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Der Israelit · 1864-02-10 · Heft 6 (10.2.1864) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 6 (10.2.1864)
Date
1864-02-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
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«^4- Jahrgang. ti Der Israelit. Ein Ceutral-Orga« für das orthodoxe Judentham. Herausgegeben von Dr Lehmann in Mainz. Mainz, den 10. Februar 5624 (1864). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens iz Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. p. c. oder fi. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Rauin. Oesterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Frankozusendung unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr. p. c. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko einzusenden. Inhalt: Leitevde Artikel: Die Messiaslehre des Judenthums. — Die Erklärung des Herrn Rabbiner Horowitz. — Ein Brief von Sir Moses Montefiore. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Preußen: Berlin. — Oesterr. Kaiserst.: Wien. Inhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Hamburg. Hamburg. Hamburg — Preußen: Gollub. Filehne. Jnowraclaw. Falkenburg. — Oesterr. Kaiserst.: Pestb. — Ostindien: Poona. Feuilleton: Das Testament. — Was Gott thut, ist wohlgetban. Leitende Artikel. Dir MWastehrr des Iudenthums. Mainz, den 1. Februar. Die Messiaslehre ist so eng mit dem Judenthume verwebt, daß ohne dieselbe ein solches kaum denkbar wäre; es hängt das mit dem ganzen Wesen und der ganzen Bestimmung des jüdischen Volkes zusammen. Um die Messiaslehre des Judenthums verstehen und begreifen zu können, muffen wir vorher das Wesen und die Bestimmung unseres Volkes verstehen und begreifen lernen, und auch diese dürfen nicht vereinzelt aufgefaßt werden, denn die Geschichte des isr. Volkes ist die Geschichte der Welt, und nicht umsonst fängt unsere heiligste Geschichtsquelle, die Thora, mit der Schöpfung der Welt an — wL'i-r-' wie .der Mensch die Krone, ja Inbegriff, Endzweck und Ziel der Schöpfung, so ist das isr. Volk Krone, Inbegriff, Endzweck und Ziel des Menschenthums und damit der Welt. Zum Wohnsitze des Menschengeschlechts hatte der allmächtige Gott den Garten Eden, das Paradies, angewiesen, welchen Aufenthalt der Unschuld, des Glückes und der Freude der Mensch durch seine Sünde verliert. Das verlorene Paradies soll die Menschheit wiedererringen, die ganze Erde soll zum Paradiese werden, das ist des Allgütigen liebevoller Wille. Aber schon die Enkel Adams, das Geschlecht des Enosch, verfallen in Götzendienst, immer verderbter wird die Menschheit, die endlich bis auf eine einzige Familie durch die Fluth hinweggerafft werden muß. Wohl ersteht aus dieser Familie ein neues Menschengeschlecht, allein in ihm keimen die alten Sünden mächtig empor, bis der einzige Abraham erscheint, ein Mann nach den: Willen Gottes, ersehen, der Stammvater des Volkes zu werden, das das Herz der Menschheit bilden, das echte, edle Menschenthum in sich zur Vollendung bringen soll. Noch scheidet Gott aus Abrahams Nachkommen aus und aus denen Jizchaks, allein nach dreifacher Läuterung wird aus Jakobs Familie Niemand mehr ausgeschieden; das ganze Geschlecht Jakobs ist das gotterkorene Volk, bestimmt die erhabenen Zwecke Gottes auf Erden zu verwirklichen. — Allein, auch Jakobs Nachkommen sind immer noch nur Menschen, schwache, wankende, der Verführung ausgesetzte und der Sünd^ heimfallende Menschen, aber Gott hat beschlossen, si^

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