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Der Israelit · 1864-08-10 · Heft 32 (10.8.1864) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 32 (10.8.1864)
Date
1864-08-10
Page
– (sequence 11)
Language
German
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433 hergeleitet, weil es im Texte heißt und nicht El fteres bedeutet demnach momentane Veranlassung, das Letzte, aus Gewohnheit. — Die gebildete Berurja ruft ihrem Manne, in der Vermuthung, daß ein Gebet gegen böse Nachbarn sich nur auf ein Gebet gegen Sünder im Allgemeinen gründen könne, die Bedeutung des unter dem Cheth des Wortes Chataim stehenden Vokals in's Gedächtniß, worauf ein großes Gewicht zu legen sei. Nur unverbesserliche Lasterhafte habe man ein Recht zu verdammen. Der Bestand der sittlichen Weltordnung, der Riesenbau der menschlichen Gesellschaft müßte in seinen Grundfesten Zusammenstürzen, wenn Gottesfurcht, Erkenntniß und Nächstenliebe wanken, und Ruchlose frei walten sollten. Hingegen bei Menschen, von denen man noch nicht fich überzeugt hat, daß der Saft der friedlichen Belehrung und Ermahnung das Feuer ihrer Leidenschaft und Wildheit nicht zu löschen vermag, versuche man doch erst den Weg der Sühne und des Gebetes um Bekehrung, bevor mau zur Verwünschung schreitet. Rabbi Meir achtete auf den Spruch seiner Frau und hatte die Freude, zu sehen, wie die Gluth der Reue und der Besserung seine wohl noch nicht ganz verdorbmen Nachbarn für Verträglichkeit und Frömmigkeit unauslöschlich entzündete. — Anze Vscllter-keilsioilrt In Mninlburx Mit meiner höheren Töchterschule, an welcher sehr tüchtige Lehrkräfte Hamburgs wirken, ist ein Pensionat für junge Mädchen verbunden, das unter der besonder» Leitung meiner Frau steht. Die mir anvertrauten Zöglinge werden als zur Familie gehörig betrachtet und genießen einer liebevollen Wege, einer sorgfältigen Ausbildung ihrer intellectuellen Anlagen und einer streng moralischen Erziehung, die auf religiöser Basis beruht. Denselben steht die Theilnahme an dem Unterricht in meiner Lehr-Anstalt und dem für erwachsene junge Mädchen eingerichteten Cursus frei, und ist außerdem für Erlernung der Musik, der Conversation in fremden Sprachen rc. die umfangreichste Sorge getragen. Referenzen ertheilen die Herren: Oberrabbiner Stern, Schuldirector Do Koref, Simon Mai, Siegmund Wardurg, von der Firma M, M. Warburg, und Sally Lewisohn in Hamburg, Landesrabbiner Do Cohn in Schwerin, in Mecklb., und Rabbiner Do Gudernann in Magdeburg. Ho Director einer höheren Töchterschule, ABC-Straße 30, in Hamburg. Aür das hiesige Jews College wird ein Hauptlehrer o gesucht. Derselbe hat sowohl im College als in der zu demselben gehörigen Schule in den höheren Zweigen der hebräischen Sprache und in der Theologie (einschließlich Talmud) zu unterrichten und die Oberaufsicht über den gesammten hebräischen Unterricht zu i g e n. . übernehmen. Er muß auch mit der englischen Sprache hinlänglich vertraut sein, da der vorerwähnte Unter- > richt in derselben ertheilt wird. Der Gehalt ist, je , nach Befähigung, von L. 150 — 200 jährlich, nebst! freier Wohnung. Bewerber wollen ihre Zeugnisse über i Qualification, gegenwärtiger und früherer Stellung,! bis zum 1. Septbr. d. I. einsenden, unter der Adresse: j I. I^6V^ S6v1. to 0l6 OolleAS, lO.! 8gu»r«, Hväoa lÄ 0. /Vnnones. Der Unterzeichnete hat auf hiesigem Platze ein israelitisches Knaben-Jnstitut errichtet, das seine Devise: Aecht jüdische Erziehung, verbunden mit zeitgemäßer Bildung, beide große Frctoren von den hiezu bedingten Wissenschaften getragen, heiligen Ernstes und unermüdlichen Fleißes zu realistren fich bemühet. Verehrlichs Eltern, Psiegeeltern und Vormünder belieben rechtzeitig in frankirten Anfragen sich zu wenden an den Unterzeichneten. LeuderShause» bei Hofheim, im bayrischen Kreise Unterfranken. R. ZTau, Jnstitutsvorstand. n vorerwähntem Institute kann ein junger Mann, dem günstige Referenzen über ein makelloses religiöses Betragen zur Seite stehen, und der sich über tcümudische Kenntnisse und Lehrfährgkeit genügend legalisiren kann, ein convenables Placement finden. Eintritt am 1. Rov. ». v. Ein auch zugleich zum Elementar-Unterrichte prakticabler Bewerber wäre der bevorzugtere. Hierauf Reftectireude belieben in Bälde ihre Zeugnisse franco an vorgenannten Instituts-Vorstand einzusenden.

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