Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1863-11-18 · Heft 46 (18.11.1863) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 46 (18.11.1863)
Date
1863-11-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2446951-2447089-2447134--02243-2457565
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

4. Jahrgang. ^7 Der Ein Centvalorga« für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von Id»-. Lehman« in Mainz. Mainz, den 18. November 5624 (1863.) Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs/ in mindestens 1- Bogen. Preis des Jabrg oder fl. 3. 3V kr. rh. HaibiShrig 1 Thlr. p. e. oder fl. 1. 45 kr. ch. Birrteljähriz 15 Sgr. p. e. oder handlangen und. Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sbgr. die Petitzeile oder deren Raum. O laut Cours. Sollte direkte Frankozusendung unter Streifband gewünscht »erden, so find an die Expedition prv>Jahrgn p. k. oder 5 fl. »5 kr. ich. «der S fl. östrrreich. frank» etnzustndtn. Inhalt. Leitende Artikel: Das israelitische Ceremonialgesetz.— Literarisches. — Orthodox-isr. Bibrlanstalt. — Bau jüdischer Armen- und Pilgerwohnungen tn Jerusalem. 3 eitungSuochrickte« u«d Eorrespoudeuzen rDeutschl.: Altona. Altona. Altona. —- Frankreich: Paris. Paris — Palästina: Nablus. Inhalt der Beilage. ZeitnngSnackr'üidteuuud Cvrrespoudenzen r Drutsch 1.: Prefiburg. — Palästina: Jerusalem. — Amerika: Portland. Newport. Feuilleton r Blumenlefe. LeAr 1 rkeL. / v Das is^Mmsthe^rrrwsnialgrsrtz. Ein Beförderung^Htlel ünse^er wahren Vollkommenheit. Von Vaviä vekrtned, Rabbiner zuEohrau o. S. (Fortsetzung.) Allein so nothwendig die Tugend der Ergebung ist, so schwer ist sie. Vernunft und Offenbarung mögen uns ihre Wichtigkeit noch so dringend ans Herz legen, unser Wille, ihnen Gehör zu geben, mag noch j so ernst sein, der Ungestüm der schmerzlichen Empfindung pflegt uns doch gewöhnlich, wie die tägliche Erfahrung kehrt, zu Ausbrüchen der Ungeduld und Unzufriedenheit gewaltsam fortzureißen. Wenn irgend, so bedarf es besonders in Rücksicht der Tugend der Ergebung einer gewissen Ueburrg, um sich mit ihr vertrauter zu machen. Sollen und dürfen wir auch nicht mit eigenen Händen Leiden herbeischaffen und an unserem zeitlichen Unglück arbeiten, so sollen und dürfen wir doch, aus Liebe zu Gott, uns kleinere oder größere Opfer auflegen, uns kleineren oder größeren Unannehmlichkeiten aussetzen, um uns in der schweren Kunst der Bekämpfung unangenehmer Empfindungen zu üben, wodurch wir dereinst, wenn es noth thun wird, mit mehr Sicherheit vom Leichteren zum Schwereren, von Ueberwindung unangenehmer Empfindungen zur Ueberwindnng von Leiden und Schmerzen werden übergehen können; und gar wohl können uns solche Opfer und Kämpfe zur Beförderung unseres Heiles von der Allweisheit vorgeschrieben worden sein. Und in der That enthält das israelitische Ceremonialgesetz eine Anzahl solcher Vorschriften, geeignet, uns mit der Tugend der Ergebung vertrauter zu machen. Mau betrachte z. B. das Gebot der Beschneidung. Ein zärtlicher Vater, eine noch zärtlichere, zaghafte Mutter gewinnt, und oft nach langer Kinderlosigkeit, oder nachdem ihr der Tod mehrere Kinder geraubt^ mit Lebensgefahr einen Sohn , und gibt dieses zarte, acht Tage alte Kind, das sie um alle Schätze der Welt keiner Verletzung äussetzen würde, mit Standhaftigkeit - rmd'Ergebung in den göttlichen Willen der schmerzhaft

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.