Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 34 (26.8.1863)
- Date
- 1863-08-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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4. Jahrgang. ^L. 31 Der Israelit. Gin Centralorgn« für das orthodoxe Judenthum Herausgegeben von 1»». Lehman« in Mainz. Mainz, den 26. August 5623 (1863.) Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Mittwochs, in mindestens Bogen. Preis d«S Jahrgang-: 2 Thaler p. e. »der st. 3. 30 kr. rh. Halbjährig 1 Lhlr. p. e. »der st. 1. 45 kr. rh. Vierteljährig IS Sgr. p. e. oder 53 kr. rh. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. Inserate 1 Sbgr. die Petitzeile oder deren Raum. Oesterreichische Banknoten laut LourS. Sollte direkte Frankozusendung unter Streifband gewünscht werden, so find an die Expedition pro Jahrgang 3 Thlr. p. c. oder S fl. 15 kr. rh. »der 6 fl. Ssterretch. franko etnzusende». Inhalt. Leitende Artikel: Die Israel. Zustände Württembergs, namentlich Stuttgarts. — Gesetz, betreffend die Verhältnisse der Juden im Herzogthume Holstein. — Die Judenfrage vor dem Ständerath, Bern. — Bau jüdischer Armen- und Pllgerwohnungen in Jerusalem. ZeiMPOcknenhriehten undGorrespondrnzenr Preußen Königsberg Oesterr Kaiserst.: Wien. Aus Ungarn. Schweiz: Bern. Inhalt der Verlage. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen r Deutsch land: Würzburg. — Oesterr. Kaiserst.: Aus Ungarn. Feuilleton: Dichtungen von Tendlau. Leitende Artikel. Air isrnelit Zustande Würtrmbergs, namentlich Stuttgarts. Aus Württemberg. (Verspätet.) Ein Korrespondent der Z. d. Jdthms. ereifert sich in Nr. 22 gewaltig darüber, daß die gesetzestreuen Israeliten Würtembergs es wieder einmal gewagt, der beklommenen Brust einen Seufzer entschlüpfen zu lassen, als hätten nur die Reformer das Recht, stets die große Glocke der Oeffentlichkeit zu läuten, jede der ihrigen entgegengesetzte Meinung aber die Pflicht ewigen Verstummens. Dennoch Hütten wir, wie seit vielen Jahren auch diesesmal, den unsere« faulen Zuständen gespendeten Lobhudeleien gegenüber geschwiegen, wenn nur nicht so freigebig mit Obskurantismus und Lichtscheue traktirt worden wären, was uns einigermaßen zwingt, nachzuweisen, daß wir au Finsterniß noch nicht so sehr gewöhnt sind, daß wir es nicht wagen können, dem Lichtglanze unserer Aufgeklärten gegenüber zu treten. Beleuchten wir daher die gegen uns geschleuderten Auslassungen und sagen dann auch einmal endlich frei urrd-«tzssen, was wir eigentlich wollen. Vor Allem müssen wir der Behauptung entgegentreten, daß in diesen Blättern die religiösen Zustände Württembergs zu schwarz gemalt worden seien. Das ist nicht geschehen, es Ümrde im Gegentheil eine große Anzahl von Gemeinden namhaft gemacht, welche noch gesetzestreu sind und nur mit Recht darüber die Verwunderung ausgesprochen, daß diese den auf ihnen lastenden Gewissenszwang so geduldig tragen und so ganz und gar aller Schritte sich enthalten, welche geeignet wären, das erstorbene jüdische Leben in den Gemeinden wieder zu wecken. Wenn aber der Kor. d. Z. d I. glauben machen möchte, dieser Rest vvn Religiöfität sei der Thätigkeit der Oberkirchenbehörde zu danken, so ist er entweder getäuscht oder will er täuschen. Ein großer Theil der Gemeinden ist bei uns noch religiös nicht durch die Thätigkeit, sonder» trotz der Thätigkeit oder Untätigkeit der Oberkirchenbehörde, weil in manchen Gegenden Gottlob andere Gegeneinflüsse günstig einwirkten, wozu, das leugnen