Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1864-10-05 · Heft 40 (5.10.1864) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 40 (5.10.1864)
Date
1864-10-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2446951-2447141-2447181--02911-2458278
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

5. Jahrgang. ^>F Ar». Der Israelit. Ein entral-Orgau für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von Vr. Lehmann in Mainz. Mainz, den 5. Oktober 5625 (1864). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens 1j Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. p. c. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichifche Banknoten laut Cours. Direkte Krankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. p. c. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko einzusendcn. Inhalt: Leitende Artikel: Wahrhaftes Leben. — Guizot über die Sendung Moses. — Orthod. - isr. Bibelanstalt. — Bau jüdischer Armen- und Pilgerivohnungen in Jerusalem. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Frankfurt a. M. Würzburg. Altona. Inhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Lorrespondenzeu: Deutschland: Stuttgart. Burgpreppach.,— Oesterr. Kaiserst.: Aus dem Reograder Comitate. — Feuilleton: Eine Aeußerung des Dichters Lenau über Kol Nidre. Leitende Artikel. Wahrhaftes Leben. (Zum Sabbat Schubah.) Groß und wichtig sind sie für uns, diese Tage der Rückkehr, diese 10 Tage vom Tage des Gerichts bis zum Tage der Versöhnung, und wenn zu jeder Zeit unser Geschick in unserer eigenen Hand ruht, so gilt das vorzüglich für diese „furchtbaren Tage", von denen es heißt: „Suchet Gott, da Er Sich finden läßt, rufet Ihn an, da er nahe ist!" Schon hat uns der Schofarton zur Rückkehr erweckt, und angstvoll schauen wir dem großen Tage der Sühne entgegen. Es ist namentlich das Gebet um Leben, das wir um diese Zeit mit ganz besonderer Innigkeit in eigens von unsern Weisen in die Gebetordnung eingeführten Formeln zu unserem Vater im Himmel emporsenden: „Gedenke u " zum Leben, König, der Wohlgefallen hat am Leben, und schreibe uns ein in das Buch desLebens um Deinetwillen, Du Gott desLebens!" „Wer ist wie Du, Vater mit Erbarmen, der da gedenkpt seiner Geschöpfe zum Lebenmit Erbarmen?" „Schreibe ein zum glücklichen Leben alle Söhne Deines Bundes!" „Für das Buch des Lebens, des Segens und des Friedens und der reichlichen Ernährung mögen wir bedacht und eingeschrieben werden vor Dir, wir und das ganze Haus Israels, zum glücklichen Leben und zum Frieden!" Es ziemt sich daher wohl, zu erforschen, was wir zu erlangen wünschen, damit wir lernen, wie wir es erlangen können: Verlangen wir etwa Leben, um recht lange dem Genüsse zu fröhnen, um Sünde auf Sünde zu häufen? Tragen wir nicht schon schwer genug an unserer Last? Hören wir, wie der heilige Sänger den Wunsch nach Leben und die Erfüllung desselben uns aufzufaffen lehrt (Ps. 34, V. 13—15): in IM rnr-r-i^ c>M' I."ir< sDHI l.-IOII, L7PI IM PIV ID IIIV „Wer ist der Mann, der Leben wünscht, der da die Tage liebt, Gutes zu schauen? Bewahre deine Zunge vor Bösem und deine Lippe vor trügerischer Rede, suche den Vollkommnen (Gott) und erstrebe Ihn!" I. Es ist vor Allem nothwendig, daß wir erkennen, was eigentlich Leben heißt. Und wenn Jemand ein Alter erreicht, wie es nur wenige andere Menschen erreichen, und wenn er mehr als ein Jahrhundert zählte, und er hat die Tage seines Lebensalters verbracht mit unnützen Dingen, so ist es, wie wenn er

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.