Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 35 (31.8.1864)
- Date
- 1864-08-31
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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SS. Der Israelit. Ein Ceatrel-Orza« für das »rthadoxe Judeathu«. Herausgegeben von V» Lehmann in MaiNL. Mainz, den 3 1. August 5624 (1864). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens ij Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. p. c. oder fi- 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjLhrig. halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut EourS. Direkte Frankozufendrmg unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. p. c. oder 6 fl. Österreich, an die Erpedition franko ejnzusenden. Knha lt: Leitende Artikel: Die Reise des Herrn vr. Albert Lohn im Orient. — Bau jüdischer Armen» und Pilzerwohnungen in Jerusalem. — Zeitungsnachrichten «nd Eorrcspondenze«: Deutschland. Aus Württemberg. Aus Norddeutschland. Bad Homburg. Mainz. Mainz. Mainz. —Oester r. Kaiser st.: Bad Bösing. Palästina: Jerusalem. Anhalt der «eila-e: Zeitungsnachrichten «nd Earrespoudenze»: Oester r. Kaiser st.: Arad. — Italien: AuS Ferrara. AuS Rom. — Frankreich: Paris. Aus Paris. — Portugal: Lissabon. Amerika: New-Uork. Feuilleton: Nicht immer ist es gut, an seiner Gewohnheit fest zu halten. — Der Jude. Leitende Artikel. Die Neise -es Herrn vr. ÄLdert Cohn im Orient. Me wir den geehrten Lesern dieser Blätter bereits mitgetheitt haben, hat sich der edle Menschenfreund, Herr Lr. Albert Cohn aus Paris, der sich bereits so viele Verdienste um unsere Glaubensgenoffen im Allgemeinen, namentlich aber im Orient erworben, wieder einmal nach dem fernen Osten begeben, um sich persönlich nach dem Wohl und Wehe unserer dortigen Brüder umzuschen und die wohtthätigen Anstalten zu inspiciren, die er theilweise selbst gegründet hat. Derselbe hat von Damaskus aus «ns! mit einem Briese beehrt, den, weil von hohem Interesse, wir hier mittheilen wollen : „Damaskus, den 31. Juli. Hochgeehrter Herr Redakteur! Bei der freundlichen Aufmerksamkett, mit der Sie meine Thätigkeit aus jüdischem Gebiete begleiten, hatte ich es für meine Pflicht, Ihnen inmitten meiner Pilgerfahrt einige Mittheilungen zu machen, die für die Leser Ihrer geschätzten Zeitschrift nicht ohne Interesse sein «erden. Nur bitte ich Sie, zu entschuldigen, daß diese Mittheilungen kurz und abgerissen sein werden. Sie werden es leicht begreifen, wie schwer es mir wird, inmitten der Mühen der Reise diese zu erstatten. In Alexandrien waren es besonders die Schulen, welche meine vollständige Aufmerksamkett in Anspruch genommen, und wenn ich mir sage, wie bedeutend dieselben in den jüngsten 10 Jahren aus den geringsten Anfängen geworden, so muß ich ausrufen O'NON.-i „Ich bin zu gering ob all der Wohtthaten, die mir Gott erwiesen, der mein Händewerk gesegnet." Mehr als 13v Mädchen lesen geläufig Hebräisch, übersetzen auf Französisch, Italienisch und Arabisch die Hanptgebete, lernen biblische Geschichte, Rechnen rc., werden in allen weiblichen Handarbeiten unterrichtet. Ebenso besuchen die Knabenschule mehr als 250 Knaben; für die herangewachseneren Knaben befindet sich eine höhere Lehranstalt daselbst, die sogar von einigen Christen und Muselmännern besucht wird. Alexandrien besitzt eine prachtvolle Synagoge, Elijahu - Hannabi - Synagoge genannt. Dem Allgütigen sei Dank, der hier, wo nach der Erzählung unserer Weisen dereinst ein so großartiges Bet-Hakeneset bestand, unsere Glaubens-