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Der Israelit · 1864-05-25 · Heft 21 (25.5.1864) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 21 (25.5.1864)
Date
1864-05-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
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21 5. Jahrgang. Der Israelit. Gin Central-Orga» für das orthodoxe Zudenthum. Herausgegeben von Lehmann in Mainz. Mainz, den 25. Mai 5624 (1864). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens iz Bogen. Preis des Jahrgang-: 2 Thlr. p.e. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut CourS. Direkte Frankozusendung unter Streifband Pro Jahrgang 3 Thlr p. c. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko einzusenden. Anhalt: Leitende Artikel: Württernb-isr. Zustände. — Bau jüdischer Armen» und Pilgerwohnungen in Jerusalem. LeitungSnachrichtcn «nd (Korrespondenzen: Deutschland. Frankfurt. Nürnberg. Aus Württemberg. — Oester r. Kaiser st.: Wien. Aus Oesterreich. Preßburg. Krakau. — Schleswig-Holstein: Altona. — Rußland und Polen: Warschau. Anhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten «vd Correspoadenzen: Schleswig- Holstein: Wandsbeck. — Italien: Rom. — Frankreich: Paris. — Rußland: Odessa. — Türkei: Constantinopel. Leitende Artikel. Württrmb. - isr. Zustande, vm. Mainz, den 17. Mai. In seiner Schrift: „Wohin kommen wir?" hatte Gabiah den Psisa gesagt, „der Schulchan Aruch sei die trefflichste Eynagogenordnung". Darob verhöhnt ihn der falsche Rabbi (!) Schimeon Hazaddik, indem er sagt: »Wenn diese Leute durchdringen, so wird jeden Morgen der Polizeidiener darnach sehen, ob ihr nicht den linken Schuh vor dem rechten angezogen habt". Gegen solche thörichte Verhöhnung hat nun G b. P. in seiner neusten Schrift rmIin gut ankämpfen, und er thut es Kegreich, indem er für Nichtjuden sowohl wie für unkundige Juden einige Partieen aus dem Schulchan Aruch wortgetreu übersetzt. Welche Fälschungen sich der Scribler erlaubt hat, der den Namen Simon's, des Gerechten, mißbraucht, mag nur aus dem Umstande hervorgehen, daß derselbe behauptet, im Schulchan Aruch Jore Deah 246, 4 würde das Erlernen des Deutschschreibens verboten!! Die dann folgende Stelle ist zu chararacteriftisch, als daß wir sie nicht wörtlich wiedergeben sollten: „Ich glaube, soweit es in diesen wenigen Blättern möglich ist, Deine Schulchan Aruch-Zitate in die Schranken ihrer wahren Bedeutung zuruckgewiesen zu haben, glaube aber, da Du durch Deine schändliche Verleumdung die Sache zu einer allgemein jüdischen gemacht Haft, daß sich noch andere Stimmen berufen fühlen werden, Dir ein Wort zu sagen, wenn man Dein Machwerk nicht für zu elend hält, um nur darauf einzugehen. Doch fällt mir eben ein, Du könntest Dich durch dasselbe sehr nützlich machen. Da drinnen in der Moldau und Wallachei taucht von Zeit zu Zeit jene gehässige Sage auf, welche seit Jahrhunderten der fanatische Pöbel zum Vorwand von Judenverfolgungen nimmt. Laß Dein Pamphlet in's Rumänische überletzen, schicke 100,000 Exemplare nach Bucharest und Jassy, es würde ein treffliches Schutzmittel werden. Sehet, könnten unsere dortigen Bruder zu ihren Feinden sagen, sehet, dieser Mensch haßt uns so sehr, daß, wenn etwas Wahres an dieser Sage wäre, wahrlich, der hätte nicht geschwiegen. Das würde helfen. Siehe, Du sagst S. 12: „Sind das gesunde Zustände, wenn man alle religiöse Gebräuche auf's Pünktlichste übt, dabei aber Lüge und Verleumdung, List, Betrug und Wucher für erlaubte Dinge hält?" Hast Du überlegt, welche grenzenlose Bosheit

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