Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 5 (1864)
- Issue
- Heft 6 (10.2.1864)
- Date
- 1864-02-10
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2447141-2447148--02431-2457765- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
80 Aus dem Talmud. Was Gott thut, ist woht'gethan! Ermattet kam von einer weiten Reise, h Der fromme Rabbi Akiba einst an einen Ort Und bat bald hier, bald dort um Nachtquartier und Speise, Doch ach! umsonst, man wies ihn spottend fort. In dunkler Nacht zog er von dannen wieder, Sprach gläubig fromm: „Was Gott thut, das ist § wohlgethanl" Er legt' im nahen Wald sich endlich nieder Und band das Thier, worauf er ritt, im Walde an, So wie den Hahn, der zum Gebete stets ihn weckt, Ein Lichtchen auf des Baumes Ast er steckt. Ein Leu zerreißt den Esel mit Gebrülle, Ein Marder aber tödtet bald auch seinen Hahn; Der Wind verlöscht sein Licht. Da spricht er: „Gottes Wille „Sei hochgelobt; Was Gott thut, das ist wohlge- Ihan! „Bald wird sich's mir, ich hoff's, bewährend zeigen.* Als nun der Morgen kaum noch angebrochen war, Da sieht er von der Stadt die Flamm' zum Himmel steigen, Geplündert und gesengt hat eine Räuberschaar. Gelobt sei Gott, der Huld und Gnade mir verliehe«. Ruft er voll Dank, sein Herz ist tief gerührt! „Hätt's Licht gebrannt, der Esel und der Hahn geschrieen, „Die Räuber hätten dann mich aufgespürt „Und ihrer grimm'gen Wuth war' schwerlich ich entkommen; „Und hält' man mich, wie ich's gewünscht dort ausgenommen, „Ein Raub der Flamme war' ich worden dann, „Drum bleibt es wahr: „„Was Gott thut, das ist wohlgethan!"" Reichmannsdorf. Samuel -lass. Unze Deutsche Jünglinge, die sich in französischer, englischer, hebräischer und deutscher Sprache, sowie im mercantilischen Fache auszubilden bestreben, und zugleich die englischen Landessitten und den englischen Geschäftsbetrieb kennen lernen wollen, finden in meiner Pension freundliche und liebevolle Aufnahme. Als geborner Franzose, der schon 12 Jahre an einer öffentlichen Schule dahier angestellt ist, bin ich in den Stand gesetzt, den Wünschen der Eltern oder Vormünder der mir anzuvertrauenden Zöglinge zur vollkommensten Zufriedenheit Genüge zu leisten. Seine Hochwürden, Herr Oberrabbiner Di». Adler in London, sowie Herr Jacob Henochsberg in Mainz und Herr Menki Zimmer in Fürth sind gerne bereit auf Verlangen nähere Auskunft zu ertheilen. I,. I-LNA, 17 Obarlvtte 8tr«6t 8guare, I^vuävi». i g e n. Ausschreibung. Offene Lehrerstelle: an der israelit. Unterschule zu Ober-Endingen im Kanton Aargau. Besoldung: Franken 800. Schriftliche Anmeldung: bei dem Tit.-Bezirksschulrathe Zurzach bis zum 21. Februar l. I. Beizulegende Ausweise: Wahlfähigkeitsakte und Sittenzeugnisse vom Rabbinate und Gemeinderath des letzten Wohnortes; für kantonsfremde Bewerber überdies Heimathschein und Zeugniß über bürgerliche Rechtsfähigkeit. Aarau, den 4. Februar 1864. Für die Erziehungsdirection: _ Hollmann, Direktionssekretär. /^nnones. Ein mit vorzüglichen Zeugnissen versehener veri heiratheter israelitischer Lehrer, Vorsänger und Schäch-! ter sucht alsbald eine Stelle. Näheres auf portofreie! Anfragen unter 8. poste restante Westerburg! (Nassau) und bei der Exped. d. Bl. sud Nr. 48.