Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 4 (1863)
- Issue
- Heft 32 (12.8.1863)
- Date
- 1863-08-12
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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3SK Seine Angabe — womit er dieselbe zu entkräften sucht — daß seine Vermögensverhältnisse der sArt sind, daß er auf solcheEmnahmen nicht angewiesen ist, stellt seine eigennützige Handlungsweise in ein um so trüberes Licht. Dem Armen könnte man sie verzeihen, denn er wird gleichsam durch seine Verhältnisse dazu gezwungen, während sie dem Vermögenden als strafwürdiges Vergehen angerechnet werden muß. Wollte Herr vr. Lorje für die Mühewaltung, ' die chm die Gründung des Vereins verursachte, entschädigt sein, so hätte er gleich in seinem Aufruf zu Beiträgen die betreffende Bedingung stellen müssen. Dies ist nicht nur nicht geschehen, sondern er gab sich den Anschein, als thue er in dieser Angelegenheit Alles O'vL? vsH. Es war also auf eine Täuschung des Publikums abgesehen , das wohl sonst vorsichtiger und mit den Einzahlungen der Beiträge zurückhaltender gewesen wäre. Hiermit wird Herr l)r. Lorje wohl auch seine spitzfindigen und ironischen Ausführungen, — wodurch er seine Handlungsweise rechtfertigen wollte — daß des /L tigovos Lehrsatz rSw O->s zu Jrrelehren geführt habe und das pi in Jerusalem den O'nviV» 20 bis 300/o von den Geldern, die für Palästina bestimmt sind, bewilligt, für widerlegt erachten. Womit aber kann Herr Dr. Lorje in Bezug auf den Vers "2 ivv sich rechtfertigen? Er wird selbst anerkennen müssen, daß seine Handlungsweise ganz und gar eine unjüdische ist, wenn wir ihn: sagen, daß ein großer Theil der eingestrichenen Summe von den milden Gaben der Armen Israels herrühren, die sich dieserhalb manche Entbehrungen auferlegen mußten Wir wollen ihm den Beweis dafür geben: Unsere kleine und unbemittelte Gemeinde bringt jährlich die Summe von circa 53 Rthlr. für die Zwecke des Colonisations-Vereins auf. Einem großen Theile der Gemeindemitglieder fällt der Betrag sehr schwer, und dennoch leisten sie ihn, um nur Theil an dieser großen ri>L2 zu haben. Von hier sind bereits 79 Rthlr. 26 Sgr. 2 Pf. an die Vereinskaffe abgeführt; von diesen ist nach obiger Angabe die nicht unbedeutende Summe von 22 Rthr. 18 Sgr. 1 Pf. in die Tasche des Herrn Or. Lorje gewandert. Wegen dieses Umstandes werden wir auf volle Rückzahlung des eingesendeten Beitrages klagen; denn da der Colonisations-Verein weder Corporations- Rechte besitzt, noch ein von den Vereinsmitgliedern vollzogenes Statut hat, so war auch jene Versammlung nicht berechtigt, für sämmtliche Vereinsmitglieder bindende Beschlüsse zu fassen und am wenigsten solche, welche auf eine Schmälerung des Vereinsvermögens zum Nutzen eines Einzelnen Hinzielen. Da wir nun zu Herrn I)r. Lorje so wie zu dem gegenwärtigen Vorstande des Colonisations - Vereins kein Betrauen mehr fassen können, so haben wir uns als Local-Verein constituirt. Der erwählte Rendant wird die Beiträge so lange ansammeln, bis der Verein diejenige Organisation erhalten wird, die uns die Gewähr bietet, daß die von uns gezahtten Beiträge eine zweckentsprechende Verwendung finden werden. Neumark, in Preußen, den 12 Juli 5623. Im Aufträge für die hiesigen Mitglieder des Colonisations-Verein für Palästina. 8. Sturms»» 8 3. 8e»8«LLe. In der hiesigen isr. Gemeinde wird die Stelle eines Lehrers und Predigers zum 1. September a. c. vacant. Gehalt 300 Rthlr. bei freier Wohnung. Reflectirende, welche sich laut des für die hiesige Gemeindeschule geltenden Regulativs einer Prüfung abseiten des Hrn. Ober-Rabb. Ettlinger in Altona zu unterziehen haben, wollen sich unter Einsendung der betreff. Zeugnisse baldmöglichst an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Wandsbeck, Juli 1863. I. Hirsch p. t. V. «k. Dem Herrn A. W. Finkelstein, gegenwärtig Cantor der israelitischen Gemeinde zu Kempen, R. B. Posen, der eine vortreffliche sonore, umfangreiche und schickgerecht ausgebildete Stimme, und ordentliche Fähigkeiten zu diesem Fache besitzt, außerdem aber sich auch in letzter Zeit bei mir (in meinem neuerdings gegründeten Musik-Institut zur Ausbildung israelitischer Cantoren) im Generalbaß, Compositions-Lehre, Contrapunkt und Fuge ausgebildet hat. kann ich als vorzüglichen Cantor allen israelitischen Gemeinden, aufs Wärmste empfehlen. Jede Gemeinde, die ihren Gottesdienst ordnungsmäßig mit Chorgesang, eingerichtet haben will, würde an obengenannten Herrn F. eine in jeder Hinsicht vorzügliche Requisition machen. Königsberg in O. P., im August 1863. H. Weintraub, Cantor Die Leichteste Art sich Staatspapiere anzulegen, mit denen man Gewinne von: fl. 250,000, 200,000?c. rc. erlangen kann, ohne dabei das Kapital einzubüßen, ist diejenige welche seit dem 1 August a. c. in ganz Süddeutschland durch mich und zwar mit großem Beifalle, eingeführt wurde und wozu Programme und Erläuterungen auch bei den betr. löblichen Zeitungsredactionen zur Erleichterung der Correspondenz gratis zu haben sind; es liegt daher im Interesse des sachverständigen Publikums, mit dieser so sehr günstigen Einrichtung dieses Instituts näher bekannt zu werden und die genau richtige und sinngetreue Angabe sogleich zu erkennen. j B. Grünebaum, Frankfurt a. M.