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Der Israelit · 1864-01-13 · Heft 2 (13.1.1864) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
5 (1864)
Issue
Heft 2 (13.1.1864)
Date
1864-01-13
Page
– (sequence 1)
Language
German
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s. Jahrgang. S.. Der Israelit. E i n Cevtral-Or-a« für das orthodoxe Iadeatham. Heransgegeben von I»* LeHmann in Mainz. Mainz, den 13. Januar 5624 (1864). Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens ij Bogen. Preis des Jahrgangs: 2 Thlr. p. c. oder ft. 3. 30 kr. rh. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oefterreichische Banknoten laut Cours. Direkte Arankozusendrmg unter Streifband pro Jahrgang 3 Thlr p. c. oder 6 fl. österreich. an die Expedition franko einzusenden. Anhalt: Leitende Artikel r Die Falascha's und die englischen Missionäre. — Zur Charakteristik der Württemb. isr. Airchenbehörde und zweier Württemb. Rabbiner,. — Briefe auS Ungarin — Bau jüdischer Armennnd Pilgerwohnungen in Jerusalem. Zeitungsnachrichten nnd Torr espoudeuzen: Deutschland: Bamberg. Hannover. Homburg. Hamburg. Aus der Provinz Jrch-tt der yrilagr: Zeitaagsvachrtchte« nnd Lorrestzovdenzen: Preußen. Aus Berlin. — Oesterr. Katferst .'Wien. — Amerika:Ntw- OrleanS. AoMeton: Dichtungen. Den Manen Mendelssohn s. Leitemde Artikel. Re Falascha's mrd dir englischen Mis stouüre. ü Wir habe« i« Sir. Ü2 de« vori^enJahrgangr die j Lage bei Falascha's (Jude« in Abessinien) ausführlich > bespräche« und die Gefahre» bargelegt, welche dieselbe» oo» Leiten der ruglischen Mission bedrohen; wir Huden am Schluffe de- Artikels die Erwartung ausgesprochen, daß sich kompetente Stimmen vernehmen! lasten, wie und in welcher Weise jenen bedrohten Glaubensgenoffen Hilfe gebracht werden kann. Wir erhalten nunmehr folgende Zuschrift von dem berühmten Reisenden I. I. Benjamin II.: „Sehr geehrter Herr Redacteur! Die jüngste Nummer (Nr. 52) Ihrer geschätzten Zeitung bringt in ihrem Leitartikel „die Falascha's und die englischen Missionäre" einen Gegenstand zur Sprache, der schon längst verdient hätte, von den europäischen Juden eines thatkrästigen, opferwilligen Interesses gewürdigt zu werden. Wenn es sine Sache gibt, die dringend der gemeinsamen That bedarf, so ist es diese. Als vor einigen Jahren unsere marokkanischen Brüder durch den spanischen Krieg in Armuth und Elend gestürzt sich sahen, da fand ihr Jammer Mieder- Hall in dm Herzen aller Judm und reichliche Spenden wurdm zur Linderung ihrer Noth geopfert — und doch war es nicht das Schlimmste — nur physischem Elende galt es abzuhelfen. Als der Knabe Morlara dem Jndenthume erhalten werden sollte, da gab es keinen Juden, der nicht entrüstet gewesen, ob der furchtbarm Gewalt, die an einem Judenknabcn verübt, der nicht willig das größte Opfer gebracht hätte, um ihn dem väterlichen Glauben zu erhaltm — und es war doch nur eine Judmfeele, an welcher jme unverantwortliche That war vollbracht wordm. — Bei den Falascha's handelt es sich um mehr denn eine Viertel Million Seelen, ja um die ganze Zukunft aller Generationen, die dieser Viertel Million jüdischer Seelen entstammen werden!

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