Jahrgang. L LS Der Israelit. Ein Central-Orga« für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von Lehmann in Mainz. Mainz, den 12. October 5625 (1864). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Mittwochs, in mindestens ij Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. p. c. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. p. c. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko einzusenden. Wir geben heute eine Doppelnummer, da in nächster Woche wegen des h Laubhüttenfestes kein Blatt erscheint. Die nächste Nummer wird Mittwoch, den 26. October, auSgegeben. Anhalt: Leitende Artikel: Die würdige Festesfeier. — Literarisches. — Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. — ZeitungSaachrichteu und Korrespondenzen: Deutschland. Frankfurt a. M. — Oesterr. Kais erst.: Wien. Wien. Wien. — Schweiz: Bern. — Italien: Turin. Feuilleton: Nachrichten über den Aufenthalt der Israeliten in Aegypten nach ägyptischen Urkunden. Anhalt der ersten Beilage: Leitender Artikel: Literarisches. Zeitungsnachrichten und Correspondenzeu: Deutschland: Frankfurt a. M. — Preußen: Frankfurt a. O. Tarnowitz. — Frankreich: Paris. Paris. Bordeaux. Marseille. — Schweiz: Zürich. — Griechenland: Athen. — Palästina: Jerusalem. Feuilleton: Das Söhnlein Hamnuna's des altern. Inhalt der zweiten Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland. Frankfurt a. M. — Oesterr. Kais er st.: Wien. Budweis. Unterkralowitz. Jeke. Feuilleton: Gräber im heiligen Lande. — Die Laubhütte. Leitende Artikel. ' Die würdige Festesfeirr. (Zu Schemini Azereth.) Am Sckemini Azereth, am Beschlußfeste, sind die Festtage Gottes, die uns der Monat Tischri in so reicher Fülle bringt, bald vorüber; die vollbrachte Festeszeit zieht an unserem geistigen Auge dahin, wir erinnern uns, wie wir vor wenigen Wochen, am Tage des Gerichts, bereit waren, vor den Richterstuhl des Allgewaltigen hinzutreten, wie wir mit bangem Gemüthe Seinem Urtheilspruche entgegenharrten, erinnern uns des großen und furchtbaren Tages, da wir rein wurden von Schuld und Sünde, und jetzt, da nun auch das schöne Hüttenfest vorüber, sollen wir uns aus der Nähe des allbarmherzigen Vaters entfernen, sollen denr alltäglichen, nicht festlich geschmückten Leben entgegengehen, nachdem wir so lange die Tage des Herrn gefeiert. Doch 22^ .i'.iri 5>iL2 2121 am achten Tage soll noch einmal Festzeit sein 1122 noch hält uns Gott und läßt uns nicht scheiden; wie ein liebevoller Vater, der da Besuch empfangen von seinen Kindern und sie nicht fortläßt zur festgesetzten Zeit, sondern noch einen Tag bedingt, noch einen Tag, der da ganz geweiht sei dem Zusammenleben und der freudigen Gemeinschaft, so schenkt auch der Herr uns mit unendlicher Liebe dieses Fest des Beschlusses, ganz gewidmet dem Zusammenleben mit Gott, ganz geweiht der freudigen Gemeinschaft mit dem Vater des Erbarmens. Es ziemt uns daher, diesen Tag seiner hohen Weihe angemessen zu feiern, damit uns Gott nicht entgegenschleudere das zürnende Prophetenwort (Jesaias C. 1, V. 14) 22'i2ivi 22'Vin '2^ eure Neumonde und Festzeiten hasset Meine Seele! Hierzu bemerkt der Midrasch: iiix '^2 wz/v ,2'121O 2'L12 251X I2v .12'P2 '21 5>tt? ,ir^L7 ^->21V1 ^1,1 : ,1"2P",1 22> -,2-r 12 «>7 imrr '2".1 '12121 'L715I 12-r 1^-r '2'P2 <1 .1'- 12-r 511212 251X ^'2^2 22'12121 22'l^l.l 12X 12 2221' .iw2Lk „Einst fragte ein Heide den Rabbi Akiba: „Warum feiert ihr noch Festtage? Hat Gott denn nicht zu euch gesagt: „Eure Neumonde und Ftstzeiten hasset Meine Seele?" „„Wenn es hieße,"" antwortete ihm Rabbi Akiba, „„Meine Neumonde und Meine Festzeiten, so hättest du recht; es heißt aber eure Neumonde und eure Festzeiten, das sind die Festeszeiten, die Jerobeam sich ausgedacht.""