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Der Israelit · 1864-07-20 · Heft 29 (20.7.1864) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 29 (20.7.1864)
Date
1864-07-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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s. Jahrgang. Israelit. ss. Ein Leutral-Or-a» für das orthodoxe I«de»thum. Herausgegeben von V». Lehmann in Mainz Mainz, den 20. Juli 5624 (1864). ) Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. p. c. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man adonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle BuchhandlungeOund Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut CourS. Direkte Krankozüsendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. p. c. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko einzusenden. Inhalt: Leitende Artikel: Einiges über dos Bedürsniß einer jüdisck-en Geschielte und deren Darstellung. — Der von der Rabbinercou missten zu Pestb veröffentlichte Entwurf zur Gründung eines Nabbin erseminars. — Dos Institut zur störderr ng der isr. Literatur und das Publik m. — Bau jüdischer Armrn- «nd Pilgerwobnungen kn Jerusalem. Aeit»»gs»«chrichte« und borres-ondeuzen: Deutschland: Aus dem Herzogthum Nassau. Würzburg. Anhalt der Vellage: -ettang-aachrichte» aad Eorrespoudeuze«: Deutschland: FSnMchen. — Preuße«: Königsberg. — Frankreich: Pari-. — China. Preußen: Beckn. P^m. Einiger über dar Sedürsniß einer Mischen Krschichtr »nd deren Darstellung. Lo« 8. L,ip8ellStL in Hamburg. sich um Wahrheit handelt, wo das jüdische Herz uns rm Busen blutet wegen mancher von sogenannten jüdischen Historikern — die nichts weniger als dies sind — ihm widerfahrener Unbill, hier mag es auch gestattet sein, ein freies Wort unumwundener Wahrheit zu reden. — So muß man, wenn z. B. Männer wie EE vador, Jost nnd Grätz es unternahmen, eine Geschichte des Judcnthnms zu schreiben, nur zurückschrecken, solche Leute als Annehmer dieser hohen und gewichtigen Sache zu sehen. Der Erste, ein bloßer Pantheist oder Naturalist, der nur den Namen Jude mit uns gemein hat, tischt barocke franMsche Romantik statt Geschichte auf, "die außerdem rröch das ärmliche Kleid völliget Ignoranz des speciell Jüdischen tragt. Der Zweite zeigt das widerliche Bild eines nach historischer Unparteilichkeit haschenden Heuchlers. Er will gern als Historiker — denn der Historiker, dachte er, muß sine irn ei »tuckio schreiben*) — austreten, er will als Jude den Juden verleugnen, während doch TacttUS bei aller sogenannten histor. Unparteilichkeit ein guter Römer war, und so fehlt es ihm und seinem Werke an jüdischem Gemnth, um zu den rosigen Höhen der jüdischen Geschichte emporzuklimmen, wo einem das Herz freier schlägt, und man die Nähe der göttlichen Leitung athmet. Es fehlte ihm jüdischer Scharfblick, (Schlüß.) Die zahlreichen Werke, die «ir bereits über jüdische Geschichte haben, sammt den sich ihnen anreihenden Monographien, genügen diese nicht jenem von uns »achgewiesenen BedürfnißL Wir antworten mit einem entschiedenen Rein! — Man hatte ja nnser Vrtheil nicht für zu hart und zu absprechend. Hier, wo es *) Hierin allein freilick, nicht in der kräftigen Sprache «nd Darstrllr ngs kam Jost dem Urbeber biHes historischen Grundsatzes, dem LacituS, nach, der ebenso, wie sein späterer pyxinäenhofter Nachtreter nicht von!r» et »tuckio frei war; man vergleichen«, wie der judenfeindltcke Taettus de» abstzwete» Goltesglaubendep Juden (Histor. V. 5 ) und den der Perms»«» (German. A) Umstellt. Diese Inkonsequenz hatte Jost „glücklich abgeguett, ivie er lacht und wie er spuckt", nur sein Geist blteb ihm fremd. —

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