Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 7 (17.2.1864)
- Date
- 1864-02-17
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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93 Als er der Tröstung Wort gesprochen, Reicht Naphtali den Brief ihm dar, Der ihm nach vielen Sehnsuchtswochen, Gesendet aus der Heimath war. Und wie der Rabbi ihn gelesen, Ruft er mit jugendfrohem Blick: „Wie klug ist Sebulon gewesen! Wie groß ist, Naphtali, dein Glück!" „ „Ich, glücklich? — Habt ihr nicht gesehen, Daß Sebulon verstieß sein Kind! Kann ich allein es nur verstehen, Daß doppelt meine Leiden sind! Mit meinem Gott will ich nicht rechten, Ja, was er thut, ist wohlgethan. — Den Schmerz, daß man mich nennt den Schlechten, Tilgt nicht der Zeiten scharfer Zahn."" „O drei Mal glücklich ist zu nennen, Wem Sebulon ein Vater war! Wie leicht kann uns die Welt verkennen, Wie wächst so schnell der Tadler Schaar! Mein Naphtali! kannst du wohl glauben, Daß dir dein Vater war ein Feind Und dich des Erbes wollt' berauben? Ein Thor, fürwahr! wem dies so scheint." „Was Heidensklaven auch erwerben, Nicht ihnen, nein! dem Herrn gehört. Sie kann er, will er, auch vererben, So wird es im Gesetz gelehrt. Dein Vater war gesetzerfahren, Und vor der List, der Habsucht Macht Dich, heimathsfernen Sohn, zu wahren, Hat klug er diese Form erdacht.- „SaMura, — denn dein Vater kannte Des Dieners Treue, seinen Fleiß, — Zu seinem Erben er ernannte, 'Doch schrieb, bedächtig, merk's, der Greis: „„Ich will, es soll nach meinem Tode Samura nur mein Erbe sein, Und Naphtali darf der Kleinode Eins wählen sich, nur eins allein." „Ein Kleinod steht dir frei zu wählen, So ist's zu lesen deutlich hier. Kannst mit der Wahl du lang dich quälen, Wohlan! Samura wähle dir! So wird erfüllt des Vaters Wille, Er hat es anders nicht gemeint. Genieße deines Reichthums Fülle, Wie es dem Edlen würdig scheint." Der Rabbi schwieg! — und eine Zähre Des Dankes Naphtali entquoll. „O Meister in der Gotteslehre! Sagt mir, wie ich euch danken soll. Ihr gabt vom Neuen mir das Leben Und wieder wallt in mir das Blut; Frei kann ich meinen Blick erheben, Weil Vatersegen auf mir ruht." „Wie weise macht die Gotteslehre Den Mann, der freudig sie genießt, In ihrer Linken Reichthum, Ehre, — In ihrer Rechten Leben sprießt. Drum bleibe frisch nach ihr mein Sehnen, Bis ew'ger Friede mich umweht." Der Rabbi weinet Freudenthränen Und küßt und segnet ihn und geht! — folgt.) Unze /^nnones. Ein mit vorzüglichen Zeugnissen versehener verheirateter israelitischer Lehrer, Vorsänger und Schächter sucht alsbald eine Stelle. Näheres auf portofreie Anfragen unter 8. H.. poste i-solanle Westerburg , (Nassau) und bei der Exped. d. Bl. sad Nr. 48.! Die Goldschmidt sche Cichorien-Fabrik, vormals Auerbach in Berlin, liefert Cichorien und deutschen Caffee bester Qualits ohne Zusatz irgend eines 2-222 und ist mit dem und Siegel des berliner Rabbinats betraut, mit dem sie die r>O2 vorgefertigten Packete schließt. i g e n. wei .2:212 'iLO, a lOo u. 80Thlr. pr., 2LO und gut erhalten, sind durch Unterzeichneten 22M zu verkaufen, und belieben Reflectanten sich an denselben franco zu wenden. Unterzeichneter übernimmt auch jede Anfertigung und Reparatur von s'v'Lm 2'22v und dahinschlagender Arbeiten reell und billigst 5202X7! 712 2.22 ",§'2 ''V 7-"2 P .IvVlN Hamburg. Salomon Levh, Peterftr. 25. unr bevorstehenden ,222 empfehle ich mein wohlaffortirtes Lager von -20 Wein, Liqueur und Essig zum Versand (auf Verlangen mit 22071) sowie Colonialwaaren und d^l. und verspreche prompteste und reellste Bedienung. Salomon Levy, Hamburg. Peterftr. 25.