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Der Israelit · 1863-10-28 · Heft 43 (28.10.1863) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 43 (28.10.1863)
Date
1863-10-28
Page
– (sequence 2)
Language
German
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524 die Welt durchleuchtender Gott« seres Volkes sind ML M nGr, die Stifter unenKUgabe dE* Verbreitung der GottKDDenUniH^ ist.HrdHiKrheburH verthierter Menschen zu geiflbegabten Gottesverehrern. Und der erste Stifter unsres Volkes ist Abraham; seine hohe Würde, seine erhabene Bestimmung und dVe Erfüllung derselben wird uns gm deutlichsten in folgenden Mrjqlj'r>1 Lo- (l. B. M. v. 18. v. 17, 18 und 19.) Und Gott sprach: Soll ich vor Abraham verbergen, was ich thun will? Und Abraham wird werden zu einem großen und mächtigen Volke, und durch ihn werden gesegnet werden alle Völker der Erde; denn ich habe ihn erwählt, damit er befehle seinen Söhnen und seinem Hause nach ihm, daß sie beobachten den Weg des Ewigen, zu üben Gerechtigkeit und Recht, damit Gott über Abraham bringe, was-E über ihn-Verheißen hat. —- Welch eine hohe Würde liegt darin, daß Gott den Abraham gleichsam zu seinem Berather erwählt, vor dem er kein Geheimniß hat, welch' eine erhabene Bestimmung ist die, ein Segen zu werden für die ganze Welt, und in welch hohem Grade hat sich diese Bestimmung erfüllt! — I. Unsere Weisen knüpfen an diese Mittheilung der heiligen Schrift, daß Gott dem Abraham sein Geheimniß nicht verbirgt, die Bemerkung, daß Gott sein Geheimniß mittheilt, 1) denen, die ihn fürchten, 2) den Redlichen, die ihn lieben und 3) seinen Dienern, den Propheten; denen, die ihn fürchten, denn so heißt es (DH. 25 v. 17) "x-n? 'i -ao, das Geheimniß Gottes für die, so ihn fürchte»; den Redlichen, denn sy heißt es (Mischte 3, 32) O'iN' nro und mit den Redlichen ist sein Geheimniß; seinen Dienern, den Propheten, denn so heißt es (Amus o. 3 v. 7) >2 denn nicht-wird der allmächtige Gott Etwas vollbringen, er habe denn vorher sein Geheimniß seinen Dienern, den Propheten, offenbart. Da nun Gott Abraham als gottesfürchtig erkannt hatte (»in« -'2 'iipi', w), da ferner Abraham zu den Redlichen, die Gott lieben,! gezählt wird (PI.isr O'->i7'v), dg endlich Abraham ein Prophet war (-».-, n'2- '?), so offenharte Hm Gott sein Gcheimniß. , Mr haben dieser Auseinandersetzung zu Folge m Wbxaham,3 Miffen der Gyttesverehrung M bewundern; 1) die Gottesfurcht, 2) die Liebe zu Gott und 3) den unbedingtes GotteÄienst. -. : Die Furcht ist zunächst dis Furcht vor Strafe und äußert sich, am meisten in der sorgfältige« VervwMmg der UebevtrStungder göttlichen Geböte; ist aber dtt-Versuchung! großp so überwindet disseudie Furcht. Auch Adam fürchtete/-Gott, auch er sprach (4B..M. o. 2 v. 1H) Mid!Tch füvchttts mich!" AbeUM Versuchuna war größer gewesen, als die Furcht hatte ihn züD UebertretuyA verleitet. — Die FÄH^ist ferner eKe soHe^-dio befürchtet, dasjenige, waS Ms lieb und theuer ist, zu verlieren; wmn aber dasTheuerfte verloren gehen soll, so fällt der Beweggrund zur Furcht hinweg. Nicht also war die Gottesfurcht Abrahams gestaltet; sie durchdrang sein ganzes Wesen» sie wrrd vss keinem Hersuchung ZihEOvunden und als Gott sein Theuerstes, seinen einzig geliebten Sohn von ihm verlangte, da war er freudig bereit, auch diesen zum Opfer zu bringen. ' Die Lielbe zu Gott äußert sich zunächst in der sorgfältigen Erfüllung der göttlichen Gebote; was die Furcht nicht zu vollbringen vermag, das vollbringt die Liebs; aber auch sie ist oft nicht stark genug, der Lockung der Sünde m widerstehen. Auch Noach liebte Mott; et fand Gunst tn den AugM'des MwigM'NrM» wandelte mit Gott. Viele und starke Versuchungen hatte er überwunden; am Ende aber erlag er er ward entweihet (siehe Raschi z. St.) ein Mann der Erde. — Abrahams Liebe zu Gott war groß und mächtig und unerschütterlich. Nicht genügte es Abraham, daß er selbst Gott liebte, er suchte auch seine Mitmenschen zur Gottesverehrung zu führen. Sein gastfreies Haus öffnete sich jedem Fremden, unter Abrahams Obdach fand ein Jeder Speise und Trank, Nachtlager und Schutz. Den Dank aber lehnte Abraham ab; statt dessen wies er die von ihm mit Wohlthaten Ueberhäufteu auf den Geber alles Guten hin nnd lehrte sie, Gott lieben und verehren.—- Die wahrhafte Gottesfurcht und die unerschütterliche Gottesliebe bilden im Verein den echten Gottesdienst, der sich durch kein Hinderniß abschrecken, durch keine Versuchung verleiten läßt, auch nur ein Haarbreit von Gottes Wegen zu weichen; solch ein Gottesdiener Abraham; er führte auf Gottes Geheiß ein unstetes Leben, wiewohl er zweimal in Gefahr kömmt, die geliebte Gattin zu verlieren und da ihm Gott befiehlt, dem frechen Räuber (Abimelech) zu verzeihen, da betet er für ihn — auf Gottes-Geheiß "'Adam nrnßte aus dem Paradiese vertriebe«, werden, Noach. wurde in der Arche eingsschlHssn) wcMend Gott üAes dioWelt das Verderben brachte, mit Abraham aber berieth sich Gott, ehe Er jen^ sündigen Städte dem ftWteragnge weihete. (Siehe Mdrasch Jcckkut W k. W'24.) II: Solche Gottesfurcht, solche Gottesliebe und solcher Gottesdienst befähigten Abraham zu der hohen Bestimmung, ein Segen zu werden für die ganze Welt: „nnd Abraham wird werden zu einem großen und mächtigen Volke und es werdendurch ihn -gesignet werden alle Völker der Erde". -Der Segen />Kennern Mer Merstch rings um sich verbreitetist «MrechM bar, - rirterMch groß; es wird erblühen der WöhlstäNd derer,' die in seiner Nähe denn der wchrysO

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