Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 10 (9.3.1864)
- Date
- 1864-03-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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5. Jahrgang. Der Israelit. Ein Ceutral-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von Lehmann in Mainz. Mainz, den 9. März 5624 (1864). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. p.c. oder fl. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Ocsterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. p. c. oder 6 fl. öfterreich, an die Expedition franko einzusenden. Anhalt: Leitende Artikel: Württembergtsch-isr. Zustände. — Noch einmal die Chorfrage. — Ortbod. i-r. Btbelanstalt. — Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. — Unternehmen zu Gunsten der Falascha's. Zeitungsnachrichten und Eorrefpondenzen: Deutschland: Aus dem bad. Seekreis. Stuttgart. — Palästina: Aus Jerusalem. Inhalt der Beilage: ZeitungSnachrichhA und EorxesMldenzen: Deutschland. Mainz. — Öesterr. Baiserst.: Wien. Anhalt der Extra-Beilage. Vom Eisenburger Comitate im Adar 5624.! gibt. Wir werden aus dem überaus interessanten Material unfern Lesern Auszüge mittheilen, indem wir Alles hervorheben, was für das Allgemeine Interesse hat. Der Verfasser beginnt: „Nach langem, viel zu langem Schweigen, in dessen Folge das Judenthum in Württemberg in ein höchst gefährliches Fahrwasser geleitet worden ist, haben es diejenigen Israeliten, denen die Religion ihrer Väter ein mindestens eben so wichtiges Gut ist, als die Materie, nach welcher die Welt heute jagt, endlich unternommen, ihre Stimme zu erheben, und ihre Beschwerden und Wünsche theils durch die Presse, theils durch Bitten an die K. Staatsregierung und die Volksvertretung laut auszusprechen. Diese Schritte fanden eine so ausgedehnte Zustimmung, wie sie sich unter den nun einmal so gewordenen Umständen kaum erwarten ließ; aber auch Widersprüche wurden gehört. Obwohl letztere in weit geringerem Umfange hervortraten, als wir voraussetzten, so glauben wir doch, daß wir der Ehre unserer Sache und dieser selbst es schuldig sind, die gegen sie erhobenen Einwürfe zu beleuchten und zu entkräften. Das ist der Zweck dieses Aufsatzes. Wir werden uns nun freilich nicht mit Allen befassen können, was gesagt wird. Wir lassen Verdächtigungen unserer Absichten auf sich beruhen, sie können ja der innern Wahrheit, der Gerechtigkeit unserer Sache keinen Erntrag thun, und uns sind sie gleuhgiltig. Daß Mancher, der gegen uns eifert, dies nstr pro äovro thut, das werden wir vernünftigen Leuten nicht erst klar machen müssen. Unsere Absicht ist nur, Mißverständnisse zu beseitigen, Einwürfe, die den Schein der Wahrheit an sich tragen, zu widerlegen, überhaupt aber das Wort an Leser zu richten, von Leitende Artikel. Württembergs - isr. Zustände. Mainz, den 1. März. VI. Es befindet sich unter der Presse eine Broschüre von größerem Umfange, welche unter dem Titel «Was wollen wir? Ein Wort für die gesetz es treuen Israeliten Württembergs, von Gabiah ben Psisa", eine ausführliche Darlegung der isr. Zustände im Königreiche Württemberg und der Ziele, welche die gesetzestreuen Bekenner des Judenthums daselbst anstreben in überzeugender und den Stempel der Wahrheit unverkennbar tragender Weise!