Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 34 (26.8.1863)
- Date
- 1863-08-26
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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dene Inspektion als Ehrenamt unentgeltlich übernehmehmen und sich mit Diäten für etwaige Alündreisen im Schulbezirke begnügen würden, welche die Gem. von Fall zu Fall entrichten möchten. Diese Schuliu-! spektoren sollten in unmittelbarer amtlicher Korrespondenz mit der h. Landesschulbehörde stehenwie dies früher bei den Schuldirektoren der Fall war. Mit seltenem Einklänge wurde von allen Seiten auf die Nichtbesoltmng der nachdrücklichste Ton gelegt, weil man allenthalben sogleich einsah, daß nur hiedurch dem Andrange der allezeit bereiten Stellenjäger vorgebeugt werden kann, welche die Gemeinde unausbleiblich tyrannisiren und dem Aufblühen des Schulwesens eher hinderlich als fördersam sein würden. Natürlicher Weise wurde hierdurch der herrliche Plan des Oberrabb. L. in diesem außerordentlich trockenen Jahre zu Wasser, et lünc LU» laorivass Lsn-Obanar.jss! Mögen die jüdischen Gemeinden auch ferner H. L. in seinem sich selbst ertheilten ausschließlichen Privilegium, Alles am besten zu wissen, unangefochten lasten, dagegen mit offenen Augen darüber wachen, daß ihnen die Autonomie ihren Religionsangelegenheiten, die sie von jeher besessen haben, nicht durch kirchenräthliche Bevormundung in Gestalt etwa zu kreirender Oberschul-Inspektoren oder Direktoren entrissen werden. MPL MDL Feuilleton. r-sDichtungens-2 von I. Gewitter. Der Herr erscheint! Seraphim fliegen vor ihm her, Ariel kündet laut ihn an, Und rings um ihn ein Wolkenmeer. Der Herr erscheint! Er kommt auf Sturmes Ungestüm, Gebeugt steht Pflanze, Thier und Mensch, Und Thal und Hügel zittert ihm. Der Richter kommt! ' Die Frevler beben schreckenvoll, Er hält in seiner Hand den Blitz Und ruft, wohin er treffen soll. Der Herr ist da! Wirf nieder dich, o Menschenkind! Er beugt, was trotzig sich erhebt, Er zeigt, daß eitler Staub wir sind. — Der Vater war's! — Sieh', welchen Segen er gebracht! Wohl Dem, der kindlich ihm vertraut, Und hofft auf Tag in finsterer Nacht. --ch-SM».-- II. Die Exulanten. Der Sturm erfaßt den Samen Und treibt ihn weit hinaus. Auf daß sich hier und dorten Befruchte Gottes Haus. Auf daß sich hier und dorten Ein Schattendach erheb', Und Labung und Erquickung Dem müden Wanderer geb'. So jaget nur den Edlen Und gönnt ihm keine Rast, Und jagt nach allen Seilen Den ungebetenen Gast. Auf daß nach allen Seiten Das Leben sich ergieß', Im Westen wie im Osten Der Menschheit Heil ersprieß'.— Und sperrt ihr in den Kerker Des Geistes Labeborn, Dem dunkeln Schooß der Erde Entsprießt das Samenkorn.