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Der Israelit · 1863-07-08 · Heft 27 (8.7.1863) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
4 (1863)
Issue
Heft 27 (8.7.1863)
Date
1863-07-08
Page
– (sequence 4)
Language
German
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324 auch der Herr Land(?)rabbiner Oi. Landsberger von Darmftadt (in einer Anerkennung), der sich erkühnt hat, das 2^'wp O.-iIV o^p^22 auf die Orgel anzuwenden! *) --.icMLo - Thorn, im Tamus 5623. Erwiederung aus das Schreiben des Herrn Rabbiners I Schwarz. O'pNx 71rix Auch das Entgegengesetzte hat Gott so verbunden (Prediger Cap. 7. 14.) Es ist eine betrübende Wahrnehmung, daß gegen neue Unternehmungen, und mögen solche noch so zweckmäßige Pläne verfolgen — immer von manchen Seiten Opposition gemacht wird; so geht es auch dem Unternehmen '"->x n-Qrr; obwohl dasselbe onerkanntermaaßen lediglich wohlthätige, heilige Zwecke verfolgt, werden dennoch irrtümliche Ansichten dagegen geltend zu machen versucht. Man kann aber dennoch diesem im Aufblühen begriffeilen Keime getrost zurufen: pp N'pp NM V'N N152 Nl2->„ „Viele wohlthätige Unternehmungen gedeihen kräftig; Du, Coloniften-Verein, wirft sie Alle hoffentlich — trotz jeder Opposition — noch übertreffen". Der Vorzug dieses Vereins liegt in der That auch in den realen, edlen und höhern Zwecken, die er erstrebt . 1) Die Nationalität des Judenthums zu heben. 2) Die geistige Wohlthat. 3) Das dadurch zu erlangende ewige, zweckmäßige Heil. I. Was nun die Nationalität betrifft, so haben wir ja Beispiele genug, wie andere Völker Gut und Blut daran setzen ihre längst verfallene Nationalität wieder zu erlangen , und kein Opfer ihnen zu groß ist, solche zu erreichen; wie viel mehr wir Juden, deren Nationalität so innig mit unserer heiligen Religion verbunden ist, sollten w i r dabei andern Nationen nachstehen? H. Die geistige Wohlthat, da es uns nicht um den Besitz irdischer Güter zu thun ist, sondern um den Besitz desjenigen heiligen Landes, welches, wie die Geschichte ergibt, der Geistesheerd aller positiven *) Was Liefe Herren nicht Alles für halten! so faltete (^pi"lp) ein Reformrabbiner, nachdem er sehr salbungsreich gepredigt hatte, zum Gebete die Hände. Ein witziger Zuhörer machte die Bemerkung: iwp 'PP' V'P Y'PTI Religionen ist und dessen Licht, nach unserer Zuversicht, einst noch die ganze Welt erleuchten wird. III. „Das ewige Heil." Während andere Wohl thätigkeits-Vereine gewiß auch sehr lobenswerthe Zwecke verfolgen ,-OE 'v 'iiox, so ist deren Zweck doch meistens nur auf das leibliche Wohl der zu Unterstützenden berechnet, um manchem Unglücklichen zeitliche Bedürfnisse zu gewähren; der Zweck „das heilige Land urbar zu machen" aber schließt ein vül höheres Ziel in sich. Dem denkenden Menschen nämlich kann es nicht einleuchten, daß die ganze Schöpfung als Endzweck nur dieses vergängliche Leben gehabt haben soll, und ist es von dem großen Weltenschöpser auch nicht anzuuehmen, daß Er sein großes Meisterwerk, die Welt, in's Dasein gerufen hat, um den Menschen auf dunklem Pfade, wie ein schwaches Schiff auf offenem Meere umherwandeln zu lassen; vielmehr hat die Schöpfung ein ganz anderes Ziel, wie es uns das Prophetenwort verkündet: vH '-1 NX TIP'I NXpO, „Die Erkenntniß Gottes wird eiust so im Lande verbreitet sein, wie Fluthen den Meeresgrund bedecken." Um zu diesem Endzweck zu gelangen, ist die Pflege und theilweise Besitznahme des heiligen Landes schon die erste Stufe. Wenn nun diese so lange schlummernde Idee jetzt erwacht und manches edle Herz dafür schon warm schlägt, so fehlt es leider auch nicht an Gegnern derselben; sogar manche Fromme, die scheinbar mit der einen Hand darnach greifen, stoßen solche mit der andern senk von sich. Ich will zur Ehre dieser Herren gerne annehmen, daß keine böse Absicht bei ihnen vorwaltet, sondern lediglich: „irrthümliche Meinungen" und „zu wenig Vertrauen auf die Stütze des Allerhöchsten." In der menschlichen Vernunft ist nun einmal das pm 2N2 abwechselnd vorherrschend, hoffen wir aber, das Gute, Wahre wird endlich doch siegen. Herr R. Schwarz erkennt zwar selbst das Gute dieses Vereins, verlangt aber zu diesem Zwecke zuerst drei Bedingungen : 1) Ein Heer gleich dem des Lerxes. 2) Reichthümer, wie die des Krösus und 3) Coloniften aus Europa einzuführen. Wenn zwar Herr R. Schwarz als charaktervoller und gelehrter Mann genügend bekannt ist, so scheint er doch vergessen zu haben, wie beim Beginn des zweiten Tempelbaues die ganze Versammlung nur aus 42,360 Köpfen bestand (c. 6. 7. x'o.iH, und damals hatten sie mit zahlreichen Gegnern zu kämpfen, die unablässig jedes Unternehmen der Juden störten und das Erbaute niederriffen (siehe x'vru); aber das feste

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