Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 25 (22.6.1864)
- Date
- 1864-06-22
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2447141-2447166--02706-2458058- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
33S gethan, kam e^/zümStrejt,, und einex der Ar^ber rief vom Pferde hseGb: ^M^ .Lst reckt, du Erschaffst uns Gelegenheit, all deine müfsigek GWbenSMoffen wie dich selbst aufzuknüpfen." Währenddes Streits hatte sich eine ziemliche Anzahl andererKideilUM die Streitenden gedrängt, welche aber, als der Araber diese Worte MW ließ, auseinanderstoben, als «jäte eine Bombe untAr sie.Masten. Sie ließen MO gehen wie es stand: tzre LÄen offen, die Hästser offen, und in weniger als 10 Minuten war die ganze jüdische Bevölkerung, laut schreiend, vor den Thören, Und die Karavane sah sich im Besitz der Stadt. Der Netteste mahnte zwar zur Ruhe und zur Ordnung, er erinnerte an die Worte des Propheten: man solle nicht stehlen; aber es half nichts. Zehn oder elf junge und alte Araber fielen Mer die herrenlosen Lätzen Her und leerten sie buchstäblich aus. Als sie chre Kamele gehörig beladen hatten, zogen sie ruhig ihres Wegs. Erst des andern Tags wagte die furchtsame Bevölkerung sich wieder in die Stadt, dort Alles bis auf die gestotzlen en Maaren in der alten Ordnung findend. Die Bevölkerung zählt mindestens 1500 streitbare Männer! Der Bey hat sogleich Cavallerie nach Nebel geschickt, und andere Cavallerie verfolgt die Karavane mit den gestohlenen Maaren, wird sie aber schwerlich zurückbringen. (A. a. Z.) MM, 13. Mai. Gestern Morgens um 9 Uhr wurden die Plünderer von Nebel, 9 Mann, darunter einer von mehr als 80 Jahren^unter üarkex^Cavhllerie - Escorte nach den Gefängnissen «m Apis gebracht. Man erwartet sehr strenges Gericht über diese Ruhestörer. (A. a. Z ) Nachschrift. Worms (Privatmittheilung). An beiden Tagen des Wochenfestes hat Herr Rabbiner Or. Jaftrow aus Warschau hier gepredigt und allgemeinen Anklang gefunden, so daß ihm mit Zustimmung der ganzen Gemeinde, die HiMö RabbmerstklleMit einem fixen Gehalts'von 2060 fl. 'vom Vorstände übertragen wurde. Herr Dr.J. wird in wenigen Wochen sein Amt untreren. , /Hoffen wir,. daß . es ihm gelingen möge, die gegenwärtig sich kundgebende einmüthige Stimmung zu erhalten und unsre uralte Gemeinde vor heftigen Zerrüttungen zu bewahren. Die Persönlichkeit des Herrn vr. I., der gute Ruf, der ihm Vorangeht, lassen mrsmft Bestimmtheit erwarten, daß er festhalten wird wie am Märchen, so auch am Gesetze der Väter. — K i Lll e ü o v. Die Vertreibung der Juden aus Tyrnau in der Mitte des 17. Jahrhunderts. (Fortsetzung von Nr. 23.) III. Der dritte Abend war seit der Zusammenkunft des Rabbi Nachum mit dem fremde» Jüngling bereits verstrichen. Es war am Ausgauge des Sabbat, und der Rabbi saß in seinem Lehnstuhle, in sichtlicher Unruhe den jungen Mann erwartend, denn noch immer war er nicht darüber ins Klare, gekommen, wie er sein gegebenes Versprechen lösen werde. Die zehnte Stunde schlug vom nahen Thurms, urü> genau um dieselbe Zeit, wie das erstemal, trat der Erwartete in das Zimmer. Ehrerbietig verneigte er sich vor dem Rabbi, der chm bedeutete, sich neben ihm niederzusetzen. Ist dein Entschluß, mein Sohn, noch immer derselbe? fragte der Rabbi. Unerschütterlich derselbe — erwiederte ernst der junge Mann. Hast du auch bedacht, mein Sohn, daß du durch zinen Schrift dich Grimmer von Allem losreißen wirst, Has^hir bisher lieb-und theuer gewesen; daß dich die Deinigen meiden werden, wie wenn du ein gebrandmarkter Verbrecher wärest? — . So Väter und Mutter mich verlassen, wird der Ewige mich aufnehmen! — versicherte der Jüngling mit Thränen im Auge. Nun, mein Sohn, bin ich bereit, deinen Wunsch zu erfüllen. Jedoch wirst du dich noch einige Zeit vorher mtt den Satzungen unserer Religion vollständig bekannt machen müssen. Bist du dazu bereit? Ich bins. Ohne Verdacht zu erregen, kann ich jeden Tag um diese Stunde mich hier einfinden, um mich von Euch, ehrwürdiger Rabbi, belehren zu lassen. Gut! diese Zeit jst's eben, wo ich von meinen Bernfsgeschäften frei bin, die ich auch von Herzen gern zu deinem Nutz und Kommen verwenden «iH. Morgen, so Gott will, können Äir schon den Anfang machen. (Fortsetzung folgt.)