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Der Israelit · 1864-07-06 · Heft 27 (6.7.1864) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 27 (6.7.1864)
Date
1864-07-06
Page
– (sequence 2)
Language
German
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358 selbst; kann ja das Urthest wcher Durch die Aufnahme des Programms bei'der^MraDmi^nlMWlM:Mäoccupirt sein, da deren S^uiDen geheMe charest und auch bis jetzt streng ak8 solche gehalten wurden 5 noch durch die Volksstimme befangen worden sein, welche in Bezug hierauf kennen zu lernen mir keine Gelegenheit geboten worden. Uebrigens würde ich mich auch weder von jener bestimmen, noch von dieser vorweg einnehmen lasten, da wir recht gut wissen, daß erstere, so weit es nämlich die „Laien" der Versammlung betrifft, nur in der allergeringsten Minorität auS unseren Gesinnungsgenossen bestand und letztere nur dann als eine achtunggebietende anzuerkennen ist, wenn sie auch vox äei (Gottesstimme) ist, und dieß eben, was die vox äei von vorliegender Arbeit halten dürfte, wollen wir uns hier gewissenhaft fragen. Also nochmals, das wollen wir uns gewissenhaft fragen: wie kann dieser mit entschiedenstem Ernste an uns herantretenden Gottesstimme, das heilige Kleinod der Thora durch Vermittelung der Rabbinen zu erhalten, welche, wie in frühem Zeiten, das höchste Vertrauen in ihren Gemeinden genießen, und durch die auf Wissen gegründete Thatkraft die unverwüstliche Denkschrift: welche uns Gott mit in das lange, stürmische und bittere Galuth gegeben, unversehrt zu bewahren und möglichst Vielen zugänglich zu machen, wie kann dieser Gottesstimme fiir die vorliegenden Verhältnisse aus Grund dieses Programmes würdig und erfolgreich Rechnung getragen werden? Denn es braucht wohl nicht erst gesagt zu «erden, daß, wenn schon bei viel geringfügigeren Fragen, bei den minitiöfesten Specialthesen der kategorische Imperativ gilt: .iVpv.i -ip'p r-rin, so muß er um so viel mehr verwirklicht werden Lei so großen Dingen, bei Principien von so bedeutender Tragweite, bei unter mächtiger offizieller Initiative proclamirter und eben dadurch mit imponirendstem moralischen Nyinbus sich einführender und empfehlender Organisation her Rabbinerschrllen, jener Anstalten, von deren Einrichtung, Geist und Intention das Wohl und Wt he von Hunderttausenden abhängt, an deren Principien jedes Gemeindemitglied des ganzen Kronlandes nothweudrg das höchste Interesse nehmen, deren Früchten jeder um die religiöse Zukunft seiner Kinder besorgte Familienvater entgegen zittern muß. Wir haben nun das vorliegende, wichtige Aktenstück nicht ein- oder zweimal, sondern vielmal ernst und eindringlrchst geprüft; wir find zu dem Resultate gekommen, welches wir gleich an die Spitze dieser unserer Auseinandersetzung, die eben nur die Argumente zu dieser Behauptung liefern soll, stellen wollen: das Elaborat ist nach unserer Meinung von einem recht anerkennenswerlhen durch und durch jüdisch echt orthodoxen Standpunkte aus geschrieben. etz^Ktchmet in jeder ZeDlMH^n Geist der reinste» Absicht,^MskHeffewDWrllens und des edelstenStrebHnsHnichMdesto weniger müssen. Wir dassekd'e, mgett wir es mit den kürzesten Wökten, in Erwägung der faktischen Verhältnisse Ungarns für eine Todtgeburt halten. Dieses Resultat, zu dem wir auf den verschiedensten Seiten, von denen aus wir das Programm betrachteten, gekommen, wollen wir, wie gesagt, im Folgenden demonstriren, und daher die Vorschläge der Rabbiner-Commission nach folgenden Hauptrichtungen hin näher ins Auge fassen: I. Welches ist das Verhältniß derselben zur historisch entwickelt dastehenden und praktisch vorliegenden Situation der höheren Rabbinerschnle» in Ungar», also: Kritik nach der Seite der äußeren Lebensfähigkeit des Elaborates. II. Welches ist die innere Lebensfähigkeit desselben, und zwar a. subjective und d.'objective Kritik des Elaborates seinem wesentlichsten Inhalte nach. „Fruchtbar und weitumfassend ist das Gebiet der Geschichte, in ihrem Kreise liegt die ganze moralische Welt. Durch alle Zustände, die der Mensch erlebte, durch alle abwechselnden Gestalten der Meinungen begleitet sie ihn; von Allem, was er nahm und gab, muß sie Rechenschaft ablegen."*) — Die ungarisch-jüdische Religionsgeschichte constatirt in allerneuester Zeit ein Ereigniß, welches nur, wenn historisch gewürdigt, richtig beurtheüt werden kann. Es haben sich in Folge der von der hohen Statthalterei ergriffenen Initiative und des von der Rabbiner-Commission unterbreiteten, laut öffentlichen Berichten sowohl von der Majorität der zur Berathung einberufenen Vertrauensmänner als auch von der hohen Statthafterer günstig aufgenommenen in Rede stehenden Programmes eine Anzahl von Rabbinen mit der ausgesprochenen Absicht einer zu organisirenden Opposition gegen alle obigen Bestrebungen in der Residenz zusammengefunden. Was dort im Einzelnen besprochen und beschlossen wurde, ist mir, der ich an dieser Versammlungmcht Theil nahnr, gänzlich unbekannt. Die eben erwähnte.allgemeine Tendenz der Versammlung ist sowohl.durch diese Blätter wie durch viele «ndere zur öffentlichen Künde gelangt. Daß nun diese obgleich privatester Natur i-ebt^bsne VerfanmlluiW nichtsdestoweniger von größter Bedeutung und tief eingreifender Tragweite ist, argumentirt sich subjektiv daraus,, daß diese Rabbinen sowohl im Allgemeinen durch reicht Wissen und durch Alter und reiche Erfahrung, als auch im Besondern als die ersten 'OOm, die Ersten, Bedeutendste» rmd Berufenste« sind; daß de- Kaisers Majestät eine Deputation derselben mit ein« brsvn- Schwer: WaS heißt und zu welchem Zwecke studirt num

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