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Der Israelit · 1863-08-12 · Heft 32 (12.8.1863) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 32 (12.8.1863)
Date
1863-08-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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388 „Glück gelabt, das Gethier des Waldes stillt seinen „Hunger, die Vögel der Luft genießen fröhlich ihre „Nahrung in Ueberfluß, alles Lebende Ln des Sonnenlichts Strahlen sich badend und labend, ist durch „sie entzückt und beglückt. — Aber noch unendlich größerer Segen entströmte dem Gnadenquell des Höchsten, „als er die Sonne aller Sonnen an dem Horizonte „der Menschheit aufgehen ließ, eine Sonne unendlich „hoch erhaben, an Glanz und Lichtfülle jene weit „überragend. Sie erleuchtet wohl nicht die Augen „des Fleisches, erhellt aber die Augen des „Geistes mit einer Lichtfülle, von welcher das irdische Sonnenlicht nur matter Abglanz ist. Die „Feuerglmhen dieses Lichtmeeres befruchten zwar nicht „die Furchen des dunklen Erdenschooßes, auch nicht „die sanften Anhöhen der Weinberge, noch die tiefen „Furchen der Felder, sie beleben und erwärmen aber „die edlen Hochgesilde des Menschenherzens, den heiligen Boden des Menschengcmüthes. die fruchtreichen „Fluren der Seelen, auf daß himmlische Blumen da- „rauf erblühen, Früchte des ewigen Lebens daraus „erstehen; es ist die majestätische Sonne unserer „heiligen Thora, von welcher wir zu sprechen wa- „gen. In dem Lichte ihrer Wahrheit verschwindet „die Nacht der Lüge, zerfleußt das Gewölk des Tru- „ges und sichtbar werden die Säulen der Wahrheit „und erkannt die Grundpfeiler der Gerechtigkeit. „Unsere heilige Lehre ist es. die mit himmlischer „Weisheit uns erfüllt, mit erleuchteten Ideen der „Wahrheit uns beglückt; die göttliche Thora ist „es, die uns die Zeugnisse und Gebote , Gesetze und „Pflichten des Herrn, siebenfach geläutert, gerecht und „anmuthsvoll, verkündet, auf daß wir sie erkennen „und lieben, bethätigen und üben; sie ist es, die uns „vor Uebertretungen und Sünden warnt, vor Jrr- „thümer schützt, vor Fehlern wahrt, unedle Thaten „von' uns entfernt und verscheucht. Diese Himmels- „flamme erwärmt alle Herzenskammern, entzündet „alle Seelenränme zur mächtigsten. glühendsten, hin- „gebendsten aufopferndsten Menschenliebe, zu einer „wahren Menschenliebe, die nicht in glatten Formen „und leeren Redensarten besteht, auf einige Auserlesene des Herzens sich beschränkt, sondern die bereit „stehet, die ganze Menschheit in ihre Arme zu fassen, „die uns befähigt, alle irdischen Glücksgüter auf den „geweihten Altar der Menschenliebe zu legen, deren „Flamme immer mächtiger erglühet — „die keine „Schicksalsfluchen zu verlöschen, keine Gewalt zu ersticken vermag."" Welches Herz, in dem noch eine warme Empfindung für unsere hl. Lehre lebendig, dem der eisige Nordhauch der Sinnlichkeit, des Materialismus und des Unglaubens nicht jeden heiligen Keim gemordet, fühlt sich nicht mächtig ergriffen, so solche Sprache zu ihm spricht! Diese glühende Liebe zu unserer Lehre, wie sie aus den edlen Worten des hochverehrten Verfassers redet, ist wohl nicht das Eigenthum eines jeglichen Herzens, indessen gilt hier des Dichters Wort: „Anders malt sich das Sonnenbild in den Thautropsen des Morgens, anders im majestätischem Spiegel des erdumgürtenden Oceans; Schande aber dem trüben, wolkigen Sumpfe, der es niemals empfängt und niemals zurückgibt!" Ueber dm gemeinnützlichen Werth dieses sowohl für Schochtim als Fachgelehrte wichtigen Werkes, ist bereits in diesem vielgelesenen Blatte rühmllchst berichtet worden. Wir erlauben uns nur mit wenigen Worten noch auszusprechen, daß der mit unaussprechlichem Scharfsinn und stannenerregender Gelehrsamkeit begabte Verfasser Großes und Segensreiches geleistet; er hat nicht nur die umfangreichen dessallsigen religionsgesetzlichen Bestimmungen aus den verschiedenen, weitverzweigten Stellen in und dessen Glossatoren und späteren Autoritäten in der herrlichsten Ordnung und systematischen Reihenfolge in leichtfaßlicher, schöner, rein hebräischer Sprache zusammengestellt und wiedergegeben, wndern hat aus den vielen Quellen der mehr oder minder bekannten Rechlsgutachten von und sowohl für den als 7!^-".-: 7>7v2, Vortreffliches dargeboten, das besonders in Beziehung von TvIbTr bei welchen der talmudische Grundsatz gilt, rrri-Qv rrrHv pviv psr von größter Bedeutung ist und die reichlichsten Früchte bringen wird. In dem beigesügten Commentar riDOD 7o>7! findet der Fachgelehrte ein herrliches Gartenland, das ihn m die schönen, hellstrahlenden Gebiete von und späteren Celebritäten führt und ihm öffnet die reichsten Fundgruben von belehrenden und anregenden Gedanken, von welchen er die reichlichste Ausbeute erzielen kann. Wir zweifeln nicht, daß dieses so herrliche Werk bald unentbehrliches Handbuch aller Schochtim sein wird, wie dieses auch ein hochgestellter Gelehrter in seiner dessallsigen 7122ON an seine Herren College» bittend ausspricht, daß sie den sich vorbereitenden Schochtim aufgeben möchten, aus diesen Werke sich die nöthigen Kenntnisse zu verschaffen und sie sodann danach zu prüfen, auch ist der außerordentlich niedrige Preis dieses Werkes gewiß geeignet, dem edlen Zwecke des höchst uneigennützigen Herrn Verfassers, das Werk Gemeingut aller Tim 'TUN werden zu lassen, förderlich und nutzbringend zu sein. Dem edlen Herrn Verfasser, in dessen Lebensstrome das ewige Himmelsbild der göttlichen Lehre gar mächtig strahlet, der für das unverfälschte Judenthum und unsere göttliche Lehre schon so Großes und Herrliches und Segensreiches in unendlicher Fülle geleistet und geschaffen, der durch seine, thatkräftiges, jüdisches Leben erzielende Werke und durch seine große Schnlerzahl — llnvVv O7i'>p vVTi — die

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